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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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579
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Jhstein Jviza 579

der Stör wider die Danen und Wende» anlegen mußte. Vom I2.Jahrh. an war es Ne-sideuz derGrafen von Holstein. Zni Dreißigjährigen Kriege wurde es mehre Male von denSchweden erobert und 1657 durch dieselben bis auf wenige Häuser niedergebrannt.

Ztzstein (Joh. Adam von), einer der bekanntesten Abgeordneten der zweiten Kammerder bad. Ständeversammlung, geb. am 18. Sept. 1775 zu Mainz, wo sein Vater kur-fürsil. Geh. Nach war, wurde nach vollendeten akademischen Studien 1798 Accessist beidem kurmainz.Amte Amorbach, dannSyndicus daselbstund später Stadtdirector in Amor-bach. Nachdem die Besitzungen des Fürsten von Leiningen, zu denen Amorbach gehörte,unter bad. Oberhoheit gekommen waren, wurde er 1819 als Oberamtmann in Schwetzin-gen angestellt, und bei dem Regierungsantritt des Großherzogs Ludwig im I. 1819 alsHofgerichtsrach nach Manheim verseht. Im I. 1822 zum Landtagsabgeordneten undals solcher zum ersten Secretair der Kammer erwählt, nahm er den lebhaftesten Antheilan deren denkwürdigen Verhandlungen. Als die Federung einer Ersparniß von 59,999Fl. im Militairetat zwischen Regierung und Ständen eine völlige Zerwürfniß hcrbeisührte,welche die Vertagung und bald darauf die Auflösung der Kammern zur Folge hatte,wurde I., gleich den übrigen von der Hofpartei gehaßten Oppositionshäuptern, der Gegen-stand kleinlichcrVerfolgung. Er sollte zum Hofgcrichte in Mörsburg versetzt werden, wasnach den damaligen Verhältnissen als Verbannungsstrafe galt und wogegen er, mit Be-rufung auf den Neichsdeputationsbeschluß, vergebens protestirle. Mit Verlust seiner Stellebei längen» Ungehorsam bedroht, und ohnedies schon durch die großen Anstrengungen aufdem Landtage im höchsten Grade angegriffen, wurde er von einem lange andauernden ner-rosen Kopfleide» befallen, in Betracht dessen ihm endlich die Negierung die crbetenePen-sionirung, jedoch nicht ohne bedeutende pecuniäre Verkümmerung für ihn, bewilligte. ImI. 1831 war er indeß so weit wicdcrheraestellt, daß er die auf ihn gefallene Wahl zum Ab-geordneten des Amtes Schwetzingen annchmen konnte. Gebleichten Hauptes, aber durchden Umschwung der Zeit gleichsam verjüngt, nahm er an de» wichtigen und lange dauern-den Verhandlungen dieses Landtags den lebhaftesten Antheil und gehörte seitdem auf allenLandtagen zu den Candidaten, welche die Kammer zur Präsidentenwürde vorschlug. Inder Budgetcommission, zu deren Präsidenten er seit 1839 jederzeit gewählt wurde, suchteer mit Kraft und Einsicht in allen Zweigen des Staatshaushalts vernünftige Ersparnisseund Ordnung herbeizuführen, wie es seine desfallsigen umfassenden und belehrenden Be-richte zeigen. Mit eigenthümlicher Gewandtheit brachte er die hannov. Verfassungsange-legenheiten zuerst in einer deutschen Ständeversammlung zur Sprache, was bald in allendeutschen Kammern übereinstimmenden Anklang fand. Das Verlangen nach einer Amne-stie für die politischen Flüchtlinge in Baden, die Bitte um Wiedereinsetzung der Professo-ren Rotteck und Welcker, der Kampf für die freie Presse und für Einführung des Ge-schworenengerichts, die Opposition gegen die ministeriellen Wahlrescripte und gegen dieUrlaubsverweigerung u. s. w. fanden an ihm den wärmsten, nachhaltigsten und entschieden-sten Vertreter. Er ist vielleicht das größte parlamentarische Talent in Deutschland, unterden Vordersten in den Reihen des Liberalismus, jedoch mit Vorliebe bei den Gegenständenweilend, die praktischer und dem Volke verständlicher Natur sind, und dabei vom edelstenPolitischen Charakter. Darum ist er auch nicht blos in Baden und dessen nähern Umge-bung hochgeehrt und gefeiert, sondern Einer der Wenigen, auf die das gesammte deutscheVaterland stolz zu sein ein Recht hat.

Jvlza, im Alterthume LV»8»8, eine der Pythiusischen Inseln, zur span. ProvinzMallorca gehörig, mit einem Flächenraume von 8'/i mM., ist gebirgig, waldig, gut be-wässert und fruchtbar an Öl, Wein und Südfrüchten. Die Einwohner, etwa 29,900 ander Zahl, wahrscheinlich von Phöniziern herstammend, welche von Karthago aus sich im8- Jahrh. v. Ehr. daselbst ansicdelten, sprechen einen eigenen Dialekt, treiben Fischereiund Schifffahrt und bereiten viel Seesalz. Den Karthagern wurde die Insel von den Rö-mern abgenommen; später setzten sich die Mauren darauf fest, bis sie 1233 durch KönigJakobi, von Aragon vertrieben wurden.- Die gleichnamige Hauptstadt der Insel mit3099 E. und einer Kathedrale ist befestigt und hat eine» Seehafen.

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