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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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475
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nen Sohn zu übergeben. Die Gelegenheit dazu bot sich ihm, alsLuthus wegen seinerKin»Lerlosigkeit das Orakel um Nath fragen ließ. Das Orakel antwortete ihm, er habe bereitseinen Srhn, und Derjenige sei es, der ihm zuerst begegnen würde. Dieses war Apollon'sSohn, den Luthus, der einst bei einem Bacchusfeste zu Delphi ein Mädchen umarmt halte,Inder Meinung, daß derselbe eine Frucht jener Umarmung sei, mit väterlicher Liebe auf.nahm und Jon benannte. Desto unzufriedener aberwar Kreusa mit dem gefundenen Sohne;ihr Haß ging, so weit, daß sie sogar bei dem Gastmahle, welches Luthus in seiner Freudeanstellen ließ, ihn zu vergiften gedachte; I. aber opferte den Giftbecher den Göttern. EineTaube, die von dem ausgegossenen Tranke kostete und gleich darauf starb, entdeckte Kreu-sa's schreckliches Vorhaben. Zur Steinigung verurtheilt, flicht sie zum Altäre, wo Z. imBegriffe ist, sie von demselben wcgzureißen, als eine Priesterin das Kästchen herbeibringt,in welchem Kreusa ihr neugeborenes Kind ausgesetzt hatte. Kreusa erkennt dasselbe und zu-gleich in I. ihren Sohn, dem sie Apollon als seinen Vater nennt. Die Priesterin bekräftigtdiese Aussage und beredet beide, Luthus in dem Glauben zu lassen, daß I. sein wah-rer Sohn sei. Auf diese Sage gründet sich Euripides' Trauerspiel „Jon". I. zeichnetesich sehr bald durch männliche Thaten aus und führte nach der Sage um 1406 v. Chr. eineCvlonie nach dem Peloponnes. Hier erhielt er das Königreich Ägiale, dessen BeherrscherSelinus ihm seine Tochter zur Gemahlin gab und ihn selbst an Kindes Statt annahm.Seiner Gemahlin zu Ehren baute er die Stadt Helice, nach sich selbst nannte er das LandZonien. Von den Athenern im Kriege gegen die Eleusinier zum Anführer gewählt, besiegteer die Thrazier, worauf die Athener ihn als König anerkannten und sich nun ebenfalls Io-nier nannten. Er theilte Attika in vier Stämme (Phylä), die er entweder nach seinen Söh-nen oder nach der Beschäftigung dieserStämme benannte. Mit den Ioniern siedelte er sichum 1050 v. Chr. an die Westküste von Asien über. Einer andern Sage zufolge kehrte erspäter nach Athen zurück und starb daselbst.

Jemen war im Alterthume der blühendste Theil von Vorder- oder Kleinasien, underhielt seinen Namen von denIoniern, einem der vier ältesten Hauptstämme Griechen-lands, welche ihren Ursprung von Jon (s.d.) ableiteten und, nachdem sie vondenAchäern(s. d.) aus dem Peloponnes verdrängt worden waren, nach Attika sich flüchteten, von woaus sie um 1050 v. Chr. großentheils an die Westküste von Asien sich übersiedelten und hierzugleich mit den früher und später dahin eingewanderten Ä o l e r n (s. d.) und D o r e r n (s. d.)einen dreifachen Staatenverein mit republikanischer Verfassung bildeten. Dieses schöneund fruchtbare Küstenland, das sich zwischen den Flüssen Hermos und Mäander, ^den In-sein Samos und Chios gegenüber, längs des Ägäischen Meeres erstreckte und an Karlen,Aolien und Lydien grenzte, gelangte sehr frühzeitig durch den Verkehr und die Nachbar-schaft mit Fremden, durch Schiffahrt und Ackerbau zu einem hohen Grade von Wohl-stand und Bildung, den eine große Anzahl herrlicher Städte bezeugte, unter denen Ephe-sus (s. d.), Smyrna (s. d.), Klazomenä (s. d.), Erythrä (s. d.), Kolophon (s. d.)und M i l e t (s. d.) die berühmtesten wurden. Diese freien Städte, welche den Kern desIonischen Bundes ausmachten, wurden zuerst um 560 v. Chr. von den lydischen Köni-gen, und seit 548 v. Chr. von den Persern unterworfen. Nachdem durch die Empörungunter Aristagoras in Milet im J.-500 v. Chr. ihre Lage sich nur verschlimmert hatte, schlos-sen sie sich nach den Siegen der Griechen über die Perser seit 479 v. Chr. als Bundesge-nossen Athen an. Nach dem Peloponnes. Kriege wurden sie von den Spartanern und seitdem Frieden des Antalkidas im I. 387 v. Chr. wieder von den Persern abhängig, bisAlexander der Große sie befreite. Später theilte I. das Schicksal der Nachbarländer, in-dem es nach dem dritten Kriege gegen Mithridates im I. 64 v. Chr. durch Pompejus denGroßen zur röm. Provinz gemacht und endlich durch die Sarazenen so gänzlich verwüstetwurde, daß nur wenige Spuren der alten Herrlichkeit noch übrig sind. Die Ionier selbstAalten in Folge des mildern Klimas und üppigen asiat. Lebens,, da- auch bei ihnen nichtohne allen Einfluß blieb, für weichlich, daher auch der ionische Dialekt durch besondere-weiche und Sanftheit sich auszeichnet, die zum Theil durch die Häufung der Vocale be-wirkt wird. Sinn für Kunst und Wissenschaft aber wurde bei ihnen früher geweckt und ge-wahrt als bei den stammverwandten Griechen im Mutkerlande, und namentlich wurde hier