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Idmoil Idylle
heiten gehen von dem individuellen Volkscharakter aus, entwickeln sich in der Conversations-l spräche des gewöhnlichen Lebens und verlangen daher, da sie den schwierigsten Theil jeder! Sprache ausmachen, besonders in den fremden Sprachen, das sorgfältigste Studium. Dererste größere Versuch dieser Art, eine Zusammenstellung derJdiotismen der griech. Sprache,machte gegen Anfang des 17. Jahrh. der Franzose Franc. Vigier oder Vig erus (s. d.).Über die Sammlungen deutscher Idiotismen s. Idiotikon-
Idmon, der Sohn des Apollon und derKyrene oder Asteria, ein ausgezeichneter Se-her, begleitete, obschon er seinen Tod dabei voraussah, die Argonauten auf ihrem Zuge.
Idololatrie, die Verehrung eines Idols oder Götzenbildes, steht mit der Abgöttereiin naher Verbindung. (S. Abgott und Götze.)
Jdomöneus, König von Kreta, ein Enkel Minos' II., der Sohn des Deukalisn, warsehr schön und nach später» Mythographen einer der Freier der Helena. Er führte mitMerioneS, dem Sohne seines Halbbruders, die Kreter in 80 Schiffen gegen Troja und warhier einer der tapfersten Helden. Nach Beendigung des Krieges kehrte er glücklich mit Me-riones in die Heimat zurück. Spätere Sagen berichten von ihm noch Folgendes. Von ei-nem Sturme auf dem Meere ergriffen, habe er dem Poseidon gelobt, ihm, wenn er glück-lich nach Hause zurückkehre, Dasjenige zu opfern, was ihm auf dem heimatlichen Bodenzuerst begegnen werde. Dieses war sein Sohn. Weil er nun diesen opferte und darauf einePest ausbrach, vertrieben ihn die Kreter. Er begab sich nach Italien, hierauf aber nach Ko-lophon und wurde aus dem Berge Kerkaphos begraben. Nach Diodvrus wurde sein Grab'' zu Knossos gezeigt und er dort als Heros verehrt.
Jdrra, eine wegen ihrer ergiebigen, im I. I3S7 entdeckten Quecksilbergruben be-rühmte Stadt in Jnncrkrain im östr. Königreich Jllyrien, der Sitz eines Bergamts, liegtin einem tiefen, kesselartigen Thale, welches die Zdrizza bewässert, ziemlich zerstreut aufj einzelnen Hügeln und hat gegen -1300 E., von denen gegen 600 zum Bergwerkspersonalegehören. Unter den Gebäuden zeichnet sich das >527 von den Gewerken unter der Rcpu-> blik Venedig erbaute Schloß Gewerkenegg, in welchem gegenwärtig das Bergamt ist, aus.i Das Quecksilberbergwerk ist seiner Einrichtung wegen eines der sehenswürdigsten der östr.! Monarchie. Die jährliche Ausbeute an Quecksilber beträgt gegenwärtig ungefähr 3000Ctr. und die Zinnoberfabrik liefert jährlich 600—700 Ctr. Zinnober. Unter den hier vor-kommenden Mineralien ist der Zdrialit, in welchem man einen neuen Kohlenwasserstoff,Jdrialiti n genannt, entdeckte, am bemerkenswerthesten. Eine Stunde nördlich von der' Stadt liegt der Flecken Unteridria. Der idrianerBezirk zählt auf drei LiM. gegen>1500 E., die nächst dem Bergbau namentlich auch mit Verfertigung von Zwiruspitzensich beschäftigen.
Jdumäerwder Edomiter, Esau's Nachkommen, bewohnten das kleine, von Fels-klüften durchschnittene Gebirgsland Jdumäa an der südöstlichen Grenze Palästinasnachdem sie die Honten, d. i. Höhlenbewohner, aus demselben vertrieben hatten. UnterHyrkan us (s. d.) wurde ihr Land dem jüd. Reiche einverleibt, dem sie später in den He-rodianern eine Herrscherdynastie gaben. Nach dem letzten jüd. Kriege verfließt der Nameihres Landes in die Benennung Arabia.
, Jdunna, die Gattin Bragi's (s.d.), des Gottes der Dichtkunst, stammt nicht von, den Äsen, sondern von den Alfen, und war eine Tochter des Zwergs Jwald. Sie hütetedas Gefäß mit den goldenen Äpfeln, deren Genuß den Göttern ewige Schönheit und Ju-gend verlieh. (S. Asenlehre.) Als mit Loki's Beistände der Niese Thiasse einst I. mitihren Äpfeln geraubt, fingen die Äsen an alt und grau zu werden. Durch ihre Drohungengezwungen, holte Loki sie wieder aus Jotunheim, indem er durch Freyja's zauberisches Fe-dergewand in der Gestalt eines Falken I. als Sperling davontrug.
Jdus, s. Kalender.
Idylle, griech Eidyllron, d. i- ein kleines Bild, nennt man eine aus dem Lebeneinfacher und unverdorbener Landleute entnommene, poetische Schilderung, deren Schau-j Platz die Natur ist und worin andere Personen, als Landbewohner, nur des Contrastesipegen auftreten, daher sie bei den Alten als besondere Dichtgattung auch das.bukolischeErdicht oder Ekloge (s. d.) heißt. Je mehr nämlich die Menschen von dem Naturleben