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7 (1846) Heim bis Juwelen
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; Jngernann Ingenieure 441

noch durch ihre historischen Denkmäler und Erinnerungen. Oberingelheim, mit jetzt23«0 E., ein ehemaliges Reichsdorf, wird schon 76» als Zubehör der kaiserlichen Pfalz in1 Niederingelhcim erwähnt. Es hatte mit letzterm zusammen ein Ritter- und Centgericht,welches erstere zu Ende des >7. Iahrh. mit dem des kurpfälzischen Oberamts Oppenheim^ vereinigt wurde. Die dasige uralte, jetzt evangelische Kirche, ist mit vielenErabmälern und

> Grabschriftcn, auch mit Glasmalereien, welche Sccnen aus Karl des Großen Leben dar-

> stellen, geziert. Niederingelheim ist besonders berühmt durch den Palast Karldes Großen, der zwischen 768-7-1 gebaut, auf I»», zum Theil aus Ravenna herbeige-schafften Granit - und Marmorsäulen ruhte. Hier hielt im Z. 7 7 1 Karl der Große einen

^ Reichstag, und auch unter seinen Nachfolgern, die öfters daselbst residirten, wurden hiermehre Kirchen- und Rcichsversammlungen gehalten. Kaiser Friedrich l. ließ > >51 den, Palast ausbessern und auch noch Karl lV. suchte ihn in baulichem Stande zu erhalten, über-ließ ihn aber >356 an Kurpfalz. Namentlich in der sogenannten bair. Fehde von I5»->,dann im Dreißigjährigen Kriege und zuletzt bei dem Einfalle der Franzosen im I. 1689 istdie alte Kaiserburg gänzlich verwüstet worden. Nur wenige Trümmer, der Saal genannt,hatten sich noch erhalten, und auch diese stürzten am 13. Febr. 1831 zusammen. Übrigensführt von diesen Orten die seit 1737 in den Rcichsgrafenstand erhobene und noch gegen-wärtig im Rheingau stark begüterte Familie vonJngelheim den Namen, die aus einemschon 111» urkundlich erwähnten Reichsministerial-Eeschlecht stammt, welches ursprüng-lich als Bnrgmannen in die kaiserliche Pfalz eingesetzt war.

Jngemann (Beruh. Severin), einer der bedeutendsten jeßtlebenden dän. Dichter,geb. am 28. Mai >789 auf der Insel Falster, wo sein Vater Geistlicher war, besuchte nachdessen Tode im I. >799, von der Mutter zum Studiren angehalten, das Gymnasium zuSiagelse und dann die Universität, wo er für die AbhandlungÜber die Grenzen der Dicht-und Redekunst" > 812 die Preismedaille erhielt. Seine erste Dichterperiode, von 1811

! I >, in der er seineDigte" (2 Bde., 1811 l 2), eine Sammlung zum Theil lyrischer Ge-ls dichte unter dem TitelProcne" und ein Epos in neun Gesängen mit durchgreifender alle-Mischer RichtungDen sorte Ridder" (1811) erscheinen ließ, trägt den lyrisch-epischenÄ Charakter; dagegen erscheint er im zweiten Abschnitte seiner Dichterlaufbahn, von >815! - 2>, mehr lyrisch-dramatisch, mit einer kräftigen, frischen Lebcnsfarbung und einer be-

stimmten objectiven Richtung. Dieselbe manifestirt sich durch eine Reihe Tragödien (Ma-saniello", !8I5;Bianca", 1815;Hyrden af Tolosa", 1816;Loveridderen", 181»),Dramen (Rosten iDrkenen", 1815;Reinald Underbarnet", 1816;Tasso'sBefriede",

! >818), Novellen und Mährchen (De Underjordiske", >817, undEventyr og Fortällin-

ger", 182»), die zum Theil ins Deutsche übertragen sind. Die inzwischen von I. unter-nommene erste Reise durch Deutschland, Frankreich, die Schweiz und Italien in den I.1818I9veranlaßte ihn zu derResselyren"(2Bde., 182»), welcher eine lyrische Samm-lung (Julegave", 1826) vorausgegangen war. Den dritten Abschnitt von J.'s Dichter-keben, seit 1822, bezeichnet einerseits eine national-historische und religiöse Richtung, an-dererseits eine bewußte Aneignung der objectiven Form der Poesie. Dem trefflichen Epos»Waldemar de Store og Hans Mcrnd" (1821) folgten nun seine historischen Romane, inwelchen er selbständig den romantischen Gehalt der dän. Geschichte des Mittelalters poe-f tisch darzustellen suchte. Sie beginnen mitWaldemar Seir" (3 Bde., >826); darauffolgtenErik Menved's Barndom" (3 Bde., 1828);Kong Erik og de Fredlose"(2 Bde.,>8-j3) undPrinds Otto og Hans Samtid" (2 Bde., > 835). Wie er schon früher durchleineHoimessepsalmer" (1825) einem kirchlichen Bedürfnisse seiner Zeit entgegengekom-men war, so fesselte ihn jetzt auch der symbolische Gehalt mehrer auf christlichem Grundeentstandenen Sagen und veranlaßte seineBlade af Jerusalems Skomagers Lommebog"(>833), undSalomons Ring" (1839). Zu seinen vortrefflichsten Arbeiten gehören end-lich die beiden romantisch-historischen GedichteDronning Margrete" (1836) undHol-Scr Danske" (1837). Eine Ausgabe seinerSamlede Skrifter" hat er >8-13 begonnen.

Ingenieure hießen schon in den frühesten Zeiten die Verfertiger der Kriegsmaschi-mn (enFb,1os), von welchen die Wurfmaschinen und späterhin die Feuerwaffen abgezwciatdos besondere Fach der Artillerie (s. d>) bildeten. In ältern Schriften findet man zu«