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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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446
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Znnocenz (Päpste) Innsbruck

nannt, ein Kreis von 4 1 lUM. mit 130000 E. und der Hauptstadt Braunau, welcher ftü- !her zu Baiern, gegenwärtig aber zu dem östr. Lande ob der Ens gehört. >

JlUlöcenz ist der Name 13 röm. Päpste. I. I., 302316, röm. Bischof, kambereits zu der Überzeugung, daß ohne ihn in der ganzen Christenheit, besonders in Glau-benssachen, nichts zu entscheiden sei. I. II., 113033, mußte gegen zwei Gegenpäpsteund deren Beschützer, Roger von Sicilien, kämpfen. I. III., 1198 1216, der bedeu- ,tendstc unter ihnen, stammte aus dem Hause der Conti in Anagni; geb. 1161, gebildet»» IParis, Nom und Bologna, war er gleich berühmt als Theolog wie als Jurist. In ihm ge- ,dich die Idee des Papstthums und deren Ausführung zur höchsten Vollendung. Er machte ,den Kirchenstaat unabhängig nnd führte als Vormund Kaiser Friedrich's II., den er freisinnigund glänzend erziehen ließ, die Regentschaft über beide Sicilien. Die Entscheidung der Strei-tigkeiten bei Königswahlen erklärte er für ein päpstliches Recht, gab Königreiche zu Lehen,empfing von den Königen Europas Tribut und belegte mit Bann und Znterdict ss.d.),was ihm widerstrebte. Um das Morgenland der Kirche zu retten, ließ er das Kreuz predigen,gleichwie gegen die Ketzer, namentlich die Albig enser (s. d.). Muf der vierten Lateransy-node im I. 1215 wurden 7» Kanones über die Glaubenssatzungen, die wichtigsten RechtS-und Disciplinarverhältnisse aufgestellt, und die Lehre von der Brotverwandlung samt le-nkt. Auch genehmigte er das Verbot des Bibellesens und entzog den Laien den Kelch.Zwar habsüchtig, war er doch ein Vater der Witwen und Waisen; auch vermittelte er gmden Frieden zwischen Städten und Fürsten. Er erhob Rom noch einmal zur Beherrscherinder gebildeten Welt und verglich die geistliche Macht der Sonne, die weltliche dem Monde.Seine Schriften erschienen 1552 und 1575 inFol.zuKöln. J.IV., 123353,kämpfte !mit dem Banne gegen Friedrich II., aber ohne ihn zu besiegen. Die Cardinäle zeichnete ^er durch rothe Hüte aus. I. V., 1266, starb, ehe er noch die Weihe empfangen. Derexilirte I. VI., 135262, suchte dem Bedürfniß einer Reformation durch Beschränkungseines Hofes abzuhelfen. I. VII., 13036, lebte in der Zeit der Spaltungen und Ee-genpäpste. I. Vlll., 138392, erneuerte die Gesetze gegen Zauberei, die besonders inDeutschland und Skandinavien streng vollzogen wurden. In dem von Parteikämpfen zer-rütteten Rom hieß er seltsamerweise Vater des Vaterlands. I. IX. war nur vom2S.Öel.bis 30. Dec. 1591 Papst. Z.X., 163357, wurde von Olympia Maldachini regiert undmußte sich auf einer Münze verspottet sehen, die ihn am Spinnrocken darstellt. Er hat denröm. Ackerbau durch das päpstliche Kornmonopol zu Grunde gerichtet. Im I. 1651 ver-dammte er in einer Bulle den westsäl. Frieden; >653 fünf Sätze von Corn. I a nsen (s.d.).

- I. XI., Odescalchi, 167689, ein Römer und von strengen Grundsätzen, suchte dieFinanzen durch Sparsamkeit zu verbessern und unterstützte Ostreich gegen die Türken durchGeldvorschüsse. Er verdammte die vier Sätze, welche eine Versammlung von Bischöfenund Baronen zu Paris 1682 gegen den Papst aufstellte. (S. Galli canische Kirche.)

Nach seinem Vorbilde regierte I. XII., 169117 00. Seine Nepoten waren, wie ervon sich selbst sagte, die Armen, der Lateran sein Hospital. Z. XIII., Conti, >721-23, war als Bischof gewissenhaft, als Fürst gerecht und gütig.

Innsbruck, die Hauptstadt der gefürsteten Grafschaft Tirol, am Einflüsse der rei-ßenden Sill in den Inn, über welchen zwei Brücken führen, liegt höchst romantisch in dergrößten Breite des pittoresken Jnnthales, welches nördlich durch eine 78000 F. hoheBergkette begrenzt wird. Sie hat gegen > 2000 E-, zwölf Kirchen, fünf Klöster, bedeutendeSeiden-, Handschuh-, Baumwollen-, Messer- und Siegellackfabriken und einen starkenTranfitohandel zwischen Deutschland und Italien. Zugleich ist sie der Sitz des östr. Landes-guberniums, des tirol-vorarlberg.Appellationsgerichts, eines Militaircommandos, des > 6>6erneuerten Landtags und einer Universität mit zwei Facultäten und einem Studium, welche1672 durch Kaiser Leopold I. gestiftet, von Kaiser Joseph II. 1782 in ein Lycenm verwan-delt, 1792 wiederhergestellt, 1810 nochmals aufgehoben, endlich >826 wiederum erneuertwurde. Dieselbe ist reich an Stiftungen, zählt 22 Lehrer und etwa 350 Studenten. Der ,Gouverneur, Karl Graf Chotek, gründete im I. 1823 ein Landesmuscum, das nach demdamaligen Kronprinzen, jetzigen Kaiser, Ferdinandeum benannt wurde und dessen M-glieder seit 1825Beiträge zur Geschichte, Statistik, Naturkunde und Kunst von Tirol

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