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7 (1846) Heim bis Juwelen
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490
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4U0 Irland (Geschichte)

Die bürgerlichen Angelegenheiten des Landes wurden fortan von einer engl. CommissionVerwalter. Da aber bei allem Wüchen die katholischen Iren zahlreich blieben und ihrenGlauben nicht aufgaben, so beschloß Cromwell, das ganze, zum Thcil in den Wäldern uni»Sümpfen versteckte Volk nach den westind. Inseln zu deportiren, was sich jedoch als un-möglich erwies. Der Protector erließ hierauf den Befehl, die sämmtlichen Iren von ihremGrund und Boden nach der westlichen Insel, in das frühere Königreich Connaught, zu drän-gen und unter Aufsicht der protestantischen Bevölkerung in die festen Städte cinzuschließen.Bei aller Barbarei, die man anwendetc, konnte auch dieser Plan nur theilweisc ausgcführtwerden. Das urbare Land, das dessenungeachtet frei wurde, erhielten Soldaten und engl.Kolonisten, während Hunderttausende von Eingeborenen umherirrten und in den Morä-sten durch Hunger und Frost umkamen.

Die Restauration des Königthums änderte im Ganzen die unglückliche Lage der ka-tholischen Iren wenig. Karl II. (s-d.) stellte zwar die Religionsvcrfolgung ein, aberdie Protestanten behielten die den Eingeborenen entrissenen Güter. Nur einige Iren, dienoch vermögend genug waren, einen weitläufigen Rechtsstreit zu beginnen, gewannen aufdiesem Wege ihren Grundbesitz wieder. Die katholische Reaction, welche mit der Thron-besteigung I akob's II. (s. d.) begann, erregte unter den Iren große Freude. NachdemJakob die Krone verloren, erschien er zu Anfänge des 1.1689 mit einem franz. Corps von5999 M. in I. Die Katholiken strömten ihm scharenweise zu; bald war sein Heer auf38999 M. angewachsen, und die engl. Truppen verloren alle Plätze bis auf Londonderryund Jnniskilling. Gegen 2199 protestantische Grundbesitzer mußten dabei ihre Güter denKatholiken abtreten. Doch im Frühjahre 1690 landete König Wilhelm III. (s. d.) miteinem bedeutenden Corps und schlug das katholische Heer entscheidend am I. Julian»Boynefluffemnweit Drogheda und am 13. Juli 1691 bei Aughrim. Der Aufstand warhiermit zu Ende und die Insel der neuen Dynastie fast ganz unterworfen. Im Aug über-lieferten die Katholiken ihren letzten Platz, Limerick, wobei mit dem engl. General Kinkelein Vertrag zu Stande kam, nach welchem die katholischen Iren freie Religionsübung, wiedieselbe unter Karl II. bestanden, erhalten sollten. Über > 2999 Irländer, die für Jakob ge-kämpft hatten, gingen in freiwillige Verbannung. Durch einen Beschluß des engl. Parla-ments wurden jetzt nochmals 1,969,999 Morgen Landes consiscirt und an Protestanten ver-theilt. In den Städten aber bildeten die Protestanten zur Aufrechthaltung des dynasti-schenJnteresses sogenannte OranischeGesellschaften(s. Orangcmen), die mit fanatischemEifer die katholische Bevölkerung verfolgten und bedrückten. Um jede Regung des katholi-schen und nationalen Elements niederzuhalten, wurden überdies barbarische Strafgesetzegegen den Katholicismus, die sogenannten?ensl laws, eingeführt. Nach diesen Gesehenmußten die höhern kirchlichen Würdenträger die Insel verlassen; niedere Priester durftennicht aus ihren Grafschaften weichen; der katholische Unterricht war gleich den öffentlichenZeichen des Cultus verboten; kein Katholik konnte ein öffentliches Amt bekleiden, Grund-eigcnthum erwerben, eine Ehe mit Protestanten eingehen, frei testiren u. s. w. Eine beson-dere Verfügung gebot sogar den Katholiken, nur Pferde im Werthe von fünf Pf St. zureiten; im Übertretungsfalle hatte jeder Protestant das Recht, dem Eigenthümer dasPftrdfür fünf Pf. abzunehmen. Obschon diese Gesetze von den protestantischen Beamten nichtimmer streng gehandhabt wurden, so nährten sie doch Kittern Haß und feuerten zu verzwei-felten Befreiungsentwürfen an. Aus Furcht vor diesen Regungen suchte das engl. Par-lament endlich die Quellen des irländ. Nationalreichthums, der sich besonders in der Woll-manufactur zu entwickeln begann, zu unterdrücken. Alle irländ. Natur- und Kunsterzeug-nisse wurden mit so starken Ausgangszöllen belegt, daß die Maßregel dem Verbote gleich-kam. Schon seit 1695 hatte das irländ. Parlament die Aufhebung der Poyningsacte,mithin seine legislative Unabhängigkeit, verlangt. Dieser Anspruch wurde 1719 unter derRegierung Georg's I. (s. d.) vom brit. Parlament zurückgewiesen, die Gültigkeit derActe erneuert und 1727 den irländ. Katholiken sogar das Stimmrecht bei Parlaments-Wahlen genommen. Mehr als drei Jahrzehnde verharrten nun die Irländer in dumpferUnterwerfung. Als sich ihre Hoffnungen bei dem Aufstande der Jakobiten (s d.) mSchottland vom 1.1715 belebten, fand sich die Negierung zu Milderungen geneigt, kehr-e