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Zrland (Geogr. u. Statist.) 483
geln, die nur selten zu hohen Bergrücken ansteigcn. Die ausgedehnteste Ebene zieht sichdurch die Mitte des Landes von einem Meere zum ander». Der gebirgigste Theil der In-sel ist die westliche Hälfte, aber auch hier bilden die Berge mehr einzelne Gruppen als großezusammenhängende Ketten. Die bedeutendsten Gebirge, jedoch nicht viel über 3666 F.hoch, sind auf der westlichen Halbinsel Connaught der Nephrit und Croagh-Patrick, in demnordwestlichen Theile der Insel die Longfieldberge und im südwestlichen der Mangerton,Mac-Gillicuddy und Sleevebogher. Der ansehnlichste Fluß ist der Shannon, überhaupteiner der bedeutendsten der brit. Inseln, der einen großen Theil Z.s von Norden nach We-sten durchströmt. Von den übrigen Flüssen sind der Bandon, Lee, Blackwater, Sure, Liffy,Boyne und Bann zw erwähnen. Unter den zahlreichen Süßwasserseen sind die bedeutend-sten der aus zwei verbundenen Wasserbecken bestehende, gegen fünf Meilen lange Lough-Erne in dem nordwestlichen Theile der Insel, der Lough-Neagh im Nordosten, der Lough-Corrib, die drei Killarneysecn mit reizenden Umgebungen und der Mucroßsee im Süden.Zu den größten Salzwasscrscen, die eigentlich Seearme sind, gehören der Lough-Conneoder die Strangfordbai im Osten, der Lough-Foyle und der Lough-Swilly im Norden.Unter den Kanälen ist derjenige der wichtigste, der die Stadt Dublin mit dem Shannonverbindet. Der Boden der Insel ist im Ganzen fruchtbar, besonders im Mittellande undim Süden. Eine Eigenthümlichkeit sind die ausgedehnten Moore (Kngz), welche die Er-tragsfähigkeit desselben sehr vermindern. Sie sind nicht, wie in England, flach, sondernsteigen zu Hügeln «n, und theile» sich in Grasmoore, die zum Theil im Sommer beweibetwerden, in unzugängliche Sumpfmoore, in seichte, mit Schilf und Rohr bewachsene Seen(bsssoclcx bngs) und Torfmoore. Von den Wäldern, womit das Land vor Zeiten bedecktwar, sieht man nur noch Überreste, da sie seit der Eroberung der Insel durch die Engländerfast überall gelichtet oder verwüstet wurden. Das Klima ist bei den vorherrschenden west-lichen und südwestlichen Winden gemäßigt und die Feuchtigkeit der Atmosphäre für dieFruchtbarkeit des Bodens günstig, der nur seicht auf felsigem Grunde liegt. Die Jahres-zeiten sind unregelmäßiger als in England, aber die Temperatur milder und im ganzenJahre im Durchschnitt höher. Der Regen ist besonders im Winter häufig; Schnee undFrost sind selten dauernd. Das Klima, die Gebirgsgegenden und die Moore begünstigendas Gedeihen mancher eigenthümlichen Pflanzen. Man findet in I. fast alle in Großbri-tannien lebenden Thiere; Frösche und Elstern waren bis zu Anfänge des 18. Jahrh. un-bekannt, und noch gegenwärtig sind Maulwürfe, Kröten und alle Arten von Schlangenauf der Insel nicht heimisch. Das Rothwild wird immer seltener. Die Flüsse und Seensind sehr fischreich, und die Bänke bei Carlingford liefern vorzügliche Austern. AußerGra-nü, der das Grundgebirge der Insel bildet, sind verschiedene Arten von Kalkstein häufig-en vielen Gegenden wird Marmor gebrochen, der schönste bei Kilkenny. Der Basalt, dersich von der Mündung des Carrickfergus bis zum Lough-Foyle und in das Binnenland biszu den Ufern des Lough-Neagh erstreckt, gehört hinsichtlich der Regelmäßigkeit und Man-uichfaltigkeit der Säulenbildung zu den interessantesten geologischen Erscheinungen. Auchsinket man in mehren Gegenden Amethyst, Jaspis und andere edle Steine. GediegenesGold führt ein Bergstrom in der Grafschaft Wicklow. Silber fand man früher häufig indm Bleimincn im nördlichen, westlichen und südlichen I., doch wurden diese reichen Gru-ben im >7. Jahrh. zerstört. Gegenwärtig wird nur in zwei Gruben auf Blei gebaut.Kupfer ist nicht selten; Eisen häufig; jedoch sind von den im 16. und l7. Jahrh. gangba-«n Eisenwerken nur noch wenige übrig. Steinkohlengruben findet man in verschiedenenTheilen des Landes, die ergiebigste und vorzüglichste zu Castle-Coomer in Leinster.
I. wird in vier Provinzen eingetheilt: i) Ulster, die nördlichste, mit den neun Graf-schaften Armagh, Down, Anlrim, Londonderry, Donegal, Tyrone, Fermanagh, Cavanund Monaghan; 2) Leinster, die östlichste, mit den zwölfGrafschaften Louth, Meath, Du-blin, Kildare, Wicklow, Wecford, Kilkenny, Carlow, Queen's county, King's county,Westmeath und Longford; 3) Connaught, die westlichste und kleinste, mit den fünf Graf-schaften Gälway, Mayo, Sligo, Leitrim und Roscommon; und -1) Munster, die südlichstegrößte, mit den sechs Grafschaften Cork, Kerry, Cläre, Limerick, Tipperary und Wa>
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