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Jncomplexe Größe Zucunabetn 417
Jncomplere Größe nennt man in dcr Mathematikeine solche, die aus keinen durchAddition, Subtraction u.s.w. besonders angezeigten Theilen besteht und nur durch ein bloßesZeichen, r.B. durch s, durch x u. s.w., bezeichnet wird. Auch benennt man mit diesem Na-men benannte, ganze Größen, z. B. >8 Pfd., 42 Tage u. s. w.; haben aber diese Größennoch kleinere Theile bei sich, z. B. 18 Pfd. 13 Lvth, 42 Tage I l Stunden 14 Minutenu.s.w., so nennt man sie complexe Größen.
In eoenii «ivmini oder Nachtmahlsbullc, die merkwürdigste aller päpstlichenBullen, rührt in ihrem ersten Entwürfe aus sehr früher Zeit und namentlich von Urban V.,1362—76, her; durch Pius V. wurde sie > 567 und durch Urban Vlll. 1627 erneuert undabgeändert. Sie enthält die vollständige Darlegung aller Rechte der rvm. und der gesamm-ten Hierarchie und die Verwahrung derselben gegen die weltlichen Fürsten, die Kirchcnver-sammlungen und die Laien, verbunden mit der feierlichen Excommunicirung und Verflu-chung aller Ketzer. Der Anordnung Pius' V. zufolge sollte sie jährlich am Grünen Don-nerstag in allen Kirchen verlesen werden, was sich aber des Widerstandes wegen, den sienicht nur in Frankreich, wo deshalb 1568 große Unruhen außbrachen, sondern auch inDeutschland und anderwärts fand, nur in Rom bewerkstelligen ließ, wo sie auch gegenwär-tig noch verlesen werden soll. Vgl. Lebret, „Pragmatische Geschichte der Bulle iu cooim(Ivmini" (4 Bde., Lpj. 1769).
Jncröment nennen vorzugsweise die engl. Mathematiker die Veränderung, welcheeine veränderliche Größe erleidet, diese Veränderung mag positiv oder negativ sein, wennsie nur von endlicher Größe ist. Auch nennen sie das negative Jncrement oft Decrement.Auf dem Festlande nennt man diese Veränderungen überhaupt Differenzen (s. d.)und,wenn sie unendlich klein sind, Differentiale. (S. Differentialrechnung.)
Inkubation, das Schlafen im Tempel, war im Alterthume etwas gar nicht Unge-wöhnliches, da man hier in derNähe derGötter divinatorischeTräume zu erhalten glaubte,und viel erzählen die Alten von Orakeln durch Jncubation, bei welcher, wie beim Somnam-bulismus, verschiedene anregende Einflüsse mitwirkten.
Jncübus, s. Alp.
Jnculpat wird im deutschen Untersuchungsprocesse bei den wichtiger» Verbrechender Angeschuldigtc so lange genannt, bis auf articulirtes Verhör desselben oder die Special-inquisition erkannt ist, wo er nun den Namen Jnquisit erhält. Bei leichtern Vergehungenbraucht man statt Jnculpat Denunciat.
Jncunäbeln, auch Paläotypen oder alte Drucke, ist die in Deutschland üblichsteBenennung für diejenigen Bücher, welche bis zum I. > 566 gedruckt sind, und deren Zahl wolungefähr auf 15666 anzuschlagen ist. Der Name Jncunabel stammt von dem lat. Wortmcunsbul», d. i. Wiege und dann überhaupt Anfang oder Ursprung, daher man sieauch zuweilen Wiegendrucke nennt. Am richtigsten beschränkt man den Begriffd» Jncunäbeln auf die angegebene Periode, weil in dieser die Technik der Buchdrucker-kunst in ihren Haupttheilen vollkommen ausgebildet war. Daß Panzer sein Werk bis>5Z6, Maittaire das seinige noch weiter fortführte, kann gegen diese Beschränkung keinenBeweis liefern, da beide Gelehrte mehr die Geschichte der Buchdruckerkunst überhaupt als°>e besondere der eigentlichen Jncunäbeln im Auge hatten. Die Kenntniß der Jncunäbeln>st um so wichtiger, weil sie die zuverlässigsten Urkunden und oft die einzigen Quellen fürsvecielle Geschichte der Buchdruckcrkunst sind. Außerdem sind viele derselben theils fürm Kunstgeschichte durch die beigegebenen Decorationen mancherlei Art, theils in wissen-Mftlicher Hinsicht wichtig und interessant, zu welcher letztem Art vorzüglich die ersten,brni Kritiker wichtigen Ausgaben, die sogenannten editiones principe«, der älter» undneuern Classiker gehören. Folgendes sind ungefähr die Hauptrücksichten, welche den Samm-ler bei der Auswahl unter denselben leiten: l) Die Vorspiele und ersten Anfänge der Buch-. ckerkunst überhaupt, wohin zuvörderst die xylographischen Produkte und die ersten Va-luten wirklichen Drucke gehören, deren Reihe mit Nicolaus' V. Ablaßbriefe von 1454 be-Mnt, obwol das erste mit einem ganz unzweideutigen Datum versehene gedruckte Buchnoch immer das Psalterium von 1457 ist. 2) Die ersten Drucke einzelner Länder undC°n».-Ler. Neunte Auff. VII. 27