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Irland (Geogr. u. Statist.)
tcrford. Die bedeutendsten Städte, außer der Hauptstadt Dublin (s. d.), sind Cork, N>mcrick, Belfast, Sligo, Galway, Waterford und Kilkenny. Fast alle ansehnlichen Stadt!haben eine Verbindung mit dem Meere. Die Provinz Leinster hat im Verhältnisse;»ihrem Flächenraume die meisten Kirchspiele, weil sie zuerst von den Engländern angebainwurde und daher die bedeutendste Zunahme der Bevölkerung erfuhr. Das Besitzrecht faßalles LandeigenthumS in I. beruht auf Schenkungen, meist arischer Regierungszeit Hein-rich's VIII., der Königin Elisabeth, Cromwell's und Wilhelm's Ill-z nur in Eonnaughtgibt es noch einige Familien, die ihren Besitz auf altes Erbrecht gründen. Die Besitzestdes LandeigenthumS ist verschieden von der in England üblichen. Gutsherrliche-Rechte,die zum Theil noch in England bestehen, gibt es in I. nicht. Die Grundherren bezieh!»häufig nur geringen Zins, weil in früher« Zeiten sehr lange Pachtungen, auf ewige Zeit!»oder 999 Jahre, üblich waren. Es gibt wenig kleine Grundeigenthümer, und die Zahl derFreisassen (sreekvlckers) beträgt nicht viel über 59099, worunter 2990V mit einem jähr-lichen Bodenertrag von 19 Pf. St., I V99V mit doppelt so vielen Einkünften und etira29999 mit 59 Pf. St. sich befinden. Sie haben zusammen höchstens IV- Mill. Morgen.Der übrige Theil des auf beinahe 20 Mill. Morgen geschätzten Bodens des ganzen Lan-des ist in den Händen der Geistlichkeit und großer Gutsherren, deren mehre gegen 5NM>Morgen besitzen. Einen nachtheiligen Einstuß auf den Culturzustand hat das dem Land!cigenthümliche Vcrhältniß der sogenannten Mittelleute (mickcllemen), die von dem Eigen-thümer Land pachten und es wieder an den anbauenden Inhaber verpachten, sodaß zuwei-len mehre Pachter und Asterpachter zwischen dem Grundherrn und dem Anbauer stehe».Der Inhaber hes Landes ist verantwortlich nicht blos für den Zins, den er seinem unmit-telbaren Verpachter zu bezahlen hat, sondern hat auch die Verbindlichkeiten zu vertreten,die jeder Pachter gegen seinen Verpachter und der ursprüngliche Pachter gegen denGrund-cigenthümer hat. Die Afterpachter haben jedoch gar keine Sicherheit gegen den Erund-rigenthümer, und wenn mit dem Hauptpachter eine Veränderung stattfindet, werden siesogleich weggetrieben. Dieses System ging aus der Armuth der irischen Pachter hervorund muß nothwendig dazu beitragen, die Armuth zu vermehren. Die landwirthschafilich!Betriebsamkeit, die in drei Elasten, Ackerbau, Milchwirthschaft und Viehzucht zerfällt,steht nicht so hoch als in England und Schottland; doch hat sich der Ackerbau in der neue-sten Zeit etwas gehoben, und es wird jetzt mehr Getreide als früher ausgeführt. Das Auf-kommen des Ackerbaus hindern, außer den kleinen Unterabthcilungcn des Eigenthums,das in den Dorfschaften des westlichen J.s übliche System gemeinschaftlicher Bearbeitungdes Bodens, die vielen kleinen Pachter in Ulster, die zugleich dem Manufatturbetritbrsich widmen, und die bedeutenden, zu Weideland und Milchwirthschaft bestimmtenTheile des Landeigenthums in andern Gegenden des Landes. In den Grafschaften TiV-pcrary, King's und Queen's county, Wexford, Wicklow, Kilkenny, Kildare, Meakh undLouth ist der Ackerbau an Mannichfaltigkeit der Gegenstände der Cultur und durch Ein-führung des Fruchtwechsels am meisten vorgeschritten. Unter den Getreidearten wird ammeisten Hafer, Weizen aber noch wenig gebaut, auch ist er nicht so fein als der englische.Die reichlich angebaute, überall fortkommende Kartoffel ist von vorzüglicher Güte und ne-ben Hafer die Hauptnahrung des Volks. Flachs wird fast überall gebaut, Hanf wenig-Der Wiesenbau ist noch vernachlässigt. Die Milchwirthschaft wird in mehren Gegendender Provinzen Leinster, Eonnaught und Munster betrieben, im südlichen I. nach dem engl.System der Milchpachtungen gegen einen bestimmten Zins für jede Kuh und das für jedebestimmte Land. Es wird nur Butter gewonnen, wovon die beste nach England geht. DuViehzucht ist nicht mit dem Ackerbau verbunden, wie in England; auch gibt es nicht, wuim schot. Hochlande, große dazu bestimmte Bezirke. Vieh zur Mast wird besonders in eini-gen Theilen von Leinster und Munster gezogen. Der ursprüngliche irische Rindviehstamwist fast ausgestorben, und der jetzt einheimische aus England eingeführt. Die Schafzuchttreibt man besonders in einigen Theilen von Eonnaught und Munster. Das einheimischeSchaf, das ein haariges Vließ hat, ist nicht mehr häufig und durch Kreuzen mit dem eng -Stamme ein anderer langwolliger entstanden. Die irischen Pferde find stark und sicher-Ziegen sind häufig in Gebirgsgegenden. Schweine werden besonders von den Milchwwthen
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