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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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^eim (Ernst Ludw.), ein ausgezeichneter praktischer Arzt, geb. am 22. Juli 1747 zuSolz im Herzogthnm Sachsen-Meiningen, wo sein Vater, Joh. Ludw. H., der Heraus-geber derHennebergischen Chronik" (3 Bde., Meining. >767 77 , 4 .) als Pastor 1785starb, kam 176-1 auf das Lyceum zu Meiningen und >766 auf die Universität zu Halle,wo er sich der Heilkunde widmete. Nachdem er schon als Student viele Kranke in origi-neller Art behandelt hatte, erhielt er >772 die medicinische Doctorwürde, gleichzeitig mitseinem Freunde Muzell, mit welchem er dann eine wissenschaftliche Reise machte, zu derMuzell's Vater, der Leibarzt Friedrich's >1. war, das Geld gab. Sie besuchten Nord-deutschland, Holland, wo sie längere Zeit in Lehden sich aufhielten, England und Frank-reich. Auf der Rückreise über Strasburg und durch Süddeutschland war der von Jugendauf im Klettern geübte H. kühn genug, bis auf den Querbalken des Kreuzes aufdem Mün-ster cmporzuklimmen. Nach der Rückkehr im I. > 775 hielt er sich noch einige Zeit in seinerHeimat auf; dann ging er nach Berlin und von hier, nachdem er die Prüfungen für denStaatsdienst rühmlich bestanden hatte, >776 nach Spandau, wo er noch in demselbenJahre als Physikus und einige Jahre später als Kreisphysikus des Havellands angestelltwurde. Im I. 1778 bekam er den Hofrathstitel; 1783 wendete er sich auf Zureden seinerFreunde, besonders des Vaters seines unter der Zeit gestorbenen Freundes Muzell, nachBerlin, wo er 1799 zum Geh. Hofrath ernannt wurde. Nur kurzer Zeit bedurfte es, umhier ihm und seinem segensreichen Wirken unter den höchsten Ständen wie unter den nie-drigsten Anerkennung zu verschaffen. Seine Krankenlisten, nach denen er jährlich 34006arme Kranke unentgeltlich behandelte, oft noch selbst unterstützte, sowie das Vertrauen derköniglichen Familie, besonders in der Krankheit der Königin Luise, welche ihn, ohne daß erihr eigentlicher Leibarzt war, in Hufeland's Abwesenheit während ihrer letzten Lebenstagestets um sich hatte, bezeugen hinlänglich, daß menschliche Tugenden und ärztliche Vorzügesich bei ihm in seltener Vereinigung fanden und daß die Originalität, deren Stempel beidetrugen, ihm sehr wohl stand. Der > 5 . Apr. 1822 , wo er sein fünfzigjähriges Doctorjubi-läum feierte, wurde fast wie ein Volksfest begangen. Nachdem der heitere Greis, der nochim 70 . Lebensjahre rüstig den milischauer Berg bei Teplitz bestieg und weite Wege zu Pfrrdmachte, im I. 1830 seine goldene Hochzeit, umgeben von einem zahlreichen Familienkreise,gefeiert hatte, nahm ihn ein sanfter Tod am 15 . Sept. >834 hinweg. Trotz der ungemeinenAnsprüche, die an H.'s Thätigkeit gemacht wurden, und der vielen Krankheiten, die er zuüberstehen hatte, zeichnete er sorgfältig Alles, was ihm in seiner Praxis wie im gewöhnli-chen Leben interessant war, in seinen Tagebüchern auf; doch hat er nur einige kleinere Auf-sätze im Druck erscheiüen lassen. Eine Sarnmlung seinerVermischten medicinischenSchriften" aus seinen Papieren veranstaltete Paetsch (Lpz. > 836 ). H. war der Erste, derin Berlin die Kuhpocken einimpfte, und in der Botanik verwendete er besonder» Fleiß aufdie Kenntniß der Moose. Vgl. das von seinem Schwiegersöhne Keßler aus den hinter-lassenen Briefen und Tagebüchern zusammengestellteLeben H.'S" (2 Bde., Lpz. 1835 ). H. hatte fünf Brüder. Der älteste, Joh. Ludw. H., geb. 1741 , gest. 1819 als sach-sen-meining. Consistorialrath, Vicepräsident und Wirklicher Geh. Rath, beschäftigte sichviel mit Geologie und gab eine klassischeGeologische Beschreibung des Thüringerwaldg»-birgs" (6 Bde., Meining. > 796 1812 ) heraus, wozu sich die Belege in dem Museum derUniversität Jena finden, dem er seine Mineraliensammlung vermachte. Georg Chri-stoph H-, geb. 1743 , gest. 1807 als Pfarrer zu Gumpelstedt, schrieb eineDeutscheConv.-Lex. Neunte Ausl. VII. 1