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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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485
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Irland (Geogr. u. Statist.) 485

meist mit Kartoffeln gemästet. Die Bienenzucht ist gegenwärtig im Verfall. Die Leinwebe-iei, die Stapelmanufactur J.s, wurde im 17. Jahrh. von dem Grafen von Strafford ge-gründet, welcher Leinsamen aus Holland einführte und Spinner und Weber aus den Nie-derlanden und Frankreich kommen ließ. Der Lcinwandhandel, der schon um >670 ge-gründet war, erhielt zu Anfänge des 18. Jahrh. Begünstigung von dem Parlament. DieCambrikmanufactur wurde 1737 eingeführt. Bis zu Anfänge des 10. Jahrh. spann manden Flachs fast ausschlicßend mit der Hand, und auch jetzt werden Maschinen noch nichtallgemein gebraucht, weil bei dem geringen Arbeitslöhne das Handgespinnst wohlfeiler istals das Maschinengarn in England. Die Leinwandmanufactur blüht vorzüglich in Ulsterund in einigen Grafschaften von Connaught. Die meisten Bleichen sind in den Grafschaf-ten Fermanagh und Sligo. Damastfabrikation wird besonders zu Lisburn in Ulster berrie-! den. Die Baumwollenmanufactur ist neuern Ursprungs. Die erste Wasserspinnmühlewurde 1784 angelegt, doch schon zu Anfänge des >9. Jahrh. war die Manufactür weitverbreitet. Ihr Hauptsitz ist Belfast. Die Wollmanufactur ist nicht von Bedeutung, ob-gleich die früher durch Englands Eifersucht aufgelegten Beschränkungen seit der Unionaufgehört haben. Die Branntweinbrennerei ist sehr ansehnlich, und auch die Bierbrauereiwird immer allgemeiner. Der Handel hat im 19. Jahrh. zugenommen. Während I. ausGroßbritannien vorzüglich Eisen und Eisenwaaren, Taback, Indigo, Baumwolle, Farbe-, sioffe, Zucker, Kaffee, Bier, Hüte und Kattun bezieht, führt es Häute, Fleisch, Rindvieh,i Butter, Branntwein, Garn und Salz dahin. Bedeutend ist der Verkehr mit Frankreichl und Nordamerika, wohin I. einen ansehnlichen Absatz für seine Leinwand hat.

DieVolksmenge betrug 1695 nach der ersten genauer» Bevölkcrungsangabe 1,034162;N31 schon 2,010221 und gegenwärtig gegen 7,800000. Ein großer Theil der Bewoh-neristarm. Die in den Leinwandmanufacturen in Ulster beschäftigten Arbeiter sind ineiner günstigem Lage. Tagelöhner und selbst kleine Pachter leben in Unwissenheit undElend; die geringem Landleute wohnen in armseligen Lehmhütten, die oft ohne Fensterund Schornstein sind, und bauen auf ihrem kleinen Acker Kartoffeln, Hafer und Flachs.Auch unter Druck und Noth aber zeigt sich der Charakter, wodurch sich der Irländer vordem Engländer auszeichnet, seine Lebhaftigkeit, seine größere geistige Empfänglichkeit, seineNeigung zur Geselligkeit, aber auch seine geringere Festigkeit und Selbstbeherrschung. Inkirchlicher Beziehung ist das Land in die vier Provinzen Armagh, Dublin, Cashel undTuam getheilt, deren jeder ein Erzbischof von der herrschenden engl. Kirche vorsteht undunter denen 18 Suffraganbischöfe stehen. Die Erzbisthümer und die BiSthümcr sind mitmehr als einer Mill. Morgen Landes ausgestattet, und die Einkünfte der gesammten Geist-lichkeit der bischöflichen Kirche werden auf l'/» Mill. Pf. St. berechnet. Es gibt überhauptNW Geistliche in der bischöflichen Kirche, deren Mitglieder man zu höchstens 500000rechnet. Die Katholiken bilden drei Viertel.der Volksmenge. In dem nördlichen und nord-östlichen Theile von Ulster sind die Presbyterianer zahlreicher als die bischöfliche Kirche.Die Katholiken sind am zahlreichsten in Connaught, Munster und im nordwestlichen Ul-ster. Der drückendste Theil der den bischöflichen Geistlichen zugewiesenen Einkünfte sindfür die Anhänger anderer Elaubensparteien die Zehnten, welche der größte Theil des Bo-dens entrichten muß, und auf diese Weise haben Katholiken und Presbyterianer nicht nurdie bischöflichen Pfarrer, deren Sprengel» sie zugetheilt sind, sondern auch ihre eigenenGeistlichen zu erhalten. Die katholische Kirche steht unter einem Erzbischöfe und mehrenBischöfen. Die Zahl der katholischen Geistlichen beläuft sich aus 2000, die der preshyteria-mschen auf 240, wozu noch 145 von andern Elaubensparteien kommen. Für die Erzie-hung des Volks fehlt es noch an hinlänglichen Anstalten, obgleich man die schon unter Ja-kob II. errichteten Freischulen seitdem vermehrt hat, da die Zwietracht und Eifersucht zwi-schen Protestanten und Katholiken vielen Verbesserungsvcrsuchen im Wege stehen. Eine«it reichen Mitteln versehene Universität hat I. zu Dublin und eine von dem Staate er-haltene katholische höhere Lehranstalt zu Maynooth. Ter Unterricht in den Elementar-schulen wird noch häufig von wandernden Lehrern besorgt. An der Spitze der vollziehen-den Gewalt steht der in Dublin wohnende Statthalter (Lordlieutenant), dessen erster Se-ttetair die Verwalkungsgeschäfte führt. Er steht unter dem brit. Ministerium, dem auch