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7 (1846) Heim bis Juwelen
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Jntrade

Invalide

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erste und wichtigste Theil aller Schule in Gesang und Jnstrumentspiel. Im Instrument,bau ist die Intonation namentlich bei den Clavierinstrumenten und der Orgel von großerBedeutung. Bei den erster» wird sie hauptsächlich durch die Belederung, d. h. den Uber,mg der Hammerköpfe mit Wildleder, und durch den Fallwinkel der Hämmer, bei der letz»tern durch Beschaffenheit des Labiums der Pfeifen und durch die Stärke und Masse desWindzufluffes bedingt. Bei den Blas- und Streichinstrumenten, sowie im Gesang ist dieIntonation weit mehr von der Fähigkeit und Geschicklichkeit des Vortragenden abhängig.Auch bezeichnet man mit Intonation die Worte, welche der Geistliche vor der Collecteam Altäre singt und die vom Chore beantwortet werden. (S. auch Anti pHonie.)

Jntrade (ital. intrats) nennt man einen aus vollständiger Instrumentalmusik beste-henden kurzen, feierlichen Satz, der einem größer» Tonstücke als Einleitung dient. Ursprüng-lich bestand die Jntrade aus einem an keine bestimmte Melodie gebundenen Durcheinan-derblasen eines Trompeterchors, das am Ende in ein sanftes Aushalten des Dominamac-cords auslief. Nach und nach aber wurde diese Jntrade künstlerisch behandelt; den Trom-peten wurden andere Instrumente hinzugefügt und so entstand aus der Jntrade die O u -verture (s. d.). Übrigens ist die ursprüngliche Jntrade nicht mit der Fanfare (s. d.)zu verwechseln. — In der Staatswirthschaftslehrc versteht man unter In traben dieStaatseinkünfte und landesherrlichen Gefälle oder Abgaben.

Jntrigue heißt die künstliche Verknüpfung oder Verwickelung von Handlungenund Personen zu einem bestimmten Zwecke. Im Drama versteht man darunter besondersdie entweder mehr zufällig zusammentreffenden oder absichtlich herbcigeführten Verhält-nisse oder Umstände, durch welche die Hauptpersonen gehindert, geneckt, irre geführt undin Verlegenheit gesetzt werden. Eigentlich liegt jedem Drama, namentlich dem Lustspiele,eine Jntrigue zum Grunde; doch nur Stücke, in welchen sie so überwiegt, daß sie zurHauptsache wird und die Charaktere nur zu ihrer Schürzung und Lösung da zu sein schei-nen, nennt man Jntriguenstücke, im Gegensatz zu den Charakterstücken, in welchen dieJntrigue blos zur schärfer» Hervorhebung der Charaktere dient. Das Jntriguenstück istmehr belustigenden und neckischen Charakters, und es beruht das Komische darin zunächstauf den Verhältnissen und Lagen der Personen, doch wird dadurch die Zeichnung der Cha-raktere und deren Einfluß auf die Entwickelung der Handlung keineswegs vom Jntriguen-stück.ausgeschlossen. Muster in dieser Gattung sind die span. Mantel- und Degcnstücke(coniecimz cki capo ^ ssxacka). Das kühnste und auch so ziemlich letzte Stück dieser Art istBeaumarchais' „kils: WA« lls kiKsro ou!s solle journee". Der gemüthlichen Natur derDeutschen haben die mehr äußerlichen Neckereien des Jntriguenstücks nie zusagen wollen.In der Theatersprache bezeichnet man mit Jntriguantalle diejenigen Charaktere, welchedurch Ränke, Hinterlist oder überhaupt durch bösherzige und lasterhafte Motive in das Ge-triebe der dramatischen Handlung eingreifen. Früher bestand dieses Fach selbständiger, jetztfällt es zum größern Theile mit dem Charakterfach zusammen.

Jntroduction nennt man in der Musik einen kurzen, meist pathetischen Satz, dereinem Hauptsatze, z. B. einem Rondo, Concert- oder Symphoniesatze, einer Ouvertüre,§uge, einem Gesangstücke u. s. w., als Einleitung porausgeht. Vom Vorspiele (s. d.)oder Präludium unterscheidet sich die Jntroduction dadurch, daß sie keine abgeschlosseneForm hat, während jenes ein in sich abgerundetes Stück ist. In der Oper heißt Jntro-duction das erste Stück unmittelbar nach der Ouvertüre (s. d.), meist ein großes En-semblestück, aus Chören und mehrstimmigen Sähen bestehend.

Invalide wird derjenige Militair jeden Grades genannt, der nicht mehr zum Dienstvor dem Feinde tauglich ist, und man unterscheidet, namentlich in Friedenszeiten, Halb-und Ganzinvaliden, von denen die erster» noch zum Earnisondienst für fähig er-achtet werden. Die Versorgung der Invaliden ließen sich schon in den frühesten Zeiten dieStaaten und Herrscher angelegen sein, theilS aus dem menschlichen Gefühle der nothwen-digen Entschädigung für Aufopferung der Gesundheit und der Glieder, theils als Spornfür den Soldaten im Augenblicke des Kampfes. In England, wo jede Beschädigung desKörpers ihre besondere Taxe hat, werden die Invaliden zum Theil mit Geld entschädigt;m vielen andern Staaten wird für die Familie des Invaliden, gleichwie für die des Ecblie-

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