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Westen aber, vom Pers. Meerbusen bis zum Plateau von Armenien, hat es eine Reihe vonGebirgsketten zur Grenze, welche die Alten im Allgemeinen Zagros nannten, und die jetztdas Gebirge von Kurdistan bilden. Die Mitte des Landes bildet eine große Salzwüste.
Zröland (John), ein bekannter engl. Kunsthändler, war in Shropshire geboren Midin seiner Jugend Uhrmacher. Sein später in London errichteter Kunsthandel brachte ihnmit den berühmten Malern Mortimer und Gainsborough in Verbindung und befreundeteihn mit dem gefeierten Schauspieler Henderson, dessen von ihm selbst beschriebenes Lebenund Briefe er herausgab (Lond. l 7 86). Am bekanntesten wurde er durch seine Erklärungder Hogarth'schen Kupferstiche, „Hoxartii illustrutocl" (2 Bde., Lond. I79l—9:;), dererspäter einen Supplementband (Lond. l 7 98) hinzufügtc, welcherHogarth's Leben und Brief-wechsel, eine Geschichte seiner politischen Streitigkeiten und seine „^»nlz-sis of benutzenthält. Er starb bei Birmingham im Febr. 1809; nach Chalmers aber im Nov. 1808.
Irenaus, einer der berühmtesten christlichen Kirchenlehrer des 2. Jahrh., ein gebo-rener Grieche, in Smyrna der Schüler des Polykarpus, wurde, von den niedern kirchlichenStufen aufsteigend, >77 Bischof von Lyon, wo er 202 starb. Voll glühenden Eifers fürdas Christenthum schrieb er um > 76 n. Chr. eine Widerlegung der verschiedenen gnostischcnParteien, die zwar nur in einer schlechten lat. Übersetzung unter dem Titel „clontra iisers-ticoo" erhalten, aber für die Dogmengeschichte von vieler Wichtigkeit ist. Die beste Ausgabebesorgte Pfaff (Haag l 715). Vgl. Duncker, „Des heil. I. Christologie" (Gott. 1844).
Irene oder Eir-en e, die Friedensgöttin, eine Tochter des Zeus und der Themis,die jüngste der Horen (s. d.), kommt in der altern Mythologie nicht vor. Pausanirs er-wähnt zwei Bilder von ihr im Prytaneum in Athen. In Rom errichtete ihr Vespasianeinen prächtigen Tempel.
Irene, griech. Kaiserin, gleich berühmt durch Geist und Schönheit wie berüchtigtdurch Lasterthaten, geb. in Athen, wurde 769 mit dem nachherigen Kaiser Leo IV. vermählt.Nachdem sie ihren Gemahl im Z. 780 durch Gift getödtet, setzte sie, unterstützt von der Par-tei der Vornehmen, sich und ihren Sohn Konstantin Vl., der erst neun Jahre alt war, aufden kaiserlichen Thron, in dessen Besitz sie sich durch die Hinrichtung der beiden Brüderihres gemordeten Gemahls, welche eine Verschwörung gegen sie angestiftet hatten, befe-stigte. Karl den Großen, der damals das morgenländ. Kaiserthum bedrohte, wußte sie an-fangs durch Versprechungen hinzuhalten; als es aber zum Kampfe kam, wurde ihr Heervon ihm im I. 788 in Calabrien geschlagen. Das Jahr vorher, 787, hatte sie zu Maaeine Kirchenversammlung, die siebente ökumenische, veranstaltet, durch welche der Bilder-dien st (s. d.) wiedereingeführt wurde. Im I. 7 90 gelang es Konstantin, sie von der Re-gierung zu verdrängen und von ihrem verderblichen Einflüsse sich zu befreien. Doch siebenJahre darauf bemächtigte sie sich von neuem des Throns, indem sie ihren Sohn verhaftenund blenden ließ, der bald nachher starb. I. war die erste Frau, die das morgenländ. Kai-serthum beherrschte. Ihr Einzug in Konstantinopel aus einem von Gold und Edelsteinenglänzenden Triumphwagen, ihre Freigebigkeit gegen das Volk, die Freiheit, welche sie allenGefangenen ertheilen ließ, und andere von ihr gebrauchte Kunstgriffe waren jedoch nicht imStande, sie vor den Folgen ihrer Frevel zu sichern. Sie hatte mehre Große verweise» las-sen und, um sich noch sicherer auf dem Throne zu befestigen, den Entschluß gefaßt, Karl denGroßen zu heirathen, als im I. 802 Nicephorus zum Kaiser ausgerufen wurde, der sie aufdie Insel LesboS verwies, wo sie in einem Kloster in I. 803 starb.
Jrkton (Henry), General und einflußreicher Staatsmann während der engl. Staats-umwälzung unter KarlI. (s. d.), stammte aus guter Familie und widmete sich anfangsdem Rechtssache. Beim Ausbruche des Bürgerkriegs bot er seine Dienste der Parlaments-partei an und schwang sich durch Cromwell's Unterstützung, dessen Tochter Brigitte er h«-rathete, bald zum Generalcommissar empor. In der Schlacht von Naseby im I. >64) be-fehligte er den linken Flügel des Parlamentsheers gegen den Prinzen Ruprecht von derPfalz, wobei er geschlagen und gefangen, von Cromwell aber alsbald wieder befreit wurde.(S. Großbr i tan n ie n.) Ebenso charakterstark und klug als fanatisch, gewann er nächstCromwell (s. d.) den mächtigsten Einfluß auf den Gang der Revolution. Beide suchtenplanmäßig das Parlament dem Heere zu unterwerfen und den König, nach dessen Ausm-
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