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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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418
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418 Jncuna-elrr I

Orte, welche in der Regel von nicht geringerer Seltenheit sind als die vorigen. 3) Die er-sten in einer gewissen Sprache oder mit besondern Typenarten gedruckten Bücher. Dieältesten Drucke haben die sogenannte gothischc Type, etwas später ist der Gebrauch der irunden oder röm., welche in Italien bald die herrschende wurde. Einzelne griech. Worte,nur in Holz geschnitten, erschienen zuerst in CiceroDe ofücüs" von 1-165 und im Lactan-tius desselben Jahres; das erste griech., mit gegossenen Lettern gedruckte Buch warLaskaris'Griech. Grammatik", welche zu Mailand 1476 erschien, -i) Drucke aus Ofß-cinen, welche wenig geliefert haben, z.B. H. Bechtermünze zu Eltville, Adam Not zu Nom, !Arnold de Bruxell«, zu Neapel, Kune in Memmingen, sowie aus andern lhätigen Öfsicüiengewisse Arten Bücher,;. B. Mentelin'sche Drucke von alten röm. Classikern. 5) Drucke,in denen technische Vervollkommnungen der Buchdruckerkunst zuerst Vorkommen; so ist3. Kicker, ziraeceptorinin ckivinse legis" (Köln, Koelhof, 1472, Fol.) das erste gedruckteBuch mit Signatur, der8ermn !,ll pozmimn praeckicabilis" (Köln, ther Hoernen, i4il>,4.) das erste mit Blatkzahl, CiceroDeflicüs" von 1465 das erste in Quart und dasOfficium b. iVlariae virgiuis" (Ven., Jenson, 1473, 32.) das erste im kleinsten Formate.Titelblätter erschienen erst seit 1485. 6) Drucke mit den ersten oder sehr vorzüglichen Ver-suchen, die Kunst zur Dccoration der Bücher anzuweuden. Das erste gedruckte Buch mit ,Kupferstichen ist Antonio's da SienaiVlonte ssnto cki Oio" (Flor. 1477, Fol.). Die vor- !züglichsten Holzschnitte, von denen besonders der strasburger Drucker Grüninger ein großerFreund war, finden sich in deutschen und ital. Drucken. Vgl. Heller,Geschichte der Holz-schneidekunst" (Bamb. 1823). Auch kann man hierher Exemplare mit ausgezeichnetenMiniaturen rechnen. 7) Einzelne Exemplare, welche durch besondere andere Ausstattun-gen eine vorzügliche Auszeichnung erhalten haben, z. B. Pergamentdrucke, Golddrücke,deren einige bereits das 15. Jahrh. aufzuweisen hat, u. s. w. Von den Pergamentdrucken,welche zu Anfang der Buchdruckerkunst so allgemein waren, daß beiden ersten Büchern die ^ganze Auflage auf diesem Material abgezogen wurde, und von später», z. B. von der lat.Bibel des I. 1462, die Papierexemplare wenigstens die selteneren sind, werden vorzüglich >diejenigen sehr gesucht, die aus Ofsicinen stammen, welche wenig aus Pergament drucktcn,z. B. Schweynheim und Pannarz zu Nom, von denen man nur sechs Pcrgamentdruckekennt. Vgl. van Praet,Oatalo^us ckes livres imprimes sur velii," (6 Bde., Par. 182223 und 4 Bde., 182426). 8) Einzelne Collectionen oder Suiten, z. B. die vonAlopa zu Florenz 149496 mit Kapitälchen gedruckten sechs griech. Werke (die Antho-logie, Apollonius Rhodius, Euripides, Kallimachus, die Gnomiker und Musäus), oder dieMailänder griech. Drucke mit einer merkwürdigen runden Schrift, von denen dieGriech.Grammatik" des Laskaris von 1476 der erste und der Suidas von 1499 der letzte ist. Auchwerden die Drucke von berühmten Ofsicinen des > 5. Jahrh., z. V. die von Schweynheu» >und Pannarz, welche noch dazu nie starke Auflagen machten und nie die Zahl von 2 , >Exemplare» überschritten, eifrig gesammelt. Was die Hülfsmiltel zur Jncunabelnkundebetrifft, so enthalten Panzer's (s. d.)^imales t^pngrapbici", verbunden mit seinenAnnalen der älter» deutschen Literatur", die vollständigste Nomenclatur bis 1536. Weitunvollständiger, aber mit etwas mehr Detail ausgestattet und etwas weiter fortgefühn,sind Maittaire's (s. d.)^muckos t>i>»8r»i>Iiici". Ein recht brauchbares Werk öderdie interessantesten Jncunabeln ist Scrna Santander'sDictinunaire l)ihli<>grr>>>>üc>»e ,

choisi <9, 15. siecle" (3 Bde., Brüss. 18957), welches, zumal von span, und nieder- ^

länd. Jncunabeln, Vieles enthält, was bei Panzer fehlt. Das Hauptwerk aber ist Lud. !Hain'sRepertorium biblingrapliicuiii, in gno libri omnes ab arte Dpogrspbica m-venta nstjiie ack a«r>. 511). tvpis express! nrckiue al>>habetic<> recenseutur" (2 Bde.,Stuttg. 182638, 4.). Außerdem findet man gute Beschreibungen von Jncunabelinnden Buchdruckergeschichtcn einzelner Orte, ;. B. in Audiffr cd i's (s. d.) Werken überröm. und ital. Drucke, sowie in denen, welche Panzer von Nürnberg, Sprenger von Bam-berg (Nürnb. >799), Denis (s.d.) von Wien, Merkel von Aschaffenburg (AschM-w'1832) geliefert haben, i» de» Monographien über einzelne Buchdrucker des > 5 . Jahrh-- !wie Gutenberg, Janßon, Aldus, Giunti u. s. w., und in den Werken über die Jncunabenin einzelnen Bibliotheken, z.B. von Fossi, Dib din (s. d.), Braun, Seemiller, Strauß

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