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7 (1846) Heim bis Juwelen
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Interregnum

Interventionen

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ihrer zur nothdürftigen Abtheilung der Sähe sehr willkürlich bediente, so behielt die Alk«,punction noch immer viel Schwankendes, bis zu Ende des > 5. Jahrh. die gelehrten venet.Buchdrucker Manucci (s. Mauritius) die Interpunktionszeichen vermehrten und sich ihmnach festem Regeln bedienten. Ihr Beispiel wirkte bald so allgemein, daß man sie allerdingsals Schöpfer der gegenwärtigen Jnterpunctionsmcthode betrachten kann, und es ist seit jenerZeit, außer einzelnen genauem Bestimmungen, nichts hinzugethan worden. Die allgemeinüblichen Interpunktionszeichen sind das Komma, Semikolon, Kolon, Punctum und Frage-zeichen, welches die Spanier nicht nur am Ende, sondern sehr zweckgemäß auch zu Anfangdes Fragsatzes setzen; ferner das Ausrufteichen, das Theilungszeichen, die Parenthese, derGedankenstrich, das Anführungs- oder Citationszeichen und der Apostroph (s. d.).

Interregnum, d. i. Zwischenreich, heißt überhaupt die Zeit von dem Tode oder dklEntsetzung des bisherigen, bis zur Wahl eines neuen Oberhaupts. So bezeichnete man bis-weilen die oft längere Zeit dauernde Erledigung des poln. Throns, sowie nicht minder dieZeit des Vikariats im Deutschen Reiche mit diesem Namen. Vorzugsweise aber hat manin der Geschichte Deutschlands (s. d.) mit dem Namen Großes Interregnum dieZeit nach dem Tode Kaiser Konrad's IV., bis zur Wahl Rudolfs l., 1254—73, benannt,wo kein eigentliches Oberhaupt an der Spitze des Reichs stand. Zwar waren nach Wil-helm von Holland, der 1 256 umkam, A lfo n s X. (s. d.)vonCastilien und Richard von Corn-wallis zu Königen erwählt worden, aber beide gelangten zu keinem Ansehen, und Alfonskam sogar nicht einmal nach Deutschland. Natürlich nahmen während dieser Zeit Selbst-hülfe und allgemeine Befehdung und somit Raub, Mord und Verwirrung im Reiche sofurchtbar überhand, daß diese Periode zu der betrübendsten in der ganzen deutschen Ge-schichte gehört. Nur die Städte benutzten die Zeit dieses rechtlosen Zustandes zu ihremDortheil, indem sie Bündnisse untereinander schlossen und dadurch den Grund zu ihrer spä-tern Macht, dem Adel gegenüber, legten.

Jntsrrex hieß bei den Römern der Magistrat, der ursprünglich nach dem Tode desKönigs (Rex) eintrat, vornehmlich zu dem Zwecke, die Wahl eines neuen Königs zu be-werkstelligen. Der erste Jnterrex, vom Senate aus seiner Mitte ernannt, hielt aber nochnicht die Wahlversammlung, sondern erst der zweite, den er selbst ernannte, oder wenn dieWahl unter diesem nicht zu Stande kam, ein folgender. Die Zeit, während welcher aufdiese Weise Jnterreges, jeder fünf Tage lang, im Amte waren, hieß Interregnum. Inder Republik kommen, namentlich in den zwei ersten Jahrhunderten, Jnterreges vor zurHaltung der Consulwahlen, wenn die abgehenden Konsuln an derselben verhindert warm;ihre Würde blieb stets patricisch, sodaß, nachdem auch Plebejer in den Senat traten, nurdie patricischen Senatoren ihrer fähig und zur Ernennung berechtigt waren.

Intervall bezeichnet in der Musik das Verhältniß zweier Töne in Rücksicht ihrerHöhe und Tiefe im Gegensätze zum Einklänge, d. i. dem Zusammenklingen zweier Tönevon vollkommen gleicher Tonhöhe. Ist die Wirkung eines solchen Verhältnisses auf dasGehör in sich befriedigend, so heißt das Intervall ein consonirendes; ist sie unbefriedi-gend oder hart und erweckt sie somit das Verlangen nach einem befriedigendern Verhältnisoder nach Auflösung (s. d.), so ist es ein dissonirendes. (S. Dissonanz.) Evnso-nirende Intervalle sind die kleine und große Terzie, die reine Quarte und Quinte, die kleineund große Sexte und die reine Oktave; alle andere sind dissonirende. Auch ein ursprüng-lich consonirendes Intervall kann unter gewissen Bedingungen als dissonirendes erscheinen,wenn es nur durch Verzögerung eines andern erwarteten entsteht, so z. B. die Quarte alsverzögerte oder aufgehaltene Terzie. — In der Taktik bezeichnet Intervall die für ge-wöhnliche Fälle festgestellte Entfernung zwischen zwei nebeneinander stehenden Truppen-abtheilungen oder auch zweier Geschütze. Die Größe des Intervalls richtet sich theils naaallgemeinen taktischen Grundsätzen, theils nach dem jedesmaligen Terrain, und hängt na-mentlich davon ab, daß der Truppentheil freie Beweglichkeit behält, ohne sich von dem ne-benstehenden so weit zu entfernen, daß der innere Zusammenhang verloren geht und dasCommando nickt mehr gehört werden kann. Das Intervall ist nicht mit der Distanz z»perwechseln, welche den Abstand hintereinander stehender Truppen oder Geschütze bezeichne.

Interventionen, d. h. Einmischungen in die innern Angelegenheiten andererStaa-

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