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Jvrea Iwan
Jvröa, das alte k>»»e>>ia, eine feste Stadl mir 'ISA» E., einer Kathedrale, Mideinem Priesterscminar, ist zugleich die Hauptstadt der zur sardin. ObcrintendanjTurin gehörigen Provinz Jvrea, die auf 31^ lüM. >37,ooo E. zählt. Diese letztereentstand aus der Markgrafschaft Jvrea, welche Karl der Große nach Erobc-rung des Longobardenreichs daselbst gründete. Nach der Absetzung Karl des Dicke» imI. 887 standen die Markgrafen von I. unter Denen, die sich um die ilal. Königtkrombewarben, mit oben an. Endlich gelang eS sogar dem Markgrafen Berengar >!., sich um950 des Thrones zu bemächtigen, den er aber sehr bald wieder aufgeben mußte. Wie er,so behielten auch seincNachkommen, welche zugleich Herzoge in Burgund waren, dieMark-grafschaft I. bei, bis Kaiser Heinrich II. 1018 dieselbe den Söhnen des aufrührerischenMarkgrafen Arduin wegnahm und dem Reiche einverleibte. Bei diesem blieb sie, bis >2t§Kaiser Friedrich ll. den Grafen Thomas von Savoyen danüt belehnte, dessen Nachkom-men sich auch, obgleich eine Zeitlang die Markgrafen von Montferrat Ansprüche darauferhoben, in ihrem Besitze behauptet haben.
Jvky, ein Marktflecken mit 800 E. an der Eure, im Bezirk Evreux des franz. De-partement Eure, ist geschichtlich denkwürdig durch die Schlacht daselbst, in welcher KönigHeinrich IV. am 14. März >590 die liguisiischen Truppen des Herzogs von Mayemie uudden span. General Egmond besiegte.
Iwan ist der Name mehrer russ. Großfürsten und Zare. — Iwan I. oder Kalita,1328—40, Großfürst von Moskau, suchte, obgleich abhängig von den Tataren, über dieandern russ. Fürsten sich zu erheben lind Moskau zur Hauptstadt Rußlands zu mache»,was ihm zum Theil schon dadurch gelang, daß es statt Wladimir der Sitz des Metropolitenwurde. — Iwan II., l 353—59, der Sohn J.'s I., war weder den Streitigkeiten mit denandern russ. Fürsten, noch dem Kampfe mit den Lithauern gewachsen, die ihm große Län-derstrecken am Dniepr entrissen. — Iwan III., als Zar Iwan I., Wasiljewitscb,1462—>505, wird für den Begründer des russ. Zarrhums angesehen; er vereinigte nach >und nach die andern russ. Fürstenthümer, wie Twer, Moshaisk und Wologda, mit demmoskowitischen Großfürstenthum, unterwarf >478 das mächtige Now ogorod (s. d.), wodie der Hansa angehörenden Kaufleutc größtcntheils gemordet wurden, und befreite sichgänzlich von der Oberhoheit der Tataren, unter der Rußland so lange geschmachtet hatte,indem er die durch die Theilungen der Khanate Und Timur's Eroberungen herbeigeführtcSchwäche des Khans von Kaptschak klug benutzte. Jm J. >472 vermählte er sich mit Zoe, ,einer Tochter des Thomas PaläologuS, Bruders des letzten byzant. Kaisers, durch welche -den europ. Sitten der Eingang nach Rußland geöffnet wurde und der zweiköpfige byzant.Adler in das russ Wappen kam. Er stellte zuerst Einheit und Untheilbarkcit des Reicksals Neichsgesetz auf und war der erste, der sich Zar von Großrußland nannte. — Iwan !!. ,
Wasiljewitsch, derSchreckliche genannt, 1533—84, that mehr für die Beförderung derCivilisation seines halbwilden Volks als alle seine Vorgänger, die er aber auch alle anGrausamkeit übertraf. Er zog deutsche Handwerker, Künstler und Gelehrte nach Rußland,legte die ersten Buchdruckereien an, begründete den Handel durch einen Vertrag mit derKönigin Elisabeth, nachdem die Engländer den Seeweg nach Archangel gefunden hatten, underrichtete 1545 ein stehendes Heer, die Strelitzen (s. d,). Im 1.1552 eroberte erKasanund 1554 Astrachan; als er aber Licfland den Deutschen Rittern zu entreißen versuchte, ,verbanden sich die Polen, Schweden und Dänen gegen ihn. VonStephan Bathoriss.d.) !bedrängt, wendete sich I. an den Kaiser Rudolf II. und an Papst Gregor XIII. Letzterer,in derHoffnung, den Zar, welcher Hinneigung zur rom.-katholischen Kirche vorspiegelte, zu ge-winnen, entsendete seinen Nuntius P o ssev in (s. d.), der 1582 zwischen Stephan Ba-thori und I. den Waffenstillstand zu Zapolya vermittelte, zufolge dessen I. sein Recht anLiefland abtrat. Gegen Nowogorod, dessen Freiheitssinn ihn aufbrachte, unternahm er 1570einen Zug und mordete dort binnen sechs Wochen an ooooo Menschen. Nicht wenigerwüthete er in Twer, Moskau und an andern Orten. Am Ende seiner Regierung unternahmJermak (s. d.)seinen Zug nach Sibirien. — Iwan Alexjewitsch, Peter's I. Halb-bruder, geb. 1663, gest. 1696, nahm, obgleich er 1682 Zar wurde, wegen Kränklichkeitund Blödsinn an der Negierung wenig und seit 1688 gar keinen Theil. — Iwan II>v