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ein Monopol für ihn, und um nur einigermaßen den von allen Seiten cinlaufendcn Bestel-lungen zu genügen, hatte er zugleich vier bis fünf Ateliers. Übrigens war er nicht bloS imPortrait thätig; als Cabincks- und Ccremoiiieninaler des Kaisers und als Direktor derDccorationen der Oper und der Hoffeste malte er auch militairische Aufzüge und Feierlich-keiten, sowie treffliche Architekturbilder und Landschaften. Selbst Porzellanmalerei übteer; auch hat er manche Blätter selbst lithographirt. Sein Verdienst gestattete ihm, sich ei-nen Palast mit fürstlicher Pracht cinzurichlen. Namentlich gewann er viel Geld mit demPrachtwerk über die Krönung Napolcon's und mit Darstellungen mehrer anderer Mo-mente aus dem Leben des Kaisers. Nach der Restauration wurde er Hofmaler Lud-wig's XVIII., was er auch gegenwärtig bei Ludwig Philipp noch ist. Seine Portraits deSKaisers sind die ähnlichsten, da er, in der Umgebung desselben lebend, ihn beständig beobach-ten konnte. Übrigens hat er nicht nur alle Glieder der jüngern und der altern Linie derBourbonen, sondern auch fast alle curop. Monarchen gemalt. Unter seinen Landschaftenist „I.a barque" die berühmteste, und unter seinen Architekturbildern die Treppe des Louvreeine der meisterhaftesten Aquarellen. — Sein Sohn, Eugene I-, genießt als Marinema-ler einen großen Ruf. Die einfache Naturwahrhcit in seinen Bildern steht in einem wohl-khätigen Gegensatz zu der Effekthascherei einigersciner Schulgcnossen. Der Feldzug in Afrikaim I. 1830, welchem er als Marinemaler beiwohnte, gab ihm Stoff zu einigen seiner vor-züglichsten Sccbilder, auch das Schmugglerleben hat er in trefflichen Ecnrestücken ge-schildert. Seine Technik ist fein und durchdacht, und der Ton seiner Bilder fast sprüch-wörtlich berühmt.
Jsagöge, d. i. Einleitung, nennt man gewöhnlich denJnbegriffvonVorkenntniffen,die zu dem Studium eines größer» wissenschaftlichen Ganzen nöthig sind. Der ältere Sprach-gebrauch bezeichnet! damit häufig Das, was wir jetzt die Darstellung einer Wissenschaftnennen, jedoch mit besonderer Rücksicht auf das Bedürfniß der Lernenden.
Jfambert (Frank. Andre), historischer Rechtsgelchrtcr, Praktiker und Deputirter,gcb. zu Aunay im Departement der Eure und Loire am 30. Nov. 1792, ein Zögling desGrafen Lanjuinais, wurde >818 Advocat und nach der Zulirevolution Rath am Cassr-tionshofe. In der Kammer hielt er sich stets zur liberalen Opposition. Positiv hat er be-sonders als Bevollmächtigter der Colonien gewirkt, für die er unter der Restauration be-deutende legislative und administrative Verbesserungen hervorrief. Weniger richtet er durchseine alljährlich wiederkehrenden Reden gegen die katholische Kirche und den KleruS aus..Als Advocat beim Cassationshofe fand I. vielfache Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Be-rühmt sind seine „dlemoires ;><mr len gLtt» cktz cmileur" (Par. l 824), worin er mehre Mu-latten von Martinique ge-cn die Verfolgungen der Colonialbchörden vertheidigte, undhöchst interessant seine „klaicko^ers, ckisssrtatüm, et memoire» ckans <Ie» cause» celbdrss6e la restauration" (3 Bde., Par. >831). Als historischer Jurist hat er sich durch sein„kecueil general cke» aucieimes luis tranh. ckepuis I'origme <Ie la monarckne jusqu'aüouis XIV" (18 Bde., Par. 1822 — 29), das von Dccrusy, Taillandier und Jourdan fort-gesetzt wurde, ein großes Verdienst erworben. Seine „OoIIectious cke» lois cke 1814 a 1828"und sein ,,'Vraite zur la voirie" (3 Bde., Par. 1825 — 30) haben mehr einen praktischenZweck. Außerdem hat er noch eine Menge kleinerer Arbeiten geliefert, von denen wir nurseine „Recbercbes bistorique» sur le Systeme electoral lranq." (Par. 1830) erwähnen.Er war einer der Gründer der „Oarette Oes tribunaux" und nimmt lebhaften Antheil ander von Wolowfki gestifteten „Revue <ie legislation et cke )uri»z>ruckeuce".
Isar, ein reißender Bcrgstrom, der im nördlichen Tirol entspringt, nach Baiern hin-abstürzt, wo er viele Inseln bildet, an München vorübcrflicßt und, nachdem er eine Anzahlkleinerer Nebenflüsse in sich ausgenommen, sich bei Deggendorf in die Donau ergießt. Nachihm ist das Jsarmoo s, eine 7 V, M. lange und )) M. breite Haidcstrecke zwischen Jsar-cck und der Donau, benannt. Der nach ihm benannte Isar kreis heißt jetzt Oberbaiern.
Jsaure (Cle'mence), die Wiederhcrstellerin der 3 LUX IIorau X (s. d.) zu Toulouse,geb. 1464 aus dem väterlichen Schlosse in der Nähe von Toulouse, verlor ihren Vater Lu-dovicI., der im Kampfe fiel, schon in ihrem fünften Jahre. Von ihrer Mutter dem Klo-ster geweiht, zeigte sic von Jugend auf entschiedene Vorliebe für Musik, Dichtkunst und