462 Intellektuell ^ Intelligenz
derlicher Größen, durch deren Differentiation jenes Differential entsteht; es wird durch dijdem Differential Vorgesetzte Zeichen /bezeichnet, z. B./°x°tlx----'^x°. Ein Differentialintegriren heißt das Integral des erstem finden. Ein Integral wird vollständig oder allge- lmein genannt, wenn es eine willkürliche unveränderliche Größe oder Eonstante cnkbistparkiculair aber, wenn der Eonstante ein bestimmter Werth, z. B. Null, bcigclegt werde«ist. Die Integralrechnung ist ihrem Zwecke und Gegenstände nach das Umgekehrte du iDifferentialrechnung (s. d.), übcrtrifft dieselbe aber an Schwierigkeit und Umfang!beiweitem. Sie zerfällt in zwei Hauptabthcilungen, von denen die eine Differentialglcichu»- .gen mit zwei, die andere aber solche mit mehren veränderlichen Größen behandelt. Jede dieser.Abthcilungen hat wieder zwei Theile; der erste enthält die Jntegralien solcher Diffm»-tialgleichungen, in denen nur Differentiale des ersten Grades Vorkommen; deranderete-sschäftigt sich dagegen mit solchen, in denen Differentiale vom zweiten oder einem noch!» ,Hern Grade enthalten sind. Die Integralrechnung wurde, wie die Differentialrechnung, 'zuerst um >67l in England von Newton, und nicht lange nachher in Deutschland« >Leibnitz, dem die Entdeckungen Jenes ganz unbekannt waren, erfunden und seitdem außcr-ordentlich ausgebildet und bereichert, obgleich noch immer viel darin zu leisten übrig bleib!
Intellektuell oder Jntellectual bezeichnet im Allgemeinen Das, was sich audas Wissen, die Erkenntniß bezieht und sie ausdrückt. In diesem Sjnne spricht man z. Bvon intellectu eller Bildung, im Unterschiede von der moralischen des Willens u»ider ästhetischen des Geschmacks. Im cngern Sinne unterscheidet man intellektuell!Erkenntnisse von sinnlichen oder sensuellen und versteht darunter solche Erkennlnisse, >die durch Verknüpfung und Entwickelung der Begriffe ohne Beihülfe der Erfahrung undsinnlichen Anschauung gewonnen werden können, also was man gewöhnlich Verstandes-ööcr Vernunfterkenntnisse im Gegensätze zu sinnlichen Wahrnehmungen nennt. Zn die-sem Sinne bietet nicht blos die Philosophie, sondern auch die Mathematik einintellce-tuelleS Wissen dar. Objecte der Erkenntniß, welche gar kein Gegenstand der Erfab-rung werden können, würden daher nur durch ein intcllcctuelles Wissen erreicht werde»können, und heißen deshalb auch intclligibel, d. h. nur durch Denken erkennbar. Tolelieintelligible Objecte bezeichnen die Begriffe Gottes, des Geistes u. s. w. Jntellcctua-lismus oder Intel lectualphilosophic nannte man demgemäß bisweilen diejenige jphilosophische Ansicht/ nach welcher nicht nur die Objecte der wahren Erkenntniß nicht»»Bereiche der sinnlichen Wahrnehmung liegen, sondern auch die Quelle des Wissens übersie in dem Verstände und der Vernunft au suchen ist, womit sich häufig die Voraussetzunggewisser angeborener Grundsätze und Begriffe verband, welche in letzter Instanz überWahrheit und Jrrthum entscheiden sollten. Dem Intellektualismus steht dann der Ein-pirismus (s. d.) und Sensualismus (s. d.) entgegen, der letztere besonders insofern,als er alle Erkenntniß ans sinnlicher Wahrnehmung ableitcn zu können glaubt. Eineuoedengere Bedeutung endlich als die erwähnte erhielt das Wort intel lectuell in denL»-steinen Fichte's und Schelling's als Prädicat für die nicht empirische, sondern geistige An-schau un g (s. d.), die ohne alle Reflexion und verständige, an Begriffen und ihren Be-hältnissen fortgehende Überlegung, unmittelbar in das oberste Princip alles Wissens Hw'ein versetzen sollte, für welches Fichte die absolute Spontaneität des Ick, Schilling dieIdentität aller Gegensätze in dem Absoluten erklärte. Auf ähnliche Weise suchten früher .die Mystiker ihre Anschauungen des göttliche» Wesens zu rechtfertigen. Die Berufungauf diese intellectuelle Anschauung, für .welche Fichte auch den Ausdruck productive U»-bildungskraft anwendete, ist aber aus den Systemen der Philosophie wieder verschwunden,seitdem man die Willkürlichkeit ihrer Foderung und Behauptung eingesehen hat.
Intelligenz bezeichnet ursprünglich Verständniß, Einsicht, Erkenntniß, besonderdie von der sinnlichen Wahrnehmung nicht unmittelbar abhängige und auf sie beMan ^also die verständige und vernünftige Erkenntniß; sodann die Vermögen, solche^Einsich ierwerben, und endlich ein Wesen, welches durch solche Vermögen charakterisirt ist. Des,gelten nicht die Thiere, sondern erst der Mensch für eine Intelligenz, indem sich stwo - -
stellunge» und Begriffe zu einen von den unmittelbaren sinnlichen Empfindungen uuhängigen, in sich selbst zusammenhängenden, bewußtvollen Gedankenkrtise ausbnden,
»er
lieh
zule
find
die
geh
int
eher
au
lich
toi
in»,
>'"k
geu
zcici
Zeit
erste
rich
eich
dab
dem
reis
roll
holt
zus
der;
Tite
Bei
»uu
de»,
der!
erhi
um;
wen
wer
»ich
thei
Ära
fähi
ße».
Wir
auze
Bes
»>cn
rrn
die
oder