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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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420
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420 Indiana Indikativ

seiner Strenge und Härte von Pius IV. widerrufen worden war. I» der 18. Sitzung(1562) ernannte die Kirchenversammlung einen Ausschuß, der das Verfahre» gegen kctze- ^rische Bücher bestimmen und ihm darüber Bericht erstatten sollte. Das Ergcbniß der Ar- >beiten dieses Ausschusses war aber so umfassend, daß die Kirchenversammlung in ihrerletzten Sitzung beschloß, diese Angelegenheit dem Papste zur Erledigung zu überlassen.Pius IV. genehmigte nun 1564 durch eine Bulle das Verzeichniß der zu verbietenden Bü-cher, und so entstand der sogenannteIndex <ride»ti»»s", welchem zehn Regeln zur Be-urtheilung ketzerischer Bücher vorgesetzt waren. Gedruckt wurde derselbe unter dem TitelIndex librorum proliibitarum /»exandri VII. Unntis. ,»:,x. sii^sn editn»" (Nom, bei Al-dus Manutius). Später von Sixtus V. und Clemens VI». vermehrt, welche zugleich dieBeurtheilungsregeln genauer bestimmten, erschien er l 5!) 5 in einer neuen Ausgabe. Zu-gleich stiftete Sixtus V. eine eigene Kongregation des Index, welcke das Verzeichnis derverbotenen Bücher fortsetzen, gelehrten und frommen Männern das Lesen verbotener Schrif-ten gestatten und ein Verzeichniß solcher Schriften entwerfen sollte, die nach Ausmerzunganstößiger Stellen gelesen werden dürften. Übrigens behielt auch die röm. Inquisition dasRecht, Bücher zu verbieten. So mehrte sich nach und nach die Menge der Verbote unge-heuer, und allmälig ging derName Index tridentinns in den Namen des röm. Index übrr.Die Zahl der zum Gebrauche katholischer Leser zu reinigenden Bücher enthielt derIndexlibrorum expurgsodorum" oderIndex expiir^utnriiis". Merkwürdig war das Verzeich-niß, das Joh-Maria Brasichelli (eigentlich Wenzell von Brisigella) zu Rom 1607 heraus-gab, das aber, nachdem der erste Theil erschienen war, wegen einiger darin vorkommende»Stellen, vom Papste 1612 unterdrückt, jedoch nachmals nach einem geretteten Exemplarabgedruckt wurde. Eine sehr vollständige Sammlung verbotener Bücher ließ der span.Großinquisitor Antonio a Sotomayor unter dem TitelIndex librnrnm prokibitorum etexpurgrtllliornm" (Madr. 1648, Fol.) drucken. Der neueste röm. Index ist vom 1.1818und seitdem vielfach vermehrt. Vgl. Peignot,Ilictionnaire critigue, littersire et biblio-grapiügue des z>rincipa»x livre» condainnö« »u len, nuzapriines c>n censnres" (2 Bde., ^Par. 1806), und Mendham,Account c>f tll« indices, botll prollibitor^ snd expurga-tor^ ok tlie cllurck ok Rome".

Indiana, einer der Vereinigten Staaten von Nordamerika, zwischen Michigan,Ohio, Kentucky und Illinois, kam schon 1783 unter den Schuh der Union und wurde, nach-dem die Pflanzer seit 1795 von den Eingeborenen das Land am Wabasch erkauft hatten,

1810 in den Bund ausgenommen. Der Name bezieht sich auf die ehemals dieses Land be-wohnenden zahlreichen Jndianerstämme. I. hat einen Umfang von 1840 mM. und zählte1840 685866E., worunter 7000 Indianer. Das Klima ist gemäßigt, der Himmel stetsheiter und der Boden für alle Producte des Mittlern Amerika geeignet. Steinkohlen undSalzquellen sind in Menge vorhanden. Zum Kongresse sendet der Staat zwei Senatorenund fünf Volksvertreter. Die Hauptstadt istJndianopolis am White mit 1200 E.;andere wichtige Orte sind New-Albany, mit 4300 E.; VincenneS am Wabasch, mit2000 E.; New-Harmony, eine schöne, von Rapp 1815 begründete Stadt, in einem un-fern vom Flusse Wabasch gelegenen Thale, in deren Nähe Owen (s. d.) eine Kolonie er-richtete, in der er sein System einzuführen gedachte, die sich aber >826 auflöste; Veveyam Ohio, von Auswanderern des schweiz. Kantons Waadt angelegt, weshalb auch die Ge- jgend Schweizerland genannt wird; Blomington, mit dem College, und Clarkeville, ge-gründet vom General Clarke auf den ihm vom Kongresse für seine Dienste geschenkte»150000 Morgen Landes.

Indikativ (lat.), eigentlich die bestimmt anzeigende Form, heißt in der Grammatikderjenige Modus des Zeitworts, durch welchen der Gedanke als gegebene oder gesetzte Wirk-lichkeit, also objectiv und unabhängig von der Ansicht des Subjects dargestellt wird, im Ge-gensätze zum Conjunctiv, der den Begriff des Möglichen, Unbestimmten und Jndnectenenthält. Mithin wird durch ihn einem Subjecte ein Prädicat als wirklich zugehörig beige-legt oder abgesprochen, z.B.Alle Menschen sind sterblich" u.s. w. Übrigens ist diese Forw isehr verschieden in den Sprachen ausgeprägt und gewöhnlich in der Endung zu erkennen,auch schließt sie häufig zugleich Person, Zahl und Geschlecht mit ein.