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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
Seite
397
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Jbeler (Zul. Ludw.) Idiopathisch 397

tioiiLlliteratur bis auf Franzi." (Berl. 1842) -hinzufügtc. Ebenso erschien von seinemebenfalls mit Nolte herausgegebenenHandbuch der engl. Sprache und Literatur" der ersteTheil in der sechsten (Berl. 3814), der zweite in der vierten Auflage (1832), denen seinSohn gleichfalls einen dritten Theil (Berl. >838) beifügte. SeinHandbuch der mathe-matischen und technischen Chronologie" (2 Bde., Berl. l82526), das er auch alsLehr-buch der Chronologie" (Berl. I83l) bearbeitete, war das erste umfassende Werk, das demGeschichtsforscher wie dem Astronomen eine klare Übersicht der Zeitrechnung älterer undneuerer Völker gewährt. Seine bedeutendste Arbeit istDie Zeitrechnung der Chinesen"(Berl. 1839), mit der er gleichsam den Kreis seiner technisch-chronologischen Forschungenabschloß. Bei der Feier seines fünfzigjährigen Dienstjubiläums im März 1842 erhielt erden Charakter als Geh. Regierungsrath.

Jdeler (Julius Ludw.), ein vielseitig gebildeter Gelehrter, der älteste Sohn desVorigen, geb. am 3. Sept. 1809 zu Berlin, besuchte das franz. Gymnasium daselbst undkam 1821 in die Landesschule zu Pforta. Nach seinem Abgänge von hier im I. 1828 stu-dirte er anfangs Medicin, später Naturwissenschaften zu Berlin und dann Mathematik zuKönigsberg. Nachdem er sich in Berlin als Privatdocent habilitirt hatte, ließ er zunächstseinelVleteorologia veterum Ornecormn et Romanoruni" (Berl. 1832) und die Ab-handlungenÜber den Ursprung der Feuerkugeln und des Nordlichts" (Berl. 1832),Überdie angeblichen Veränderungen des Klimas" in Berghaus'Annalen" (1832) undÜberden Hagel" (Lpz. 1833) erscheinen, denen die Ausgabe von des Aristoteles^leteorolo^iu"(2 Bde., Lpz. > 83436) folgte. Seit 1833 verfolgte er mit Eifer die durch Champolliongemachten Entdeckungen auf dem Gebiete der altägypt. Sprache und Alterthumskunde.Eine Frucht dieser Studien waren die Ausgabedesksaltsrium cozitice" (Berl. 1837) undsein größeres WerkHermspion sive ruclimeuta lliervAl^pliicue veteruin ^eg^ptiornm1>terLturi»e"(2Bde., Lpz. 1841,4.). Nebenbei beleuchtete er in einer historisch-kritischen Ab-handlungDie Sage von dem Schuß des Teil" (Berl. 1836); auch lieferte er Aus-gaben von Einhard'sLeben und Wandel Karl des Großen" (2 Bde,, Hamb. 1839), derkdvsici et meelici grneci minvi es" (2 Bde., Berl. 184142), eine Übersetzung von Alex.vonHumboldt'sKritische Untersuchungen über die Geschichte der Entdeckung von Ame-rika"(Bd. I3, Berl. 183839) und dasNamen- und Sachverzeichniß zu Nitter'sErdkunde von Asien" (Bd. I, Berl. 1841). Ein zu wenig geordnetes Leben brachte ihmeinen frühen Tod. Er starb in Berlin am 17. Juli l 842.

Identität ist ein philosophischer Kunstausdruck für das Verhältniß der Gleichheitmehrcr Gegenstände oder Begriffe, dergestalt, daß, wenn man von der Identität eines Ge-genstandes mit sich selbst spricht, derselbe doch durch mehre Begriffe gedacht werden muß,deren Identität eben behauptet wird; wie wenn man z. B. die Ichheit als Identität desSubjects und Objects erklärt. Der Satz derlogischen Id entität (principium iäenti-tatis) heißt daher: jeder Begriff ist sich selbst gleich, Insofern Begriffe nur einige

Merkmale miteinander gemein haben, andere nicht, stehen sie zueinander in dem Verhält-nisse der relativen Identität, d. h. der Übereinstimmung in gewissen Beziehungen.So sind die Begriffe Tiger und Löwe relativ identisch, indem sie die Merkmale, vierfüßige,zum Katzengeschlecht gehörige Säugthiere u. s. w. gemeinschaftlich haben. In der Ma-thematik nennt man identisch oder einerlei Das, was in Größe und Form übercinstimmt.So sind zwei Ausdrücke identisch, wenn sie beide aus denselben Größen bestehen und voneinerlei Form sind oder doch wenigstens auf eine und dieselbe Form gebracht werden können.Eine Gleichung zwischen zwei solchen Ausdrücken nennt man eine identische Gleichung.Zn der Geometrie braucht man statt identisch den Ausdruck congruent. (S.Congruenz.)

Jdentitätssystem, s. Schelling (Friedr. Wilh. Jos. von).

Jdeolögie, eigentlich Jdeenlehre, nennen die Franzosen die Wissenschaft, welche siean die Stelle der Metaphysik gesetzt haben, und die eine Art Eklekticismus bezeichnet, dessenVertreter besonders Noyer- Col lard (s. d.) und Cousin (s. d.) waren und zum Theilnoch sind. (S. Französische Philosophie.)

Idlom, s. Idiotismus.

Idiopathisch nennt man diejenigen krankhaften Erscheinungen, die unmittelbar aus