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7 (1846) Heim bis Juwelen
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l Irland (Geschichte) 489

:r freie Bürger. Ein irisches Nationalparlament, das sich 16 l 5 zum ersten Male versam-

n ^ melte und dem also auch irische Große beiwohnten, mußte diese Verordnungen bestätigen.

Unter den 25 Lords jedoch, die mit 25 protestantischen Bischöfen das Oberhaus bildeten,>e befanden sich sehr wenige Katholiken, und von den 226 Mitgliedern des Unterhauses waren

l. 125 Protestanten. Überdies blieben die Katholiken, zufolge des Supremateides, der den

>e König als kirchliches Oberhaupt bezeichnet«:, von allen öffentlichen Ämtern ausgeschlossen.

I. Der Papst hingegen ermunterte die Eideswcigerer (recnsants) zur Standhaftigkeit und

l. ! führte, neben der protestantischen Kirche, eine neue katholische Hierarchie über die ganze

l> Znsel ein. Zu diesem kirchlichen Zwiespalt, der hierdurch wieder eine feste Stühe erhielt:s und der von den im Auslande gebildeten Priestern auf das heftigste unterhalten wurde,,d , gesellte sich während der Negierung Karl's I. noch das politische Zerwürfniß. Unter den

n s engl. Ansiedlern gewannen die religiösen und politischen Grundsähe der Puritaner (s.d.)

er täglich mehr Anhänger und richteten sich gegen das Königthum überhaupt. Die Iren aber

,t empörte die Härte, womit der Statthalter Strasford (s. d.) das nationale Element di-es handelte, indem er unter mancherlei Vorwänden die Confiscationen fortsehte, ja sogar die

g. ganze Provinz Connanght in königliches Eigenthum zu verwandeln suchte. Da entschlos-

ie sen sich die Iren, die Verwickelungen des Königs mit Schottland und England zu nützen

S, und das brit. Joch mit Gewalt abzuwerfen. Zudem bestand das zahlreiche, gegen die

!> Schotten zusammengezogene Heer der Insel fast ganz aus eingeborenen Irländern. Ein

ü gewisser Roger More, aus altirischer Familie, entwarf zuerst den Plan zum Aufstande,

r< über dessen Ausführung er mit Lord Maguire und dem Ritter O'Ncale, die beide Nach-

e, kommen alter Stammhäuptlinge waren, in Unterhandlung trat. Bald verbreitete sich un-

> ter den irischen Familienhäuptern eine Verschwörung, von der die engl. Protestanten nichts

ke ahmten. Am 23. Oct. 1641 griff O'Ncale in der Provinz Ulster zu den Waffen, deren

n Bevölkerung zum Theil heimatlos in den Wäldern und Morästen umherirrte. Der Plan

ch ! an sich war auf eine politische Revolution, aber keinen Religionskrieg gerichtet. Allein die

k- 1 fanatische Priesterschaft riß das Volk zu einem fürchterlichen Morden hin, sodaß in wem-

:d gen Tagen auf verschiedenen Punkten der Insel 40—50000 protestantische Engländer

>< gemordet wurden und noch mehr auf der Flucht umkamen. Diese Blutthat wurde von den

I Engländern dem bedrängten Könige zur Last gelegt und übte auf den Gang der beginnen-

den Staatsumwälzung einen wesentlichen Einfluß. Karl I. mußte die Bestrafung der in-le schm Rebellen dem engl. Parlamente anheimstellen, das sogleich zur Ausrüstung eines0 Heers 2,500000 Morgen irischen Grund und Bodens confiscirte. Der Nachezug jedoch!< j unterblieb, weil der Kampf des Parlaments gegen die königliche Macht selbst begann,

ke j Der Marquis von Ormond suchte als königlicher Statthalter während des Bürgerkriegs

i. ! die Sache seines Herrn in I. aufrecht zu erhalten und schloß 1646 unter Zusicherung von

d Amnestie und Religionsduldung mit den katholischen Iren einen Frieden, in welchem die

ß letztem dem Könige Karl I. ein Hülfscorps von >0000 M. versprachen. Der päpstliche

n Nuntius Rinuccini wirkte zwar diesem Bündnisse entgegen, sodaß Ormond I. verlassen

l- und die festen Plätze den Parlamentstruppen ausliefern mußte; allein nach Vertreibung

des Nuntius erneuerten die Iren ihren Vertrag und Ormond bildete ein bedeutendes Heern von Eingeborenen, mit dem er den Parlamentstruppen manchen Abbruch that. Nach derr ' Hinrichtung Karl's l. standen die katholischen Iren im Begriff, auf Ormond's Betrieb den

!- Prinzen von Wales als Karl II. (s. d.) zum Könige anzunchmen. Das republikanischer , Parlament ernannte darum Cromwell zum Lordlieutenant von I., der am 15. Aug. 1749

^ w I. mit einem bedeutenden Heere landete, das mit seinem Führer im politischen und reli-

o giösen Fanatismus wetteiferte. Cromwell nahm ohne Verzug die Städte Drogheoa und

) Wexford mit Sturm und ließ die Bevölkerung ohne Unterschied niederhauen. Die Iren

e ^ wurden dadurch von solchem Schrecken ergriffen, daß sie meist ihre festen Plätze freiwilligr cmfgaben und in die Moräste entflohen. Binnen neun Monaten hatte Cromwell unter

i , Blutvergießen fast die ganze Insel unterworfen, worauf er den Oberbefehl seinem Schwie-

- ' Sfrsohn Jreton (s.d.) überließ, der das auf die völlige Ausrottung der Katholiken ge-

i richtete Blutwerk fortsehte. An 40000 waffenfähige Iren, die ihren Unterdrückern hätten

c ^jährlich werden können, mußten dieJnsel verlassen und traten in span, und franz. Dienste.