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7 (1846) Heim bis Juwelen
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476
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476 Jonikus Ionische Inseln

die Dichtkunst zunächst durch Homer gleich der Philosophie, welche eine eigene, die soge-nannte Ionische Schule (s. d.) umfaßte, die Malerkunst durch Apelles undParrhasios,die Geschichtschreibung durch Herodot begonnen und ausgebildct, sowie in der Baukunst dieionische Säuless. Sänlenordnung) durch Schlankheit und schöne Verzierung be-liebt war. Vgl. nächst Nich. Chandler's „äonian antiguities" (2 Bde-, Lond. 1769—97,Fol.), besonders Leake, „Daur in ^«i-c »,,«<»-" (Lond. 1824); „Alterthümer von Zonien",herausgegeben von der Gesellschaft der Dilettanti zu London, nebst erläuterndem Texte vonWagner (19 Hefte, Lpz. und Darmst. 1826 fg., Fol.); Prokesch von Osten „Denkwür-digkeiten und Erinnerungen aus dem Orient" (3 Bde., Stuttg. 1836) und Hamilton,„kesearcdss in ^sia minor" (2 Bde., Lond. 1842).

Iomkus, s. Rhythmus.

Ionische Inseln nennt man die im Ionischen Meere an der Westküste von Alba jnien und dem Königreich Griechenland gelegenen Inseln Korfu (s. d.), Paxo mit 52»üE. auf l'/4 QM., SantaMaura (s. Leukadia), Kephalonia (s. d.), Zantess.d.),Theaki (s. Jthaka), sowie die Insel Cerigo (s. d.) an der Südspitze des Peloponnes -am Anfänge des Agäischen Meeres, sammt den zu diesen Inseln gehörigen vielen Neben-inselchen. Schon in der Herocnzeit des griech. Alterthums finden wir diese Inseln vonGriechen unter eigenen Stammesfürsten bewohnt, die später republikanischen Verfassun-gen Platz machten. Nach der Blütezeit Griechenlands geriethen sie unter macedon.,und aus dieser unter röm. Herrschaft. Bei der Thcilung des röm. Reichs sielen sie dembyzant. Kaiserthum zu. In den Kriegen der neapolitan. Normannen und der Vene- ,tianer mit diesem Reich wurden sie bald von jenen erobert, bald von diesen wiedergenom-men, bis sie im 15. Jahrh. völlig in die Gewalt der Venetianer kamen, welche sie, mit Be-lastung ihrer weltlichen und geistlichen Verfassung, durch Proveditoren regieren ließen undsie gegen alle Angriffe der Türken siegreich behaupteten. Nach dem Untergang der Repu-blik Venedig im I. 1797 kamen sie an Frankreich, wurden aber schon 1799 von den Russen >

und Türken erobert, worauf sie der russ. Kaiser Paul, durch den Vertrag mit der Pforte fvom 21. Mär; 1899, in eine Republik der Sieben vereinigten Inseln ver- ,wandelte, die unter der Hoheit der Pforte stehen sollte, aber unterheftigen inner» Parteiun-gen und blos von einer russ. Besatzung im Zaume gehalten, nur bis >897 bestand, wosich die Franzosen ihrer bemächtigten. Auch diese vermochten sich nicht im Besitze derselbenzu behaupten; >811 wurden die Inseln von den Engländern beseht, mit Ausnahme vonKorfu, das erst durch den pariser Frieden von 1814 England zufiel. Durch den in Parisam 5. Nov. 1815 zwischen England, Ostreich, Preußen und Rußland abgeschlossenen Ver-trag wurde sie endlich unter dem Titel Vereinigter Staat der ionischen Inselnzu einem freien, besonder« Staat unter dem unmittelbaren und ausschließenden Schutz derbrit- Krone constituirt. Nach diesem Vertrag hat letztere das Besatzungsrecht sammt demOberbefehl über die Truppen des Staats und übt ihre Schutzrechte durch einen Lordobcr-commissar aus, welcher die innere Verwaltung, sowie die gegenseitigen Verhältnisse zwi-schen dem Staat und derSchutzmacht durch eine von einer NationalversammlungberatheneVersammlung reguliren sollte. Diese Verfassung kam, lediglich unter Mitwirkung von elfvornehmen Eingeborenen, am 26.Aug. 1817 wirklich zu Stande, verlieh jedoch der.Schutz-macht eine so große Gewalt, daß diese fast zur unbeschränkten Herrschaft wurde. Immer- 'währender Groll gegen dieselbe war die Folge davon, der, noch vermehrt durch das schroffe,schonungslose Benehmen der meisten der Lordobercommissare und übrigen engl- Beam-ten, sich bald in passivem Widerstand und geheimen Umtrieben, bald in offener Oppositionoder gar in Aufruhr kundgab, zur Zeit des griech. Befreiungskriegs in Flammen aufschlugund selbst jetzt noch unter der Asche glimmt, obschon die engl. Regierung für die materielleWohlfahrt der Inseln durch Anlegung von Landstraßen, Schulen u. s. w. viel gethan hat.

Sämmtliche Inseln, wichtig durch ihre Lage für die Beherrschung der LevantischenMeere, haben einen Flächenraum von fast 52 QM. und sind sämmtlich sehr gebirgig,den Thälern und an denKüsten fruchtbar, aufden kahlen und dürren Bergen, die sssifKephü'lonia bis zu 5399 F. ansteigen, jedoch höchst steril. Sie erfreuen sich eines köstlichen, wennauch im Sommer sehr heißen Klimas, leiden aber durch häufige Orkane und Erdbeben,