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7 (1846) Heim bis Juwelen
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Hyperides

Hypochondrie

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Gesundheit eines tausendjährigen Lebensalters sich erfreuten und als Lieblinge Apollon's,dem sie in fruchtreichen Ebenen mit Musik und Opfern dienten, geschützt vor dem Nord'winde, in fortwährenden Festen und Lustbarkeiten rin glückseliges Leben führten. Vgl.Penzel,Uber die Hyperboreer" (Petersb. I77l) und Schubart,Do U^.eri-oreiz"(Mark. 182,).

Hyperides, ein berühmter Redner und Staatsmann in Athen, Zeitgenosse des De-mosthenes, wurde von Jsokrates in der Redekunst unterrichtet und vertheidigte mit einerseltenen Wärme und Begeisterung die Freiheit seines Vaterlandes gegen die Eroberungs-plane der makedonischen Machthaber. Seine patriotische Gesinnung bewährte er selbstnoch nach der unglücklichen Schlacht bei Chäronea im I. 338 v. Ehr. Später nahm er deneifrigsten Anthcil an dem Lamischen Kriege (s-d.), hielt die Leichenrede auf die in dem-selben gefallenen Griechen und flüchtete sich, als mit der Schlacht bei Krannon 322 v. Cbr.die letzte Hoffnung auf Unabhängigkeit vernichtet worden war, nach Ägina, wo er auf An-tivater's Befehl hingcrichtet wurde. Von seinen Reden, die meist mehr auf einen äugenblicklichen Effect als auf eine nachhaltige Wirkung berechnet waren, besitzen wir blvs nocheinige Bruchstücke. Vgl. Kießling,De ll^.ericke" (2 Äbtheil., Hildburgh. 1837, fg.).

Hyperton ist bei Homer der Sonnengott, also Eine Person mit Helios (s. d.), derVater der Phacchusa und Lampetie von der Neära. Nach Hesiod war er einer der Tita-nen, der Sohn des Uranus und der Gäa, Gemahl der Theia und Vater des Helios, derSelene und der Eos.

Hypermöter (griech.) heißt in der Metrik ein Vers mit einer die gesetzmäßige Langeüberschreitenden Schlußsylbe, welche mit der Anfangssylbe des folgenden Verses zusam-men gelesen wird, wie dies namentlich in den jambischen, trockäischen und daktylischen Ver-sen der röm. Dichter der Fall ist, wobei eine Elision (s. d.) stattsindct.

Hypermnestra, eine der so Töchter des Dan aus (s. d.).

Hypertrophie heißt im Gegensätze von Atrophie (s. d.) das Übermaß von Er-nährung. Zm weitern Sinne begreift man darunter jede krankhafte Vergrößerung einesOrgans, im cngern jedoch nur eine solche, bei welcher das hypertrophische Organ durchVermehrung der Masse der ihm cizenthümlichen Substanz nicht durch Hinznkommen ei-ner fremdartigen aus seinem regelmäßigen Zustande heraustritt. Man hat Hypertrophiefast an allen Organen des Körpers beobachtet, doch ist sie von bloßer Ausdehnung wol zuunterscheiden.

Hypnos , der griech. Name des Somnus (s. d.).

HyphLsis oder Hypsinis, hieß bei den Alten ein Nebenfluß des Indus (s. d.)inVorderindien, jetzt Beyha oder Beipasha, an welchem Alexander der Große das Zielseiner Eroberungen fand und zur Erinnerung mehre Altäre errichtete. (S. Hydaspes.)

Hyphen (griech.) nennt man die Zusammenziehung zweier Wörter wie zu einemCompositum und das Bindezeichen (-) derselben, z-B.Nicht-Körper",wild-edel" u.s.w.

Hypochondrie oder Milzsucht (livpncimocirissis) ist ein den Geisteskrankheitenziemlich nahestehendes Übel, welches seinen Grund in Störungen der Functionen des Ner-vensystems hat, die am häufigsten durch Unregelmäßigkeiten in der Verdauung und imBlutumlaufe de- Unterleibes hervorgcrufcn werden. Das Übel ist in seinem Hauptsnm-ptome so allgemein bekannt, daß may fast sprichwörtlich jeden Menschen hypochondrisch nennt,der gewöhnt ist, alle Dinge in einem trüben Lichte zu sehen, und in der Thal ist auch nebenVerdauungsbeschwcrdcn, die oft mit Hämorrhoidalleiden verbunden sind, Blulcongestiv-nen nach einzelnen Theilen und manchen besondern Ncrvenzufällen, das Hauptleiden desHypochondristen gerade die Sucht, sich selbst durch fortwährendes Grübeln über seine ver-lorene Gesundheit sowie über allerhand unangenehme Verhältnisse, und Andere durch un-ablässiges Sprechen davon zu quälen. Dieses Symptom ist aber so reich an Abwechselun-gen, daß eine vollständige Beschreibung davon unmöglich gegeben werden kann. Die Hy-pochondrie befällt gewöhnlich Männer von melancholischem und cholerischemTempcramentezwischen dem 3". und VN. Lebensjahre und ist meist die Folge einer unregelmäßigen Lebens-art. Bei der Behandlung des Übels sind die subjektiven Symptome fast gar nickt und nurdie objectiven zu berücksichtigen; gewöhnlich ist Veränderung der bisherigen Lebensweise