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7 (1846) Heim bis Juwelen
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Jacobi (Ivb. Georg) Jacobi (Jak.

mit einer an Wisscnschaftshaß greinenden Schärfe polemisirte. Es war natürlich, daß I.bei dieser cigenthümlichen Denkart nicht leicht der Schüler eines andern Philosophen wer-den, sondern den Philosovhcn seines Zeitalters mir als polcmistrendcr Kritiker gegcnübcr-treten konnte. In dieses Vcrhältniß kam er mit Mendelssohn, Kant, Fichte und Schilling.Die mit dem Letzter« durch J/s SchriftVon den göttlichen Dingen und ihrer Offenba-rung" (Lpz. I8II; 2. Aufl., >822) vcranlaßte Streitigkeit wurde zum Theil mit großerErbitterung geführt. Nichtsdestoweniger gebührt ihm der Rang unter den edelsten Wahr-heitsforschcrn, eine edle, religiöse Denkart bleibt ihm unbestritten; ja manche ticfgefundeneSchätze, die er aus seinem innersten Leben zu Tage förderte, gehören zu dem reinsten Ge-winn des Wahren und Guten. An seineWerke" (6 Bde., Lp;. >81224) schließt sichder von Fr. Roth heransgegebeneAuserlesene Briefwechsel" (2 Bde., Lp;. 182527).

! Vgl. Schlichtegroll, Weiller und Thiersch,Friedr. Heinr. I. nach seinem Leben, Lehren^ und Wirken" (Münch. > 819) und Kuhn,I. und diePhilosophie seiner Zeit"(Mainz 1834).

Jacobi (Joh. Georg), ein anmuthsvoller deutscher Dichter, der ältere Bruder desVorigen, geb. am 2. Dec. 1749 zu Düsseldorf, studirte seit 1758 in Eöttingen, und als

> ihn die Kriegsunruhen von hier vertrieben, ein Jahr lang in Helmstedt Theologie, worauf! er wieder nach Göttingcn zurückkehrte. Als der Professor Klotz, niit dem er in Göttingcn

in freundschaftlichem Verkehr lebte, nach Halle berufen wurde, erhielt er durch dessen Ver-mittelung ebenfalls einen Ruf dahin als Professor der Philosophie und Bercdtsamkcit.SeinePoetischen Versuche" (Düsseld. 1761) brachten ihn 1766 mit Gleim in persönlicheBekanntschaft, die für sein Leben entscheidend war; denn Gleim war es, der das Gefühldes Dichterberufs in ihm erweckte und nährte und ihm 1769 zu einem Kanonikat in Hat-berstadt verhalf, wo Beide mehre glückliche Jahre miteinander verlebten. Im I. 1784folgte er einem Rufe Joscph's II. nach Freiburg im Breisgau als Professor der schönenWissenschaften. Nachdem er noch eine zweite vermehrte Ausgabe seinerSämmtlichenWerke" (7 Bde., Zür. >89713; neueste Aust., 4 Bde., 1825) besorgt hatte, starb er am

> 1. Jan. 181 -1. Er hatte sich nach franz. Dichtern, insbesondere nach Gresset und Chaulieugebildet, und erst in seinen später» Jahren erhob er sich von der tändelnden Weichheit seinerfrüher» Gedichte zu männlich-kräftigerer Empfindung. Zum Nachtheil eines bessern, kräf-tigen Geschmacks wurde er von seiner Zeit überschätzt. Seine Biographie lieferte seinFreund Jos. Albr. von Jttner (Zür. 1825).

Jacobi (Jak.), ordentlicher Professor der Mathematik an der Universität zu Königs-berg, geb. 1894 als der Sohn eines Kaufmanns zu Potsdam, erhielt de» ersten wissen-schaftlichen Unterricht in dem dasigen Gymnasium und bezog in keinem 17. Jahre die Uni-versität zu Berlin, wo er seine Studien anfangs zwischen Mathematik, Philosophie undPhilologie theilte. Sein ausgezeichnet klarer Geist, sein scharfes und tiefeindringendes Ur-theil, ließen ihn bald das Fach erkennen, welches den Beruf seines Lebens bilden sollte unddas er bereits mit so großartigen und glänzenden Untersuchungen bereichert hat. Nachdemer sich >824 als Privatdocent bei der Universität habilitirt, wurde er im folgenden Jahre aufHegel's Empfehlung als Lehrer der Mathematik an die Universität nach Königsberg gesendet,-vo er 1827 eine außerordentliche und 1829 die ordentliche Professur der Mathematik er-hielt. Wie selten auch für die Mathematik neben gründlicher und umfassender Wissenschaftein klarer Lehrvortrag angetroffen werden mag, der den Zuhörer zu fesseln und mit sich indie höhcrn Regionen seines Fachs zu erheben vermag, so vereinigt doch I. Beides in einemhohen Grade. Als Schriftsteller hat er sich durch seine ausgezeichneten Leistungen zur Lö-sung der höher« Gleichungen, für die schwierigsten Aufgaben der Differential - und Inte-gral-Rechnung und für andere Thcile der höher» Mathematik, welche er vorzugsweise inlat. Sprache theils in besondern Werken, wie diekiiixlninenti, nnv»e tiieni-iu« kuncti»-nnm ellipticsruin" (Königsb. 1829, 4.), theils in zahlreichen Beiträgen in Crelle'sJour-nal für die reine und angewandte Mathematik", theils in denAbhandlungen" der königli-chen Akademie der Wissenschaften zu Berlin nicdcrlcgte, einen wohlverdienten Ruf im Jn-und Auslande erworben. In noch weitern Kreisen wurde er seit > 836 als Erfinder der Gal-vanoplastik (s. d.) bekannt. Ein besonderes Verdienst um die Universität zu Königsberg