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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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443
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Jnglis Ingres E

Herzogthums Niederrhein, wo er sich namentlich mit großer Umsicht und Klugheit gegen diekatholische Geistlichkeit benahm, deren Anmaßungen er mit großer Entschiedenheit in diegesetzlichen Schranken wies, auch in der Leitung der landständischen Versammlungen großeBesonnenheit bekundete und die Ansprüche der Rheinländer durch Beibehaltung ihrer Zu-Azverfassung und anderer ihnen lieb gewordener Einrichtungen zufrieden zu stellen wußte.Nachdem er bereits am 15. Oct. 18t8 sein fünfzigjähriges Dienstjubiläum gefeiert, starber zu Köln am 13. Mai 1831.

Jnglis (Henry Dav.), ein ausgezeichneter Reiseerzähler, geb. zu Edinburg 1795,widmete sich anfangs dem Studium der Rechte, sehr bald aber ganz der schönen Literatur.Doch weder sein erster RomanHs ns« Oil Llss", obschon ein würdiges Seitenstück sei-nes Vorbildes, noch seine8olitarx «»Iks in msn^ Ismäs", die in Diction, Erhabenheitund Schönheit der Gedanken mit Byron's und Scott's Schilderungen wetteifern, fandenBeachtung. Desto entschiedenem Beifall erwarben ihm seine Reisewerke, die sich nicht sowoldurch Correctheit und Vollständigkeit, als durch elegante Darstellung auszeichnen. Dahingehören namentlich sein8paill in I83V" (2 Bde., Lond. 1832);l'xrol «itb a glanceat Lavaria" (2 Bde., Lond. 1833; deutsch, Lpz. 1833);8«itrerlant1, 8outb okkrsncesixi tke kz'renees";lour tbrougb 8«e<isn sn«1 Dsnmsrü" undObannel Is-

Isnäs, äerse)', Ouernse^" (2 Bde., Lond. 1834). Er starb zu London am 20. März 1835.

Ingolstadt, eine alte Stadt und Festung in Oberbaiern, am linken Ufer der Do-nau, ursprünglich Jngoldestadt, und daher im 16. Zahrh. ^uripolis oder Okr^sopolis ge-nannt, hat etwa 8600 E., die etwas Fabrikhandel und Schiffahrt treiben, lOKirchen, dar-unter eine neuerdings erbaute protestantische, zwei Nonnenklöster, ein altes Schloß und einGymnasium. I. war ursprünglich eine königliche Villa, die bereits 806 erwähnt wird, undspäter die Residenz einer besonder« Linie bair. Herzoge, unter denen Ludwig der Bärtigedurch seine Kämpfe gegen alle Nachbarn, vorzüglich die geistlichen Fürsten, durch den meuch-lerischen Anfall aufseinen Vetter Heinrich von Landshut während des Concils zu Konstanz,durch den Streit mit seinem eigenen Sohne Ludwig und durch sein unglückliches Ende zuLandshut im Gefängnisse im I. 1447, am meisten bekannt ist. Nach dem Aussterben derherzoglichen Linie in I. kam die Stadt an die Herzoge von Landshut, von denen Ludwigder Reiche 1472 die Universität zu J. gründete. Sie hatte anfangs berühmte Lehrer, unterAndern Reuchlin, bis zur Zeit der Reformation durch den überwiegenden Einfluß und dieUmtriebe des Professors E ck(s. d.) alle Freidenkenden vertrieben wurden oder von selbstauswrnderten, worauf die Universität in die Hände der Jesuiten kam und ihren Ruf verlor.Um sie ganz neu zu organisiren, wurde sie im I. 1800 nach Landshut und von da 1826nach München verlegt. Die von den Franzosen im I. 1800 geschleiften Festungswerke ließder König von Baiern in Betracht der Wichtigkeit dieses Punktes an der Donau nach ei-nem großartigen Plane in neuerer Zeit wiederherstellen.

Ingres (Jean Aug. Dominique), einer der vorzüglichsten neuen franz. Maler, geb.ja Montauban im I. 1781, erlernte bei seinem Vater die ersten Anfänge der Zeichenkunstund kam in seinem 16. Jahre in das Atelier von David in Paris, wo ihm das Institut imI. >800 den zweiten und im folgenden Jahre den ersten Preis zuerkannte. Hierauf ginger nach Rom, wo er von dem steifen Classicismus seines Lehrers sich frei machte, der Natursich zuwendete und insbesondere Rafael zum Muster wählte. Seine vorzüglichsten GemäldesindÖdipus und die Sphinx";Jupiter und Thetis";Virgil, derbem Augustus und"st Llctavia die Amide vorliest";Francisco von Nimini";Karl's V.Einzug in Paris";»Napoleon auf dem Throne", jetzt im Jnvalidenhause zu Paris;Rafael und die For-narina";Die Messe Papst Pius'Vll.";Das Gelübde Ludwigs Xlll., in der Kathe-drale zu Montauban;Der Tod Leonardo da Vinci's";Heinrich IV. mit seinen Kin-dern";Die Martern des heil. Symphorian", in derKirche zu Autun, und einChristus-'°pf". Im Quirinal zu Rom malte er Romulus und den Schlaf Ossian's, und im neun-ten Saale des Museums an der Decke das Frescobild, die Vergötterung Homer's. Untersimen großartig aufgefaßten und herrlich ausgeführten Portraits sind die des Marschalls«erwick, Pastoret's, Bertin'sdeVaux und Mole"s zu erwähnen. Seit 1826 Mitglied desInstituts, ging er 1834 an Vernet's Stelle als Direktor der franz. Akademie nach Rom,