Druckschrift 
7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
Seite
589
Einzelbild herunterladen
 

Zaconnets Jacotots 589

grueo." (Gotha l 826) und die Ausgabe des ÄlianusDeuturu animulium" (2 Bde.,^ Jena 1832). Von den Übersetzungen nenne» wir die deö Vellejus (Lp;. >793), der^Athenicnsischen Briefes aus dem Englischen mit Anmerkungen (2 Bde., Lp;. > 799-^ > 180«), eine Sammlung gelungener Übertragungen der gricch. Anthologie unter dem Titel

ch ^Teiupe" (2 Bde., Lvz. I 8«3) und des DemosthenesStaatsreden und Rede für die

t, Krone" (Lp;, l 895,; 2. sehr verb. Aust-, 1833); auch lieferte er in der von Ostander und

x, Schwab in Stuttgart besorgten Bibliothek deutscher Übersetzungen der griech. Prosaiker

k ken Longus und Philostratus und ein;elne Stücke in der von N. Klotz begonnenen

deutschen Übersetzung von Cicero's Werken (2 Bde., Lp;. 1849 41). Außerdem fin-dcn sich namhafte Beiträge von ihm in derBibliothek der alten Literatur und Kunst", inii dcn alsNachträge ;u Sulzer's Theorie der schönen Wissenschaften" erschienenenCha-ratteren der Dichter aller Nationen" (7 Bde., Lp;. 17931893), in Wieland'sAttischen,Museum", in WolfsLiterarischen Analektcn" und in vielen andern gelehrten Zeitschrif-, ten, die dcn scharfsinnigen Kritiker und sinnvollen Ausleger des alterthümlichen Geistes be-r währen. Auch gehören hierher seineBeiträge zur altern Literatur oder Merkwürdigkeitender öffentlichen Bibliothek zu Gotha" (3 Bde., Lpr. 1835 , 43). Seine Reden und Ab-t Handlungen über Gegenstände des klassischen Alterthums u. s. w. sind von ihm selbst geord-

r net und zum Theil mit vielen neuen Zugaben bereichert alsVermischte Schriften" (Bd.

13, Gotha 182324; Bd. 48, Lp;. 182944) herausgegeben worden. Uni den

>i fruchtbringenden Unterricht in der griech. Sprache erwarb er sich ein wesentliches Verdienst

durch sein »och jetzt weit verbreitetes, durch treffliche Methode ausgezeichnetesElcmentar-, buch der griech. Sprache" (4 Bde., Jena 1895 fg.), welches vielfach aufgelegt, von dend Brrfassern ähnlicher Bücher ausgebeutet und öfter nachgedruckt worden ist. Endlich sindauch seine belletristischen Schriften, die schönsten Früchte seiner humanistischen Studien, wiecAlwin und Tbeodor",Rosaliens Nachlaß", dieAuswahl aus den Papieren eines Un-genannten", dieFeierabende in Mainau",Dic beiden Marien" u. s. w. hinsichtlich desb i reinen Sinnes und der lebendigen Schilderungen der verschiedenen Charaktere und Ver-hältnisse, den besten ibrer Gattung in der dcrttschen Literatur beizuzählen. Die meisten der-a selben nebst vielen andern erschienen gesammelt unter dem TitelSchriften für die Jugend"l (.iBde., Lpr. 18424 I);Erzählungen" (7 Bde., >82437);Ährenlese aus dem Ta-

gebuche des Pfarrers zu Mainau" (2 Bde., > 82325) und in derSchule für Frauen"(7Bde.,Lpz. I827fg.). EinentreuenAbrißseinesLebcnsgabJ.selbst indenPersonalien"t (8pz. 1849), welche den siebenten Band derVermischten Schriften" bilden. Den hohenWerth seiner Verdienste hat das In- und Ausland auch dadurch äußerlich anzucrkennen ge-d sucht, daß er von seinem Landesfürsten zum Geh. Hofrath ernannt, und von den bedeutend-ste» Akademien und gelehrten Gesellschaften als Mitglied ausgenommen wurde.i< Jaconnets, Jacquets oder Jaquenettes sind eine Gattung baumwollener,

l meist glatter, selten gestreifterMusline, gewebt aus Garn Nr. 89>2» mit 25903599i> Fäden auf die Elle.

r Jacötot (Jos.), bekannt durch seine Methode des Universalunterrichts, wurde zu

t Dijon geboren und in der Polytechnischen Schule zu Paris gebildet. Nach beendeten!, Rechtsstudien fing er an als Advocat zu prakticiren, wurde dann Professor der Humani-k ; tälswiffenschaften, hierauf Capital» der Artillerie, später Secretair im Kriegsministeriumr und, nachdem er einige Zeit Substitut des Direktors der Polytechnischen Schule und Pro-; stffor der Mathematik gewesen, als Professor der franz. Sprache und Literatur nach Löwenberufen. Hier führte er jeit >818 seine Methode des Universalunterrichts ins Leben ein,nachdem er 39 Jahre lang nach der alten, ihm verkehrt erscheinenden Methode unterrichtete hatte. Er ging dabei von den Grundsätzen aus:Alle Menschen haben gleiche Intelligenz,

> gleichen Verstand", undAlles ist in Allem". Ersterer klingt allerdings sehr paradox undi »regte deshalb lebhaften Widerspruch; doch I. wollte damit nicht sagen, daß alle Menschen, I >hren Verstand gleichmäßig ausgebildet, sondern nur, daß alle gleiche Anlagen hätten und- ' befähigt seien, durch Entwickelung sich gleichmäßig auszubilden; der andere aber läuft

auf pantheistische Ansichten hinaus. Seine Methode hat, wie Pestalozzi's Methode, den

> Zweck, den Geist in Thätigkeit zu sehen, die Kraft desselben zur andern Natur des Men-