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7 (1846) Heim bis Juwelen
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390 Jberia Ibrahim Pascha

von Hessen-Homburg. Hier erwarb er sich, namentlich in finanzieller Hinsicht, ausgezeich. >netc Verdienste. Er starb zu Homburg vor der Höhe am 6. Oct. 1834.

Jberia hieß bei den Alten die fast rings von Gebirgen umschlossene, vom Flusse Cy- !rus, jetzt Kur, durchströmte, an Getreide, Öl und Wein fruchtbare Ebene des kaukasischenIsthmus, welche im Norden durch den Kaukasus vom Lande der Sarmatcn geschieden, imWesten an Kolchis, im Süden an Armenien, im Osten an Albania (s. d.) grenzte unddie jetzt den Namen russ. Georgien (s. d.) oder Grusien trägt. Die Einwohner, dieJbc- >rer, gehörten höchst wahrscheinlich dem medisch-pcrs. Volksstamme an, wohnten in Städ-ten und Dörfern aus Backsteinen erbaut, trieben vornehmlich Ackerbau und schieden sich invier Kasten, Edle, Priester, Krieger und Ackerbauer, und Sklaven. Bekannt wurde ihrLand, das früher, wie cs scheint, zur pers. Monarchie gehört hatte und von Alexander demGroßen nicht betreten worden war, namentlich durch den Feldzug des Pompcjus im 1.65 ,

v. Ehr. Dauernd stand es unter röm. Herrschaft von Trajan bis nach dem Tode Julian s,wo es im 4. Jahrh. n. Ehr. der pers. König Sapores II. unterwarf. Auch Hispanienwurde von den Alten Zberia genannt, das vom Iberus (Ebro) durchflossene Land derIberer, eines Urvolks des südwestlichen Europas, das mit den asiat. Iberern in keinemZusammenhang steht, und das in vielen kleinen Völkerschaften nicht blos über ganz Spa-nien, sondern auch nördlich der Pyrenäen in Aquitanien (s. d.) und einst vcrmuthlichnoch weiter in Gallien hinein und am Mittelmeere bis zurRhone wohnte. Daß die jetzigenBasken die Nachkommen dieser Iberer seien, ist vornehmlich durch W. von Humboldt iuderPrüfung der Untersuchungen über die Urbewohner Hispanicns vermittels der basi-schen Sprache" (Berl. 1821) dargethan worden. Aus der Vereinigung iberischer und ein-gewanderter keltischer Stämme entstand das Mischvolk der Keltiberer, das die Hoch-ebenen des Mittlern Spaniens bewohnte.

.. Ibis war das am meisten verehrte unter den heiligen Thieren der alten Ägypter(s. Ägyptische Mythologie), weshalb sich sein Cultus, dessen Hauptsitz jedock inHcr-mopolis war, über ganz Ägypten erstreckte. Der Grund dieser großen Verehrung lag ohne >Zweifel in der Nützlichkeit des Thieres, welches das Land nach den Nilüberschwemmuugcn !von dem zurückgebliebenen Ungeziefer reinigte, dann überhaupt zu einem Symbol dessel-ben gemacht und dem Th o t (s. d.) geheiligt und mit ihm identisicirt wurde. Außerdemwurden manche abgeschmackte Fabeln von ihm erzählt, wie die von seinem Ab - undZuneh-rnen mit dem des Mondes, daß er sich mit seinem Schnabel Nilwasserklystire cinspriße unddeshalb der Erfinder derselben sei, u. s. w. Er wurde in vielen Tempeln lebendig gehaltenund göttlich verehrt, und die Massen von Jbismumien, die man in den ägypt. TodtenM-ten findet, bezeigen die Heiligkeit, in der er bei den Ägyptern stand, wie denn selbst auf un-freiwillige Tödtung desselben Todesstrafe stand. Der alte Ibis ist, soweit wir ihn als Mu-mie kennen, völlig von dem noch in Ägypten lebenden verschieden. Dieser stammt aus In-dien, gehört zu den Sumpfvögeln und hält sich am liebsten da auf, wo der Nil zussick-gctreten ist und Schlangen, Frösche, Fische, Jnsekteneier u. s. w. im Schlamme zurückge-lassen hat. Er hat die Größe eines Storchs und ist von Farbe weiß; die Spitzen seinerSchwungfedern aber sind schwarz, gleich dem Schnabel, den Füßen, dem nackten Kopf undHals. Die letzten Flügeldeckfedern desselben sind sehr lang, violettschwarz und fallen überdieFlügelspitzen und den Schwanz herab.

Jbn Roschd, s. Averrhoes.

Jbn Sina, s. Ävicenna.

Ibrahim Pascha ist wahrscheinlich nur Adoptivsohn der Vicekönigs von ÄgyptenMehemed Ali (s. d.) und 1786 geboren. Die ersten glänzenden Proben seiner Tapfer-keit und seines Feldherrntalents gab er im Kampfe gegen die empörten W ahabi (s. d>-,die er 1819 völlig besiegte, dann in Sennaar und Darfur, das er unterjochte. An der Spitzeeines ägypt. Heers fiel er im Febr. 1825 in Morea ein, um Griechenland für seinen Vaterzu erobern, sah sich aber in Folge der Wendung, welche das Schicksal Griechenlands durchdie Übereinkunft Englands, Frankreichs und Rußlands erhielt, 1828 genöthigt, seine Ab-sichten aufzugeben. (S. Griechenland.) Als nach dem Frieden zu Adrianopel von 1829sein Vater daran dachte, Syrien zur Vormauer des neuen ägypt.-kretensischen Reichs zu