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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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454
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Inseln des grünen Vorgebirgs

Inspiration

Inseln des grünen Vorgebirgs, s. Grünes Vorgebirge.

Insignien nennt man alle äußern Andeutungen der Macht und der Würde, desStandes, der Amtsgewalt und der Auszeichnung. Die Insignien der Könige bei den Rö-mern waren die goldene Krone, der elfenbeinerne Stuhl und die mit Beilen ihnen voran-gehenden zwölf Lictoren, welche auch in der röm. Republik bcibehaltcn, die Consuln, sowiein geringerer Anzahl die übrigen hohen Magistratspcrsoncn begleiteten. Die Insigniendes ehemaligen deutschen Kaisers waren die Rcichskleinodien (s. d.). Gegenwärtigbilden Krone und Sccptcr die Insignien der curop. Monarchen. Zu den Insignien der Rit-terschaft gehören Helm und Schild, und als Insignien der Heere sind Fahnen und Adlerzu betrachten. Ebenso sind die Marschallsstäbe, der Stab des LordmayorS in London unddie Noßschweifc der türk. Paschas Insignien ihrer Würde. Die Insignien der hohen katho-lischen Geistlichkeit bestehen in Pallium (s. d.), Insul (s. d.), Stab und Ring. DieHand ist die Jnsignie der Gerechtigkeit und das Beil die der hohen Gerichtsbarkeit. Auchalle Orden pflegt man Insignien oder Dekorationen zu nennen.

Insinuation, s. Citation.

In8nli«ium, s. Solidarisch.

Insolvenz, s- Bankrott.

Inspection nennt man eine Hcersabtheilung aus mehren Untcrabthcilungcn glci-chcr Truppcnartcn bestehend und von einem höher« Vorgesetzten befehligt; so gibt cs In-spektionen der Jäger, der Artillerie u. s. w.

Inspicirung nennt man die von dem höher»Vorgesetzten ausgcführtc Besichtigungund Prüfung der militairischcn Ausbildung einer Truppe.

Inspiration oder Thcopncustic nennt man einerseits eine unmittelbare, alsoübernatürliche Mittheilung Gottes an die Menschen durch den Anhauch seines Geistes, an-dererseits den Zustand Derjenigen, welche unter dem begeisternden Einflüsse des göttlichenGeistes wirkten. Es war eine Vorstellung des ganzen heidnischen und jüd. Altcrthnms,daß Weise, Künstler, Dichter, überhaupt alH wahrhaft große Männer mit der Gottheit imVerkehr und unter ihrem begeisternden Einflüsse ständen, und daß nur von Gott selbstGelehrte von ihm und göttlichen Dingen Kunde geben könnten. (S. Offenbarung.)Daher haben alle Religionsstiftcr beansprucht, daß sic für unmittelbar von Gott gelehrt ge-halten würden. Eine heilige geistige Überwältigung schrieben die Hebräer ihren Sehern oderPropheten zu, und im Neuen Testament wird die Heilige Schrift Alten Testaments als vonGott cingcgcben bezeichnet, wiefern die heiligen Mcnscken Gottes geredet, getrieben vomHeiligen Geiste. Nach Ansicht der Rabbiner und des Philo ist das Mosaische Gesetz vomHimmel gekommen und das Alte Testament ein Werk des Heiligen Geistes, zu dessen Ver-ständnisse nach Philo wieder Inspiration crfodcrlich sei, wie auch die Alexandriner Cle-mens und Origcnc« die 70 Dolmetscher für inspirirt hielten. Diesen Begriff haben dieChristen auf das Neue Testament übergctragcn, und bereits im 2. Jahrh. wird der HeiligeGeist von Athenagoras mit einem Flötcnbläscr verglichen, sodaß er also der Verfasser derHeiligen Schrift war, die Verfasser selbst aber nur als Instrumente erscheinen. Vollständigbildeten erst die protestantischen Theologen die Inspirationsthcoric aus, veranlaßt durchden Lehrsatz von dem auöschlicßcndcn richterlichen Ansehen der Heiligen Schrift im Gegen-sätze zu der Tradition und der Inspiration des Papstes, wie der Überschätzung der mensch-lichen Vernunft. In Folge dieser Polemik suchten sic die absolute Untrüglichkcit des Buch-stabens festzustcllcn und leiteten nicht bloß die Anregung zum Schreiben, sondern auch denganzen Inhalt, Geschichte, Lehre, ja selbst die einzelnen Worte von einer übernatürlichenEinhauchung Gottes ab. Allein ein solches Jnspirationswunder würde nur wieder durchein Wunder Bestätigung erhalten können, und man müßte conscqucntcrwcisc auch eineInspiration der Abschreiber, vielleicht auch der Ausleger und Hörer annchmcn, um jedeMöglichkeit eines Jrrthums zu beseitigen. Dazu kommt, daß der Inhalt der Heiligen Schriftjener Idee in ihrer strengen Fassung keineswegs entspricht; denn ein Fortschrcitcn derLehre, eine freie Auffassung der Geschichte und daher verschiedener Formen, ja im Ein;cl-nen widersprechende Darstellungen liegen unleugbar in den Heiligen Urkunden vor und d>cHandschriften sind nicht ohne zahlreiche Lücken und Abweichungen. Nicht minder nnrd