Druckschrift 
7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
Seite
460
Einzelbild herunterladen
 

460

Instrumentale Arithmetik

Insubordination

geninstrumente kommen schon ungefähr im 12. oder 13. Jahrh. vor. Später« Ursprungsind Fagott, Oboe und Klarinette, welche letztere erst um >69« erfunden wurde. Die ClilVierinstrumente verdanken ihren Ursprung, muthmaßlich ums I. >5««, dem Versuche, dal'Hackebret mit einem bequemen Mechanismus zu versehen. Nur wenig früher ist die endliche Vervollkommnung der Orgel zu setzen, obwol die ersten Anfänge ihrer Erfindung üdie vorchristliche Zeit hinausrcichen. Von den zahlreichen neuerdings erfundenen Jnstni-menten hat nur die Physharmonica eine gewisse, doch beschränkte Verbreitung gefunden.

Instrumentale Arithmetik nennt man die Auflösung gewisser Rechnungen nii:-tels mechanischer Hülfsmittel, deren namentlich die Alten bei ihrer unbequemen Bezeick-nungsart der Zahlen bedurften. Hierher gehören der Ab acus (s. d.) der Römer, dasReihen knöcherner oder elfenbeinerner Kügelchen auf Drahtsaiten bei den Chinesen, die Rn

Berg

kann,

beirre

Unter

einth

stufe

derB

mäßic

ungee

Dies

per'schen Rechenstäbchen, welche in Deutschland von Kasp. Schott, Leupold u. A. nach;:- )

ohne,

fegen

breche

heit;

der ss

standt

den re

lichse

nicht!

Volk.

ahmt wurden, Pascal's (s. d.) Rechenmaschine, desgleichen die von L'Epine, Boikisswdeau und dem Professor Polenus zu Padua sowie Babbage's (s. d.) sinnreiche, adenicht zur gänzlichen Vollendung gekommene Maschine zur Berechnung der Logarithmen.

Instrumentalmusik heißt alle durch Instrumente ausgeführtc Musik, im Gegensatz zur V ocalmusik (s. d.), deren Darstellungsmittel die menschliche Stimme ist. Uisprünglich Sklavin, dann Freundin und Vertraute der letztem, ist die Jnstrumentalmusüin neuester Zeit zu einer Selbständigkeit gelangt, daß sie unabhängig von'ihr aufzutrmivermag, ja die einstige Herrin als bloße Gehülfin sich öfters zugesellt, z. B. in Beethoven'!Symphonie mit Chören u. s. w. Man hat dies einen Misgriff nennen wollen, doch mitUnrecht. Nicht die Sache, nur ihr Misbrauch, der freilich nicht ausblicb, ist verwerslick.Gleiches gilt von der sogenannten malerischen Musik und von den Massenwirkungen. Kiletzter« geht der Einzelcharakter der Instrumente in ihrer vereinigten Klangmasse unm,während jene gerade die verschiedenen Klangfärbungcn der einzelnen Instrumente zu allerleisinnlichen Nachahmungen von Naturklängen und dergleichen benutzt. Bleibt dieselbe dabeiim Bereich des Anmuthigen und Heitern, so ist nichts dagegen zu sagen; will sie aber durchDonner und Kriegslärm, durch klingenden Sonnenschein, oder durch in Tönen dargcstelltiSeelenzustände, z. B. eines Verbrechers vor der Hinrichtung, wirklich rühren oder erschüt-tern, so ist dies eine Verirrung. Was endlich jene Form der Instrumentalmusik anlangtdie man brillante, Bravour- oder auch Virtuosenmusik nennt, bei der cs aufDarlegung derGeschicklichkeit des Vortragenden abgesehen ist, so ist wohl zu unterscheiden, obdieSdes Kom-ponisten erster oder gar einziger Zweck war, oder ob er nur zu Erreichung höherer Tenden-zen jedes dem Instrumente inwohncnde Wirkungsmittel aufbietet. In beiden Fällen mbzum Vortrag des Stücks volle Beherrschung des Instruments, also Virtuosität erfodeit, ^dennoch ist zwischen beiden Arten von Stücken ein gleicher Unterschied, wie zwischen einemMeister und einem Virtuosen. Die ausgebildetste Form dieser Gattung ist das Eon-

hem;des«gab divertheeliclseMd! Mar

ßone ialles j

cert (s. d.), das aber in neuerer Zeit.durch die sogenannte große Phantasie verdrängt;

nas ei

werden bedroht ist, die, alle höher» Tendenzen offen ablehnend, bloß den nieder» egoistischenZwecken des Virtuosen zu fröhneifbcstimmt ist. Die bedeutendsten Gattungen undFonnm ^ ^

der Instrumentalmusik sind das Concert, die Sonate (s. d.), das Duo, Trio, Ouawor

ten, al

u. s. w., die Ouvertüre (s. d.) und die Symphonie (s. d.), welchen letzter« beiden das

ganze Gebiet aller dermalen üblichen und vorhandenen Instrumente zu Gebote steht. - -Instrumentalmusik, vor Allem ikw Gipfelpunkt, die Symphonie, ist in Bildung^und Mm ^ ^

deutsch und Seb. Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Fr. Schubert, Spohr, Weber,delssohn u. A. ihre bedeutendsten Förderer und Pfleger. (S. Deutsche Musik.) DeBestrebungen des Franzosen Berlioz (s. d.) sind, wie bemerkenswcrlh immer, doch zurZeit in ihrem Einfluß noch zweifelhaft. In Bezug auf Jnsirrimcntalspicl haben sich >u>mentlich Frankreich, Deutschland und neuerdings Belgien fruchtbar gezeigt, welches letz-tere eine große Anzahl bedeutender Künstler, hauptsächlich für Violine und VioloncelliBenot, Vieuxtcmps, Prume, Scrvais u. A. aufzuweisen vermag. Italien hat von ZeitZeit bedeutende Virtuosen, namentlich Geiger, wie Tarkini, Corelli, Viotti, Paganini u. >erzeugt, sich aber im Ganzen wenig an den Fortschritten der Instrumentalmusik bethemg-

Insubordination wird jede Widersctzung eines Militairs gegen Befehle seine

brauch

Acichx

viszel

kotz«,

Mg

briße

Znte-