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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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479
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Jphimedea Iran 479

jucht in seinem Heere und durch Einführung einer neuen Bewaffnung und Taktik aus.Seine großen Feldherrntalentc entwickelte er namentlich bei dem Siege, den er bei Korinthgegen die Spartaver erfocht, und in dem Kampfe der Spartaner gegen Theben, in welchen,er die erobernden Schritte des Epaminondas (s.d.) hemmte und die Hauptstadt Spart«vom Untergänge rettete. Im I. 37-1 v. Chr. wurde er von dem Perserkönige Artaxerxes,als dieser den Empörer Nektanabis in Ägypten bekriegen wollte, über das zahlreiche griech.Söldnerheer gesetzt, verließ aber, da er sich von dem eifersüchtigen Satrapen Pharnabazus inseinen Unternehmungen behindert sah, das Heer heimlich und kehrte nach Athen zurück, umden damals von den Spartanern bedrängten Korcyräern zu Hülfe zu eilen. Als Mensch wußtesich I. durch Treue und Biederkeit die Liebe und Hochachtung seiner Mitbürger bis in seinesväkesten Lebenstage zu erhalten; nur einmal wurde er im Bundesgenoffenkriege zugleichmit Timotheus (s. d.) in Anklagestand versetzt, vomGerichte jedoch völlig freigesprochen.Außerdem zeugt von seinem edeln Charakter der wahrhaft väterliche Schutz, den er nachdem Tode des Macedoniers Amyntas, des Großvaters Älexander des Großen, der Eury-dice, der Gattin des Erster,,, nebst ihren Kindern angedcihen ließ. Sein Leben ist von Cor-nelius Nepos in einen, kurzen Abrisse, ausführlich in neuester Zeit von Nehdanh in „VitsoIxincrstis, Oliskrise, '1'imotkei" (Berl. 18-15) beschrieben worden.

Jphimedka, die Tochter des Triops, Gemahlin des Alceus, und von Poseidon Mut-ter des Olos und Ephialtes, wurde nebst ihrer Tochter von thrazischen Seeräubern ent-führt, aber von ihren Söhnen wieder befreit. Ihr Grab zu Anthedon erwähnt PausaniaS.

Zpsära oder Psara, eine kleine felsige Insel im Ägeischen Meere, westlich nichtweit von Saki oder Chios gelegen, und zum türk. Sandschak Saki gehörig, zählte vor demgriech. Befreiungskriege mehr als 20000 durch Handel und Schiffahrt wohlhabende Be-wohner und bildete während desselben nebst Hydra die griech. Hauptseemacht, wurde aberungeachtet ihres tapfer,, Widerstands am 3. Juli >824 von den Türken erobert, gräßlichverwüstet und entvölkert. Die gleichnamige Hauptstadt hat jetzt ungefähr 500 E., die sichdurch Fischfang nähren, auch auf Seeräuberei ausgehen.

Jpsus oder HipsuS, eine Stadt in der kleinasiat. Landschaft Eroßphrygien, ist histo-risch merkwürdig durch die Schlacht im J. 30l v. Chr., in der AntigonuS (s. d.) von Se-leukus Nikator gänzlich geschlagen und mit dem Leben zugleich seines Reichs verlustig wurde.

Irak Adschöini, die größte Provinz Persiens, mit mehr als 4400 OM. und unge-fähr 2/2 Mill. Menschen, zwischen Aserbeidschan, Ghilan und Masanderan im Norden,Kurdistan im Westen, Luristan und Farsistan im Süden und der großen Salzwüste imOsten, entspricht dem alten Medien (s. d.) und ist zum Theil gebirgig, aber größtentheilsfruchtbar und zum Theil ziemlick gut bewässert und angebaut, gegen früher jedoch außer-ordentlich in Betreff ihrer Volksmenge wie ihres Wohlstands und ihrer Bebauung gesun-ken. Eine Menge Städte und Dörfer liegt ganz oder zum Theil in Trümmern, alle übri-gen sind im Verfall. Die bedeutendsten Städte sind ISpahan (s. d.) und Teheran (s.d.).

Irak Aräbi, das alte Babylonien (s. d.)^ die südöstlichste Provinz des türk.Reichs, zwischen Persien, Mesopotamien, der syr. Wüste, Arabien und dem Pers. Meerbu-sen, bildet eine weite Ebene am untern Euvhrat und Tigris, welche sich hier vereinigen undunter dem Namen Schat-el-Arab in den Pers. Meerbusen münden. Das Land ist westlichdom Euphrat Sandwüste, sonst aber, und besonders an den Flußufern, fruchtbar, doch nurwenig angebaut und deshalb ungesund; anders war es im Alterthume und selbst noch zumTheil im Mittelalter, wo es zu den Wohlbebautesten Ländern gehörte. Bergöl, Datteln,Kameele, Büffel und Schafe sind die Hauptproducte des Landes, dessen Einwohner, meist«ab. Stammes, theils in schlecht gebauten Dörfern, häufiger aber noch als Nomadenleben. Die wichtigsten Städte sind Bagdad (s. d.) und Bassora (s. d.).

Iran heißt im Allgemeinen, im Gegensätze zu Turan (s.d.), dem türk. Niederlande,^ große Tafelland Asiens, das sich in einer Mittlern Höhe von 3500—4000 F. von denEebirgsketten des Hindukusch, des nördlichen Khorasan und des Elbrus bis an den Pers.Meerbusen und das Pers.-indische Meer im Süden erstreckt und im Osten aus Afghani-sian (s. d.) und Belud sch ist an (s. d.), im Westen aber aus dem eigentlichen Persien(s- d.) besteht. Im Osten ist der Abfall dieses Tafellandes gegen den JnduS sehr jäh, im