Ichneumon Jda 393
stlnder, in seinen einzelnen Bestandtheilen sich zum Theil entgegengesetzter VvrstellungS-kreis eine innere Dynamik begründe, au« deren entferntern Folgen sich zeigen lasse, wie dieSelbsiauffassung einen so veränderlichen, immer aber individuell bestimmten Inhalt ge»winne, wie die Erfahrung wirtlich zeigt.
Ichneumon, auch Pharaonsratze, in Ägypten NemS genannt, ist ein denMardern ähnliche« Raubthier, von schmächtigem Bau, mit kurzen Füßen, katzenartigenKrallen, einem langen, am Ende büschelförmigen Schwänze, dichtem harten Haar, welcheseinzeln braun und grau geringelt erscheint. Das Ichneumon lebt von kleinen Säugthie-een, Vögeln, Reptilien und ihren Eiern, die c« sehr geschickt im Sande aufzusinden weiß,hat übrigens die Blutgier und Grausamkeit der Marder und stand im alten Ägypten, woes auch als gezähmtes Hausthicr gehalten wurde, in großer Achtung, indem man von ihmglaubte, daß es in den Rachen des schlafenden Krokodils krieche und dasselbe tödte.
Zchthyölith nennt man in der Mineralogie einen versteinerten Fisch, oder einenStein, in welchem ein Fisch abgedrückt ist. Um die nähere Kenntniß und Classification die-ser, wie alle Versteinerungen, für die Geologie sehr wichtigen Vorkommnisse, deren Stu-dium wegen des seltenen Vorkommens vollständiger Abdrücke sehr schwierig ist, hat sich be-sonders Agassiz (s. d.) in seinen „keekercbos sur les poissons fossiles" verdient gemacht.
Ichthyophagen, d. i. Fischesser, hießen bei den Alten zwei Völker, von denen daseine in Gedrosien, dem heutigen Beludschistan, am arab.-pers. Meere, das andere in Äthio-pien am Arabischen Meerbusen wohnte. Den Namen erhielten sie ohne Zweifel von ihrerErnährungsweise, sowie mau noch gegenwärtig Völker, die sich hauptsächlich von Fischen undandern Wafferthieren ernähren, in culturhistorischer Hinsicht unter diesem Namen begreift.
Jcilius ist der Name eines röm. plebejischen Geschlechts, dem mehre Verfechter derplebejischen Sache gegen die Patricicr angehörten, so namentlich Spurius Zcilius, derals Tribun im I. 402, nach Niebuhr 470 v. Ehr., die Störung eines Tribuns, der mitdem Volke verhandele, durch ein strenges Gesetz verpönte, und LuciuS Jcilius, unterdessen erstem Tribunal im I. 456 v. Chr. die Anweisung des Aventinus an die Plebejererlangt und den Tribunen das Recht erworben wurde, den Senat zusammenzuberusen; alsVerlobter der Virginia war er einer der Thätigsten bei dem Sturze der Herrschaft der De-cemvirn. (S. Appius, Claudius Crassus.)
Jcilius (Quintus), s. Guischard (Karl Gottlieb).
Jcolmkill, eine kleine hcbridische Insel, von den Schriftstellern des Mittelalters auch3 ona genannt, etwas über eine Stunde lang, gegen eine halbe Stunde breit und durcheinen schmalen Kanal von der Insel Mull getrennt, hieß ursprünglich Hy oder I, d. i. In-sel Den obigen Namen erhielt sie nach dem irischen Mönche Columba, der sichimO.Jahrh.hier niederließ, indem man sie nun I 6ol»mb-kill, d.h. die Insel, Columba's Zelle, nannte.Noch zeigt man die Trümmer der von Columba angelegten Klostergebäude. In der später,wahrscheinlich gegen das Ende des l l.Jahrh. erbauten Kirche sind die Gräber von 48schvt., vier irländ. und acht vorweg. Königen. Im Mittelalter bestand hier eine berühmte,von den vornehmsten Schotten besuchte Lehranstalt.
Jda, ein hohes Gebirge, welches von Phrygien aus durch Mysien und mithin auchdurch die Landschaft Troas sich erstreckt, an dessen Fuße die Stadt Troja lag, und dessenAbhang bis an das Meer eine Ebene bildet, auf welcher die Belagerung der Stadt Trojavorgenommen wurde, ist der Schauplatz vieler griech. Mythen. Der südliche Theil d-ssel-ben hieß Gargarus, aus dessen höchster Spitze, Kstyllus genannt, ein Heiligthum der Cy-bele (s. d.) sich befand, die deshalb den Namen der rdäischen Mutter (icksea mster) erhielt.Hier entschied Paris (s. d.) den Streit der Venus, Juno und Minerva, indem er der er-stem den goldenen Apfel überreichte, und von hier soll auch G anymedes (s. d.) entführtworden sein. — Ein anderes Gebirge Jda findet sich auf der Insel Kreta, jetzt Psiloriti.Es durchschneidet dieselbe von Westen nach Osten und wurde im Westen Leuke (ulbi montes),im Osten Dikte genannt. Reiche Quellen entspringen aus demselben und befruchten denfelsigen Boden. Unter den Gewächsen, die hier gedeihen, ist besonders dieTragakantha oderder Bocksdorn zu erwähnen, von welchem das Traganthgummi, ein bedeutender Handels-artikcl, gewonnen wird, Außerdem, daß Jupiter hier der Sage nach erzogen wurde, ver«