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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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Iw ein Iynr 581

zeb. am 24. Aug. 17 <n, war der Lohn des Herzogs Anton Ulrich von Braunschwcig-Wolfenbüttel und der russ. Großfürstin Anna Karlowna (s. d.). Die Kaiserin AnnaIwanowna ss, d.i nabm ibn gleich nach seiner Geburt aus den Händen ihrer Nichte, "erklärte ihn zu ibrem Lohne und gab ibm eine Wohnung neben ihrem Zimmer. Sterbendernannte sic ihn zu ihren, Thronfolger und ihren Günstling Biron zum Vormund und Ne-gentcn während der Minderjährigkeit desselben. Biron ss.d.) ließ nach der Kaiserin Tode,am 28. Lct. 1711>, dem Prinren huldigen, und als er selbst verbannt wurde, übernahmendie Älter» J.'s die Regentschaft. Doch schon am 7. Dec. >741 bemächtigte sich Peter's I.Tochter Elisabeth ss. d.) des Throns. Der junge I. wurde anfangs zu Jwanogrod beiNarwa gefangen gehalten; seine Älter» entließ man nach Deutschland; im1.1756 brachteman ibn auf die Festung Tchlüsselburg, dann an einige andere feste Orte und nach derThronbesteigung Katharina's II. wieder nach Tchlüsselburg, wo man ihn in strengem Ge-wahrsam hielt. AlS hier Mirowitsch, ein Edelmann aus der Ukraine, der als Lieutenantbei der Besatzung in Schlüsselburg stand, mit Hülfe eines untergeschobenen Befehls derKaiserin den Versuch machte, den Gefangenen zu befreien, wurde I. von den andern Offi-zieren, als sie sahen, daß Widerstand vergeblich sein würde, am 5. Dec. >764 ermordet,wozu sie im äußersten Falle durch einen Befehl der Kaiserin Elisabeth ermächtigt waren.Die Kapelle in Tchlüsselburg, wo man ihn begrub, wurde später zerstört.

Zwei» heißt der Held einer bretoniscken, zum Sagenkreis von König Artus (s. d.)und der T afe lrunde (s. d.) gehörenden Sage, die im 12. Jahrh. der nordfranz. Trou-vere Chretien von Troyes in demb'lmcallm m, lion" bearbeitete, der dem deutschen Dich-ter Hartman» von Aue ss.d.) den Stoff ru seiner vollendetsten ErzählungJwcin"lieferte. Ein wälisches MärchenDie Frau des Brunnens", das die Sage vom I. ent-halt, aber selbst nicht die unmittelbare Quelle des franz. Gedichts ist, hat Lady CharlotteGuest im ersten Theile der>Ii>l>i»»z>i<-»" sLond. >648) aus einer Handschrift des >4.Iahrh. in wälischer Sprache, LH. de la Villemarque in franz. Übersetzung nach einer Hand-schrift des 16. Jahrh. i)1 seinen<ü>»>^ j><>j,»lairc5 >ie.<> aucien» Lretons" sBd. 2, Par.1842) bekannt gemacht. Durch Ladn Guest, von deren Buch San-Marte sA. Schulz) ei-nen Auszug in seinerArthursagc" (Qucdlinb. 1842) lieferte, ist auch am angeführtenOrte zuerst das ganze Gedicht Chretien's, da? bis dahin nur in ungenügenden Auszügender Franzosen und in der altengl. Übersetzung in Nitson's ,,/Lnoient englisk metricsl rv-mances" (Bd. I, 18N2) bekannt war, ans einer pariser Handschrift herausgegeben wor-den; ansehnliche Bruchstücke desselben aus einer vaticanischen Handschrift gibtA. Keller in rauiims ,l<», ollevuliei MI I,->»,"(Tüb. I 8t I)und in seinerHünivart"(Manh. 1844).

JrivN, König der Lapithen in Thessalien, einSohn des Phlegyas, oder des Leonteus,und ein Enkel des Periphas, eines Lohnes des Lapithas, welcher der Stammvater der La-pichen war, heirathete die Dia, des Deioneus Tochter, mit welcher er denPeirithous zeugte.Jupiter «erstattete ihm an der Götcertafel Thcil zu nehmen. Hier entbrannte er für Zuno;diese aber täuschte ihn, und er umarmte statt ihrer eine Wolke, aus welcher Umarmung diefabelhaften Centauren entsprungen sein sollen. Jupiter schleuderte ihn für diesen Frevelmit seinem Blitze in den Tartarus, wo er ihn mit Schlangen an ein Rad fesseln ließ, dasvom Sturmwinde in ewigen Kreisen herumgetrieben wurde.

Jylix, die Tochter des Pan und der Echo, die Dienerin der Jo, wurde von der Herein einen Vogel, den sogenannten Wendehals (Ivnx t»rcj»i1In), verwandelt, weil sie den Zeuszu dem Liebeshandel mit der Io verführt harte. Von dieser Zeit an war dieser Vogel, wieman glaubte, in Bezug auf die Liebe mir übernatürlichen Kräften begabt. Man gebrauchteihn daher als Mittel, Jemand verliebt zu machen, indem man ihn mit Füßen und Flügelnauf ein vierspeichigeS Rad band und dieses unter Aussprcchung von Zauberformeln um-drehte. Auch die bildende Kunst brauchte I. als Symbol der Überredungskünste zur Liebe;auf Vasen und Gemme» hält häufig ein Jüngling diesen Vogel seinem Mädchen entgegen.