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Jod Jon
I. für eine Personification des Jonierstammes an, den Epaphus aber für den ägypt.Apis, Iund die Verbindung beider für den Ausdruck einer alten Überzeugung von einer Verbin- ^düng zwischen Ägypten und Griechenland. !
Jod oder Jodin e (loclum), abgeleitet vom griech. Jodes, d. i. veilchenartig, ist ein !Element, welches im reinen Zustande kleine dunkelgraue, metallglänzende Tafeln darstellt, ,die ein specisisches Gewicht von 4,948, einen eigenthümlichen dem des Chlors nicht unähn-lichen Geruch und einen herben, scharfen Geschmack haben, in reinem Wasser sehr wenig,dagegen im Äther und Alkohol leicht löslich sind, über dem Feuer schmelzen und sich dannin schönen, tief violetten Dämpfen verflüchtigen. Das Jod wurde l8l l von Courtois,einem Sodafabrikanten in Paris, in der Asche verbrannter Meergräser entdeckt und ist seil-dem fast in allen Meerpflanzen, vielen Seethiercn, im Meerwasser, in den Salzsoolen, inverschiedenen Mineralwässern und einigen Metallerzen gefunden worden. Im Großm /wird cs gewöhnlich aus der Asche verbrannter Seepflanzen, welche Kelp oder Varecsodagenannt wird, gewonnen. Das Jod geht fast mit allen übrigen Elementarköryern Berbin- jdüngen ein; die wichtigsten darunter sind die Jod säure (ftciäum ioclicum), Jodwas- 'serstoffsäure (^ciclum ü^tlriullieum), Jod schwefel (locluretum suipinii-is), Jodka-lium (lochiretum Icalii, Xuli ii^cirioclicinn), Jodammonium (Ammonium üz'llriociicum),Jodquecksilber (loclm «tu», bz-cli srgxro-ium und loäuretum icum) und Zod>
silber (Argentum kzüriockicum). Letzteres hat in der neuern Zeit vorzugsweise durch dieDaguerrotypie (s. d.) eine Bedeutung gewonnen; von den übrigen werden diemei-stcn, besonders das Jodkalium und das Jodquecksilber medicinisch gebraucht und sowvl in-nerlich als äußerlich, zum Theil mit ausgezeichnetem Erfolge, angewendet. Das in denKörper gebrachte Jod wirkt hauptsächlich auf das Lymphsystem, die Drüsen, die einsau-genden Gefäße und die Schleimhäute, wo es die Aufsaugung befördert, sodaß ein Schwin- jden der drüsigen Organe sich nach seinem Gebrauche bcmerklich macht; auf dasEefäx-und Nervensystem wirkt essehr aufregend, besonders auf die Geschlechtsorgane; aufdieVerdauung zuerst wohlthätig erregend, bei längerm Gebrauche jedoch störend und in grö- fßern Gaben nach Art der ätzenden Gifte. Seine Hauptanwendung findet es daher gegenSkrofeln, Kropf, Anschwellungen und Verhärtungen drüsiger Organe überhaupt, Syphilis,Wasser- und Fettsucht und Eicht. Der große Ruhm, den das Jod bald nach seiner Ent-deckung alsHcilmittel erlangte, gab auch bei ihm zu Mißbrauch Veranlassung, und manchertraurige Erfolg seinerAnwendung hat seitdem zur Vorsicht bei seinem Gebrauche aufgefodert.
Jokaste, auch Epikaste genannt, die Tochter des Menökeus und Schwester desKreon, war die Gemahlin des theban. Königs Laius, dem sie den Ödipus (s. d.) gebar.
Joläus, der Sohn des Jphikles und der Automedusa, war berühmt als treuer Ge-fährte des Hercules. Unter andern ausgezeichneten Thaten gewann er mit des HerculesPferden den Preis in den Olympischen Spielen. Mit den Söhnen der Thespiaden grün-dete er eine Colonie auf Sardinien, wo er zuletzt göttlich verehrt worden sein soll. Hieraufging er wieder zu Hercules, bei dessen Tode er zugegen war und dem zu Elften er einen gro-ßen Erdhügel errichtete. Als er zum Greis geworden, machte ihn Hercules durch Hebe wie-der jung. Ihm und Hercules zu Ehren feierte man in Theben dieIoläa, bei denen am erstenTage geopfert, am zweiten ein Pferderennen gehalten wurde, wobei der Sieger einen Myr-tenkranz erhielt. — I o laus war auch der eigentliche Name des Protesilaus (s. d.). j
Jole, di« Tochter des Königs EurytoS in Öchalia, gab die Veranlassung zu des Her-cules (s. d.) Tode.
Jolkos war eine alte Stadt Thessaliens an der innersten Bucht d«S PagasaisckenMeerbusens, sieben Stadien von Demetrias, das aus jener Trümmern emporwuchs. InI. thronten einst Pelias und Jason, und von I. zogen die Argonauten nach Kolchis aus.
Ion war eigentlich der Sohn des Apollon, der ihn heimlich mit Kreusa, der Tochterdes Königs Erechtheus von Athen, vor ihrer Vermählung mit LuthuS erzeugt hatte. 3"einem Kästchen von der Mutter in der nämlichen Höhle ausgesetzt, in welcher sie vomApol- ^lon umarmt worden war, brachte Mercur auf Bitten des letztem das Kind nach Delrhl,wo es erzogen wurde. Da die später'eingegangene Ehe der Kreusa mit Luthus kinderlosblieb, so beschloß Apollon, seinen inzwischen herangewachsenen Sohn dem Luthus als eige-
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