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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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413
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Impfen Impotenz 4!3

dem Recht zur Anstellung der höhern Auspicien verbunden und zeigte sich vornehmlich inder Ausübung der höchsten militairischen und richterlichen Gewalt. In Hinsicht auf die er-ste« militaro) erhielten in den spätem Zeiten der röm. Republik zum Behuf

der Kriegführung Consuln und Prätoren nach Niederlegung ihres Amtes das Imperiumprorogirt oder verlängert, als Proconsuln und Proprätoren, und theils daher, theils weildie Statthalter in den Provinzen Imperium hatten, wurde das Wort auch im Gegensatzgegen Magistratus gebraucht. Die Juristen der röm. Kaiscrzeit unterschieden das aus derFeldherrngewalt abgeleitete imperinm mernm, d. i. das reine Imperium, auch glulliiliatestas genannt, die Criminalgewalt überLeben und Tod, welche der Kaiser den Provinz-statthaltern und den Präfecten der Stadt und des Prätoriums überträgt, und das impe-, rium mixtum, das sich auf die Civiljurisdiction beziehende, welches namentlich die Be-sugniß des Magistrats zum außerordentlichen Messverfahren durch Cognition und De-kret enthält.

Impfen, s. Kuhpockenimpfung und Pfropfen.

Imponderabilien oder unwägbare Stoffe nennt man in der Physik die unbekann-Im Ursachen, welche den Erscheinungen des Lichts (s. d.), der Wärme (s.d.), der Elek-tricität (s. d.) und des Magnetismus (s. d.) zum Grunde liegen. Man hat nämlichbis auf die neueste Zeit diese Erscheinungen nicht anders zu erklären gewußt, als daß manfür jede Classe derselben die Existenz einer oder, wie bei Elektricität und Magnetismus, garzweier polar entgegengesetzter sehr feiner, weder durch die Sinne unmittelbar wahrnehm-barer, noch durch das Gewicht bestimmbarer, Materien annahm, durch deren Bewegungoder Ruhe, Mangel oder Überfluß u. s. w. unter verschiedenen äußern Bedingungen jeneErscheinungen hervorgebracht würden. Jndeß haben Euler und Fresnel zuerst beim Lichtegezeigt, daß dessen Erscheinungen auch ohne Annahme einer besonder« Lichtsubstanz sichdurch schnelle schwingende Bewegungen der Molocule erklären lassen, und Gleiches wird^ auch von den übrigen Imponderabilien immer wahrscheinlicher.

^ Jmpost nennt man eine Auflage auf das Erzeugen, Verbrauchen und Einbringenvon Salz, Getränke, Getreide u. s. w., also eine indirecte Abgabe, deren Object Alles seinkann, was im Verkehr ist. Eine bestimmtere Bedeutung bekommt das Wort dann, wennman damit einzelne in einem Lande eingeführte, neben der Steuer auf gewissen Maarenlastende Abgaben bezeichnet, wie es denn sonst Jmpost und Tranksteuer von Wein undBier nebeneinander gab, die sich nicht nur durch die verschiedene Zeit der Einführung, son-dern auch durch die Erhebungsweise voneinander unterschieden.

Jmpötenz oder das Unvermögen, den Act der Begattung auszuüben, ist wohl zuunterscheiden von der Unfruchtbarkeit (s. d.) oder der Unfähigkeit, zu zeugen, zu be-fruchten oder befruchtet zu werden. Die Impotenz kommt bei beiden Geschlechtern, weithäufiger jedoch bei dem männlichen als bei dem weiblichen, vor. Sie kann angeboren odernworben, beständig vorhanden oder nur momentan, heilbar oder unheilbar sein. Die haupt-sächlichsten Ursachen der Impotenz sind gänzlicher Mangel oder fehlerhafter Bau der zurBegattung und Zeugung nöthigen Geschlechtsorgane, sowie Krankheiten derselben, beson-ders aber allgemeine und örtliche Erschöpfung in Folge zu frühen und unmäßigen Ge-schlechtsgenusses oder unnatürlicher Ausschweifungen, schwerer Krankheiten, mit Gehirn-I Erschütterung verbundener Verwundungen des Hinterkopfs, hohen Alters, gemächlicher§ Zustände, die das Verlangen der physischen Liebe zum Schweigen bringen, wie z. B. Ab-»eigung, Widerwille oder auch Mangel an Vertrauen zu sich, in seltenen Fällen selbst einemit scheuer Ehrfurcht gepaarte oder zu glühende, schwärmerische Liebe. Anlangend dieBehandlung der Impotenz, die meist nur als symptomatische Erscheinung gelten kann, istdie Heilung der sie'bedingenden Grundkrankheit, die Entfernung der diese veranlassendenund unterhaltenden Ursachen die Hauptaufgabe. Sind diese durch diätetische, arzneiliche,vperative oder psychische Einwirkungen absolut oder wegen besonderer Umstände nicht zubeseitigen, so ist auch die Impotenz unheilbar. In jFällen, wo Kraftvergeudung und da-> durch herbeigeführtcr Kraftmangel sie verursacht, hat man die Thätigkeit und Kraftäuße-rung der betreffenden Organe meist vergebens wieder hervorzurufen gesucht durch soge-urnnte Liebestranke (s. d.), von denen einige so heftig einwirken, daß schon mancher