er.
ieß
Z. ^
)er
>en
ös
lle,
»e.
w- !er !er-
>e» 1
sie
ihl
rid
rh,
gt-
»i-
erS
o»,
ft
!aß
ch
gle
er-
rch
iier i°g- !
>>ie
ten
>ke,
ete
aß-
;e»
roi
sd-
res
g-°
hiS
die
ar, s
ion
her
en
ll§
yen
scr
hen
!er- ,ige-
nge
Jatromathematiker Jbell 389
im Körper durch Gährung vermittelt würde», in welcher die drei Hauptsäft«, der Speichel,die Galle und der pankrcatische Saft (s. Bauch), sich verbänden. Bei Gährung der rich-tigen Art sei der Körper gesund, bei unrichtiger entstände alkalische oder saure Schärfeund so Krankheit, bei deren Behandlung die Neutralisation des Überschusses an Säureoder Alkali bewirkt werden müsse. Diese neue Lehre fand im Anfänge besonders inDeutschland, England und Italien viele, in Frankreich nur wenige Anhänger und wurdespäter durch dieIatromath ematikcr (s. d.) verdrängt.
Jatromathematiker nannte man im Alterthume diejenigen Ärzte, welche nochneben ihrem eigentlichen Berufe mathematische Wissenschaften, besonders Astronomie undAstrologie, trieben und wol auch diese beiden Wissenschaften aus eigenem Aberglaubenoder, um sich mehr Ansehen zu verschaffen, mit der Medicin verbanden, ohne gerade in dieClasse der Magier zu gehören. In der neuern Zeit bedeutet dieser Name, welchem der derJatromcchaniker gleich steht, die Anhänger einer eigenen ärztlichen Schule, welcheein bis dahin noch in keiner Gestalt vorgetragenes System aufstellte. Der Grund diesesSystems war die durch Galilei (s. d.) so eifrig und so erfolgreich geförderte Physik unddie durch Harvey (s. d.) gemachte Entdeckung des Blutkreislaufes- Schon SantorioSantori, gest. >636, stellte physiologische Versuche zur Entdeckung der physikalischen Ge-setze im thierischen Körper an, und nach ihm erklärte Borelli in dem nach seinem Tode,1079, erschienenen Buche „I)e motu »mmalium" (Nom >680) die Proteste im lebendenOrganismus nach den Gesetzen der Statik und Hydraulik, indem er ihn mit einer einfa-chen Maschine verglich, ohne auf ein höheres Lebensprincip Rücksicht zu nehmen. DieserAnsicht zufolge waren die Definitionen für Gesundheit und Krankheit leicht festgestellt,jedoch rcsultirtc für die Praxis so wenig daraus, daß die Jatromathematiker selbst Praxisund Theorie vollständig geschieden wissen wollten. Das von Borelli aufgestellte Systemfand seine meisten Anhänger in Italien, unter denen besonders Bellini, gest. 1713, undBaglivi, gest. 1706, zu nennen sind, und in England. In Frankreich wurde diese Lehrevon Einzelnen nur zum Theil angenommen und in Deutschland auch nur der Hauptideenach andern Systemen, z. B- dem von F. Hoffmann (s. d.), zu Grunde gelegt. AuchBoerhave (s. d.) gehört, obschon nicht unbedingt, zu den Jatromathematikern.
Jaxartcs, jetzt Sir-Sihon, ein Fluß, der in den Aralsee (s. d.) fließt und na-mentlich in der Geschichte des Cyrus häufig genannt wird.
Jbarra (Joachim), geb. zu Saragossa 1726, gest. in Madrid als Hofbuchdruckeram 23. Nov. 1785, erwarb sich das Verdienst, in Spanien die Buchdruckerknnst auf eineStufe der Vollkommenheit zu erheben, von welcher man bis dahin noch keinen Begriff ge-habt hatte. Aus seinen Pressen gingen Prachtausgaben der Bibel, des „MozarabischenMissalS", der „Geschichte Spaniens" vonMarianaj(2Bde., 1780, Fol.), des „Don Qui-xote" (2 Bde., 1780, 4.) und der span. Übersetzung des „Sallust" (1772, Fol.), welche denJnfanten Don Gabriel zum Verfasser hatte, hervor. Da er sein Vaterland nie verlassenhatte, so war er zumeist auch der Erfinder aller seiner Verbesserungen im Buchdruck.
Jbell (Karl Friedr. Justus Emil von), ehemaliger hessen-homb. Geh. Rath, geb.am 30. Oct. 1780 zu Wasen im Nassauischen, erhielt seine erste Bildung auf dem Gym-nasium zu Idstein, studirte dann in Göttingen die Rechte und wurde hieraus als Rath beider Negierung in Wiesbaden angcstellt. Seit 1806 Negierungsrath, später zum Geh.Rath und Präsidenten der Landesregierung ernannt, hatte er großen Antheil an dem 1811eingeführten gleichmäßigen Steuersysteme, sowie an der Begründung der Staatsverwal-tung, welche seit >815 cintrat, wodurch er sich aber zugleich unter den Anhängern am Alt-herkömmlichen manche Feinde zuzog. Dem an ihm am I. Juli 1819 durch den geistes-kranken Apotheker, Karl Löning aus Idstein, im Bade zu Schwalbach verübten Mord-»ersuche entging er durch seine Geistesgegenwart und Körpcrstärke, indem er den nach ihmgeführten Dolchstoß geschickt von sich abwendctc und den Mörder, der sich nachmals im Ge-fängnisse entleibte, festhielt, bis er zur Haft gebracht werden konnte. Nichtsdestowenigerfand er sich in Folge dieses Vorfalls veranlaßt, aus dem nassauischen Staatsdienste zu tre-ten, wurde aber bald darauf vom Herzog zu Sachsen-Meiningen als Geh. Rath berufen.Später trat er als Geh. Rath und dirigirender Präsident in die Dienste des Landgrafen