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Inseln Inseln der Seligen
jenen gehören: l) die Käfer (s. d.) oder Coleoptercn, mit vier ungleichen Flügeln, die vor-dem hornig; 2) die Aderflüglcr oder Hymeewpteren, mit vier ungleichen, ästig geadertenFlügeln, wie die Ameisen (s. d.), Bienen (s. d.) und Wespen; 3) die Gittcrflüglcr oderNcuroptercn, mit vier gleichen netzadrigen Flügeln, wie die Lib ellen (s. d.); js) Nctzflüg-ler oder Diktyotopteren, mit vier bald gleichen, bald ungleichen, häutigen, netzadrigen Flü-geln; .5) die Gradflügler oder Orthopteren, mit vier ungleichen Flügeln, die vordem pcr-gamentrrtig, die hintern häutig und in der Ruhe längsgcfaltet, wie die Heuschrecken(s. d.). Zu den Kerfen mit saugenden Mundtheilen gehören: 8) die Halbflügler odcrHe-mipteren, mit vier kreuzweis zusammengelegten, gerade ausgestreckten Flügeln, die vordemmeist bis zur Hälfte pergamcntartig, wie die Wanzen (s. d.) und Blattläuse (s. d.);
7) die S chmctterlinge ss. d.) oder Lepidoptercn, mit vier großen beschuppten Flügeln;
8) die Zweiflügler oder Dipteren, mit zwei nackte» durchsichtigen Flügeln, wie Fliegen undMücken. Die Literatur der Entomologie ist außerordentlich reich. Als wissenschaftlicheEinleitung zeichnet sich aus Herm. Burmeister's „Handbuch der Entomologie" (Bd. I,Bcrl. 1832); populair geschrieben, aber werthvoll, ist W.Kirby's und W. Spence's „En-tomologie" (deutsch von Oken, ä Bde., Stuttg. >823).
Inseln, franz. ries, nennt man kleinere, ringsum von Wasser umflossene, zusammen-hängende Thcile der festen Erdoberfläche. Kleine Inseln pflegt man auch Eilande unddie von zwei Armen eines Flusses gebildeten W erd er (s.d.) oderWörth zu nennen. EineAnzahl nahe beisammen liegcnderJnselnhcißteinc Inselgruppe oderArchipcl (s. Ar-chipelagus) und eine in gerader Linie nacheinander fortlaufende Reihe derselben eineInselkette. Ein vom Meere umflossenes, auf einer Seite mit dem Festlande zusammen-hängendes Land nennt man eine Halbinsel. Was die Entstehung der Inseln betrifft, sounterscheidet die neuere Geologie zwei ihrem Charakter nach wesentlich verschiedene Artenderselben. Die einen, welche langgestreckt und schmal erscheinen und an den gegenüberlie-genden Enden meist in Spitzen auslaufen, müssen sowol vermöge ihrer geognostischcn Be-schaffenheit als wegen der Vcrtheilung ihrer Gebirge und des auffallenden Parallelismusihrer Richtung unter einander als abgeriffenoTheile des festen Landes, als Stücke ehema-liger Continente, betrachtet werden. Die andere Art von Inseln aber, welche sich in ihremHaupttypus mehr der runden als der elliptischen Gestalt nähert, begreift rein selbständigeBildungen und in sich abgeschlossene Individuen unter sich, die ihre Entstehung entwedervulkanischen Wirkungen und Einflüssen verdanken, oder der unermüdeten Thätigkeit der inder Tiefe des Meers hausenden Korallenthicre, wie die große Anzahl der jährlich noch inder Südsce und im Indischen Meere entstehenden Koralleninseln. Die Gestalt beider istwesentlich voneinander verschieden. Im erstem Falle nämlich ragen diese Inseln hoch ausdem Meere hervor und haben eine mehr oder minder vollkommene Kegelgestalt, im zweitenbilden sie niedrige, ebene Flächen, welche in ihrer Mitte stets niedriger bleiben als die sie um-gebende, an den Ufern aufgeworfene Korallenmauer. Den gesammten Flächeninhalt allerbekannten Inseln der Erde berechnet man, Neuholland als Festland angenommen, zul 8VVV0 UM. Die größten Inseln sind Borneo und Grönland; ihnen zunächst stehen Neu-guinea, Madagaskar, Sumatra und Großbritannien. Die größte Menge der Inseln liegtin dem weiten Becken des Großen Oceans, den Erdthcil Australien (s. d.) bildend, denman deshalb auch Polynesien, d- i. Vielinsclland, nennt.
Inseln der Seligen waren zufolge eines uralten griech. Mythus glückliche Inselnam Westrande der Erde im Ocean, wo die anserwähltcn Lieblinge der Götter, dem Todeentrückt, in Wonne und Fülle des Überflusses lebten. Währscheinlich bezeichnet sie schonHomer durch sein Elysium (s. d.). Hesiod schildert sie besonders als Aufenthaltsort desvierten Geschlechts der Heroen und so erhielten sie bei den nachfolgenden Dichtern, z. B.bei Pindar, sowie in der röm. Poesie, namentlich seit dem Zeitalter des AugustuS, aller-Hand Ausschmückungen. Hcrodot gibt einer der libyschen Oasen den Namen Insel derSeligen, daher sic Einige nach Ägypten versetzen, während sie die Alten selbst an derKüste von Spanien suchen oder sie an der Westküste von Afrika in den jetzigen Carrari-sche» Inseln (s. d.) wieder zu finden glaubten. Eine sehr anziehende Beschreibung gibtMurrt im ersten Abschnitt dcS fünften Buchs seiner „V«riue lectioner".