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7 (1846) Heim bis Juwelen
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Jacqum Jaffa

welche König Karl der Bose von Navarra in der Umgegend von Paris anrichtete, und diede» Landmann besonders hart trafen. Da die Bauern von dem verwilderten und schwelge-rischen Adel durch Frohndienste, Abgaben und Strafen auf das härteste bedrückt wurden,so wendeten stc sich zugleich gegen diese ihre nächsten Peiniger, legten Hunderte von Schlös-sern in Schutt, ermordeten die Edelleutr, die ihnen in die Hände sielen, und schändetenderen Franc» und Töchter. Bald verbreitete sich dieser Aufruhr aus der Gegend von Beau-vais und Elermont in die Landschaften Brie, Soissonnais, Laonnais und an den Ufern derMarne und Oise. Hunderttausende von Bauern hatten sich erhoben und verübten die scheuß-lichsten Greuel, um, wie sie sich ausdrückten, Das zu thun, was ihnen gethan worden war.Obschon die Empörung weder Plan und Zusammenhang hatte, noch bei den Bewohnernder Städte Anklang fand, so würde sie doch mit der gänzlichen Vertilgung des Adels ge-endet haben, hätten nicht die Edelleute aller Parteien, Franzosen, Normänner und Eng-länder, sich vereinigt und die Bewegung in Blut erstickt.

Iacquill (Nikol. Jos., Freiherr von), ein berühmter Botaniker, stammte aus eineralten brabantischen Familie und wurde 1727 zu Leyden geboren. Er studirte in Antwerpen,Löwen, Leyden und Paris, und wählte endlich Wien zum Aufenthalte. Nachdem Franzi,auf van Swieten's Betrieb >753 den kaiserlichen Garten zu Schönbrunn angelegt, be-schloß man, mehre Botaniker nach fernen Welttheilen auszusenden und lesende Pflanzensammeln zu lassen. I. erhielt den Auftrag, nach Amerika zu gehen. Er bereiste von>75559 mehre westindische Inseln und einige Küstenstriche des heutigen Colombia underhob durch seine Sendungen die wiener Gärten zu den reichsten jener Zeit. Hierauf wurdeer >763 zum Bergrath und Professor der Chemie und Mineralogie zu Schemnitz ernannt,und >768 Professor der Chemie und Botanik an der Universität zu Wien, wo er als Ne-stor der deutschen Botaniker 1817 starb. I. steht unter den Botanikern seiner Zeit auf ei-ner hohen Stufe, denn abgesehen von seinen Verdiensten um botanische Gärten, zeichneteer auch sich als Lehrer und Schriftsteller aus. Er gab zuerst in Deutschland kostspielige,, aber auch sehr nützliche Prachtwerke heraus, so die ,Il(,ra »ustr'meu" (5 Bde., Wien>77378, mit 5»» col. Kupfert.), die8tir;>'»ui> -imericni,. Instor'm" (Wien I 7638»,mit 264 gemalten, nicht gestochenen Tafeln) und mehre große Monographien und Abhand-lungen. Sein Sohn Jos.Franz, Freiherr von I-, der als Regierungsrath und Pro-fessor der Chemie an der Universität zu Wien 1835 starb, ist der Verfasser des für die da-malige Zeit sehr verdienstlichenLehrbuchs der allgenieinen und medicinischen Chemie"(2 Bde., Wien >792; neue Ausl. 181») und mehrer botanischer Werke.

Jaen, eine Provinz des span. Königreichs Andalusien, früher ein selbständiges mau-risches Königreich, nördlich von der Sierra Morena, im Osten durch das Gebirge von Ca-zorla und im Süden durch die Sierra Nevada durchzogen, durch den Guadalquivir, Gua-dalimar und viele andere Flüsse reich bewässert, zählt auf209lOM. 315,»»» E. und gehörtzu de» schönsten Gegenden der pyrenäischen Halbinsel. Durch die Mauren bei ihrem Ein-falle in Spanien erobert, behauptete I. als maurischer Staat seine Selbständigkeit bis1234, wo er von Ferdinand IU. erobert und zum Königreich Castilien geschlagen wurde.Die gleichnamige Hauptstadt der Provinz mit etwa 2»,»»» Einwohnern und einem präch-,, cigen Dome, der Sitz eines Bischofs, liegt in einer reizenden Gegend. Außerdem sind zuh erwähnen Andujar mit 14,»»» Einw., wo die berühmten span. Wasserkrüge gefertigt wer-den; Linares mit Blei - und Silbergruben; das Dorf Naras de Toloza, wo König Alfons>25» über die Araber und >812 die Spanier über die Franzosen siegten; der BergpaßBaylen (s. d.) und die Ansiedelungen in der Sierra Morena (s. d.).

Jaffa, oder Joppe, war schon im Alterthum eine berühmte, feste Seestadt Syriens,Hier soll Andromeda an den Felsen geschmiedet worden sein; hierher ließ von Tyrus Sa-lomo die Baumaterialien zum Tempel schaffen; hier hatte Petrus die Erscheinung mit demTuche, welches mit allerlei Thieren angefüllt vom Himmel fiel. Unter Konstantin demGroßen wurde die Stadt zumBischofssitz erhoben, zu ihrerHauptblüte aber gedieh sie durch> die Kreuzzüge, wo sie als Hauptlandungsplatz der Kreuzfahrer eine große Bedeutung er-hielt und darum ein steter Zankapfel zwischen den streitenden Parteien war, j>is sie 1268 gänz-lich für die Christen verloren ging. Im 1.1799 wurde sie von den aus Ägypten heranzie-