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Bibliothek auf Schloß Nordkirchen und kam mit der Schloßherrschaftin den Besitz des Herzogs von Arenberg, der die Handschrift in seinePrivatbibliothek nach Brüssel verbrachte, wo sie unter Nr. 75 derHandschriftensammlung inventarisiert wurde. Von hier aus wurde siemit der Bibliothek und dem Archiv gegen Ende des Weltkriegs wiedernach Deutschland gebracht, ist aber zurzeit nicht benutzbar. Ich be-sitze eine früher angefertigte verkleinerte photographische Nach-bildung.
Literatur: Dr. Troß-Hamm, Verzeichnis einiger historischen Hand-schriften, welche sich auf der Gräflich Plettenbergschen Bibliothek zu Nord-kirchen vorfinden (Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtsrkünde IV, Hannover 1831, S. 36 Nr. 4). — Montalembert, Leben der heiligen Eli-sabeth von Ungarn, Landgräfin von Thüringen und Hessen, übersetzt und mitAnmerkungen vermehrt von J. Ph. Städtler, Aachen und Leipzig 1837,S. CXLIV ff. u. ö. Montalembert fand zuerst die Abschrift von Gamansin der Burgundischen Bibliothek in Brüssel und teilte Auszüge darausmit, die der Uebersetzer Städtler, Geheimsekretär des Herzogs vonArenberg in Brüssel, um weitere in dieser und den folgenden Auflagender Uebersetzung vermehrte. Städtler schreibt noch in der Auflage von1862, S. 145, daß er nicht habe in Erfahrung bringen können, wohindie Originalhandschrift gekommen sei. — A. Kaufmann, Caesarius vonHeisterbach, 2. Auflage, Cöln 1862, S. 94, Anm ! . 3. — G. Boerner, Zur Kri-tik der Quellen für die Geschichte der h. Elisabeth, Landgräfin vonThüringen, Neues Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Ge-schichtskunde XIII, Hannover 1888, S. 466 Anm. 8. — A. Huyskens,Quellenstudien a. a. O. — A. Huyskens, Des Cäsarius von HeisterbachSchriften über die hl. Elisabeth von Thüringen, Annalen des Histori-schen Vereins für den Niederrhein 86, Köln 1908, S. 1 ff. — K. Wenck,Quellenuntersuchungen und Texte zur Geschichte der h. Elisabeth I, NeuesArchiv 34, Hannover und Leipzig 1909, S. 439. — O. Holder-Egger,eb. 35, 1910, S. 281 ff.
B = Brüssel 7483—86, Sammelhandschrift mit Heiligenleben,von verschiedenen Händen des 13. Jahrhunderts, nach der alten Si-gnatur (Q Ms. 5) aus der Sammlung der Bollandisten stammend,sonst unbekannter Herkunft, enthält an letzter Stelle f. 208r—21 lv(199r—202v nach neuerer Zählung) eine Vita sanctae Elyzabeth, diebeginnt: „Venerabilis ac Deo cara Elyzabeth de generoßis natalibusexorta est, velut Stella matutina inter huius mundi nebulas splendorevirtutum suarum emicuit", und endet: „Et dum ipse magister quereret,quid de sua substantia et supellectile esset ordinandum, respondit,quod omnia, que iam dudum videbatur possidere, erant paupe[rum]"(hier bricht die Handschrift unvollständig ab).
Der erste Teil der Vita (f. 208r—210r) ist in 8 Lektionen ge-gliedert, es folgt (f. 210r) „Evangelium: Simile est regnumcelorum thesauro abscondito. Cum quatuor lectionibus". Dann fährtdie Vita (f. 210r) ohne Gliederung fort: „Post mortem mariti sui