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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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Idee Jdeler (Christian Ludw.) !

Wirklich« und Wahre. Zc mehr sich alle Formen des Idealismus von der gewohnten An-sicht der Dinge entfernen, desto wichtiger ist, zu bemerken, daß namentlich der Fichte'schIdealismus einen nothwendigen Durchgangspunkt des speculativcn Denkens bezeichnetund daß der Realismus der gemeinen Ansicht allerdings nicht fähig ist, die Angriffe desIdealismus zurückzuweise».

Idee heißt im gewöhnlichen Sprachgebrauch sowie in dem der engl, und franz. Phi.losophie, der sich auch bei den Deutschen bis auf Kant ziemlich allgemein findet, so viel wieVorstellung oder Gedanke. Eine viel prägnantere Bedeutung hat das Wort in dem Sy-steme Platon's (s. d.), wo es das wahrhaft Seiende und Gedanken nur insofern bedeu-tet, als das wahrhaft Seiende in Begriffen aufgefaßt wird. Der Sprachgebrauch duneuern deutschen Philosophie, der Ideen von bloßen Vorstellungen und Begriffen un-terscheidet, ist auf Kant zurückzuführen. Dieser nannte nämlich Ideen oder Vernunft. ,begriffe, zum Unterschiede von sinnlichen Anschauungen und Verstandcsbegriffen (Kat!- ^gorien), diejenigen, welchen in der Erfahrung ein entsprechendes Object gar nicht gige-ben werden kann, und legte diese Begriffe einem besonder» Vermögen, der Vernunft,als dem Vermögen der Principien, des Unbedingten, bei. Da die Vernunft bei ihm ft-wol theoretisch als praktisch war, so unterschied er theoretische und praktische Ideen ; beidtbegegne« sich in der Idee des Unbedingten. Die Anwendung dieses Vernunftbegriffs aufdie verschiedenen Gebiete der Erscheinungswelt führte ihn zu dem Versuche eines Systemsder theoretischen Ideen, unter denen Gott, Freiheit und Unsterblichkeit die wichtigsten sind,während dieselbe Idee in ihrer praktischen Bedeutung sich in dem kategorischen Imperativ ;des Sittengesetzes zu erkennen geben sollte. Dazu kommt noch eine dritte Classc von Idem,die ästhetischen, die durch die Beziehung der Vernunft auf die Einbildungskraft entstehen soll-ten. (S. Kant.) Die später»Systeme haben, wenn sie auch den psychologischen UnterbauKant's vcrwMfen, doch die Bedeutung des Wortes Idee beibehalten, daß cs einen di! ,Erfahrung überschreitenden Begriff bezeichne, namentlich solche, die zugleich als Vor-und Musterbilder zu gelten Anspruch machen. In der Beschränkung auf die letztere Be- sdeutung spricht man namentlich von sittlichen und ästhetischen Ideen in einem ähnlichenSinne, wie auch schon Platon von der Idee des Guten und des Schönen gesprochen hatte,und wenn man diese Beschränkung des Wortes auf den Begriff Dessen, was zugleich Mu-ster, Urbild und Maßstab der Vortrefflichkeit sein kann, festhält, so würde man eigentlichebenso wenig von einer Idee des Seins, des Unendlichen u. s. w. sprechen können, wie «auetwa von einer Idee der Quadratwurzel und dergleichen spricht. In diesem ausschließendauf den Begriff des Musterbilds beschränkten Sinne bedient sich das Hcrbart'sche Systemdes Wortes Idee.

Jdeeimffocilltion, s. Association der Ideen.

Jdeler (Christian Lud w.), Geh. Regierungsrath, königlicher Astronom und ordent-licher Professor an der Universität zu Berlin, geb. am 21. Sept. 1766, der Sohn einesLandpredigers zu Groß-Brese bei Perleberg, wurde bereits 179-1 als Astronom für dieBerechnung der Kalender im preuß. Staate angestrllt. Von 181622 war er Lehrer dnPrinzen Wilhelm Friedrich und Karl, dann Studiendirector des Cadettencorps; auch gaber lange Zeit Unterricht bei der Forstakademie und in der allgemeinen Kriegsschule. An bst ,Universität wurde er 1821 Professor, und nachdem ihm schon früher die berliner Akademie ^der Wissenschaften und die Asiatischen Gesellschaften zu Paris und London die Mitglied-schaft verliehen, 1839 auswärtiges Mitglied des franz. Instituts. Als gründliche»scher zeigte er sich schon in seinenHistorischen Untersuchungen über die astronomischen Be-obachtungen der Alten" (Lpz. 1806), in derUntersuchung über den Ursprung und duBedeutung der Sternnamen^ (Berl. 1809) und in mehren seiner in der Akademie gehal-tenen Vorlesungen, z. B.Über den Kalender des Ptolemäus",Über die Wegemaße derAlten" undÜber das Alter der Runenkalender". Von seinem mit Nolte herausgegebe-nenHandbuch der franz. Sprache und Literatur" erschien der erste Thcil in der neunten(Berl. 1838), der zweite in der sechsten (l 838) und der dritte in der zweiten Auflage, m- ,arbeitet von seinem Sohne I. L. Ideler (s. d.), der auch einen vierten Band (Berl.

2. Aust. 1842) und einenEinleitungsband", enthaltend die Geschichte der altftanz.^i»

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