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7 (1846) Heim bis Juwelen
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Jablonowsrr

Jacht

Jod.

Aablouowski, eine fürstliche Familie in Polen, der mehre ausgezeichnete Männer LN-gehören. StanislawI. wurde, nachdem er sich im Kampfe gegen die Kosacken, Tata-rcnund Schweden hervorgcthan und dem Könige Johann Sobieski in der siegreichen Schlachtbei Choczim l «73 zur Seite gestanden hatte, > 682 Großhetman der Krone. Hochberühmtist sein Rückzug aus der Bukowina, der, nachdem er sich hier 1685 mit dem poln. Heeregegen die weit überlegenen Heeresmassen der Türken und Tataren glücklich vertheidigt hatte,dasselbe aus sehr schwieriger Lage befreite. Er starb >702. Jos. Alex. I., geb. am !4. Febr. 1712, wurde Wojewode von Nowogorod und erhielt 1733 die Würde eines dem.schen Reichsfürsten. Im Z. >768 verließ er nach dem Ausbruche der Unruhen sein Vater-land und wählte, nach mehren Reisen durch Frankreich und Italien, Leipzig zu seinemAufenthalte, wo er am I. März 1777 starb. Ein Freund und Beförderer der Wissenschaf-ten, legte er aufseinen Erbgütern, wieJablonow, reiche Sammlungen von Büchern, Mün-zen u. s. w. an; auch schrieb er selbst mehre poln., lat. und franz. Werke. Im I. 116;setzte er drei Preise für drei von ihm gestellte Aufgaben aus der poln. Geschichte, der Polin-schen Ökonomie, der Physik und Mathematik aus, deren erste Vertheilung durch die Natur-forschende Gesellschaft in Danzig 1766 erfolgte. Da diese aber den Preis fürJ.'s Aufgabe,die Ankunft des Lech in Polen gründlicher als bisher zu erweisen, der Abhandlung Schlö-zer's zuerkannte, der das Dasein des Lech in das Reich der Fabeln verwies, was der Fürstals eine unstatthafte historische Ketzerei ansah und wogegen er dieVinüicise I^ecbi eiOrecili" (Lpj. 1776, 3., neue Ausl. 1775) richtete, so entzog er jenerGesellschaftdie Preis-vertheilung und gründete > 768 in Leipzig die noch bestehendeFürstlich Jablonowsti'sehe iGesellschaft der Wissenschaften", die aber erst 1773 ins Leben trat. I. schenkte derselbenein bei der Kämmerei der Stadt Danzig stehendes Capital, von dessen Interessen sie dreigoldene Preismedaillen mit dem Bildnisse des Fürsten, jede 23 Dukaten an Werth, prägenläßt und für die beste Beantwortung der drei aus de» genannten Fächern gewählten Fra-gen ertheilt. Da in Folge des Kriegs die Zinszahlung seit 1811 ausblieb, so wurde auchdie Thätigkeit der Gesellschaft unterbrochen, bis im J. 1828 durch einen Vergleich die Sachewieder geordnet wurde. Vgl. ,,^cta 5ncietutis .lablonov." (6 Bde., Lpz. 177273, 3.)undNova sota 5ocietatis äudlnnov." (8 Bde., Lpz. 186232, 3.). Die Familie I.blüht noch in Rußland und Ostreich. An der Spitze derselben steht der Fürst AntonI., geb. 1793. Maxim. I., geb. 1783, ist russ. Geh. Rath und Großmeister des kaiser-lichen Hofes; Ludw. I., geb. 1 783, östr. Wirklicher Geh. Rath, Oberstlandstallmeisterund Oberstlandküchenmeister in Galizien und Lodomirien.

Jablnnka, ein zu den teschener Kammergütern des Erzherzogs Karl gehöriges Städt-chen, im teschener Kreise des östr. Herzogthums Schlesien, in rauhen Gebirgsgegenden derKarpaten gelegen, mit 2666 E., die sich von Leinwandfabrikation nähren, ist schlecht ge-baut und ärmlich, aber lebhaft und bedeutungsvoll wegen der Hauptstraße, die hier durchden sogenannten Jablunkapaß nach Ungarn führt. Die lM. südlich von dem Städt-chen befindliche, kriegsgeschichtlich denkwürdige Schanze wurde 1531 errichtet, als Schle-sien von den Türken, die fast ganz Ungarn überschwemmt hatten, bedroht war. Im Drei-ßigjährigen Kriege eroberte sie 1625 das mansfeldische Corps und hielt sich ein ganzes Jahrlang darin; 1635 aber bemächtigte sich ihrer der schweb. General Königsmark. Im erstenschles. Kriege nahm sie Friedrich der Große; im Siebenjährigen Kriege gerieth sie durchmehrmalige Bestürmung ganz in Verfall. Erst in neuerer Zeit hat man wieder mehr Ge-wicht auf dieses Bollwerk gelegt und es von neuem in guten Vertheidigungsstand gesetzt.

Jacht nennt man ein einmastiges, verdecktes Fahrzeug, das vorzüglich von Englän-dern und Amerikanern, in der Ostsee unter dem Namen Erröe-Jacht von den Dänengebraucht wird und sich durch schnelles Segeln auszeichnet. Man benutzt die Jacht häufigzum Uberbringen von Depeschen und nennt sie dann Postjacht; bei einer Flotte dienenzu gleichem ZweckdieAdvisjachten. Der königliche Iachtclnb in England ist eine