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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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378
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378 Hydrophobie HyginuS

um die Einführung dieses Apparats sehr verdient gemacht und damit auf seinen Reisenhöchst interessante Schaustellungen gegeben. Auch der Physiker P. Christcinicke in Lübeckhat das Hydrooxygcngasmikroskop bedeutend verbessert.

Hydrophöbie, s. Wasserscheu.

Hydropifch nennt man Alles, was mit Wassersucht (s.d.) zusammenhängt, dabcrhydropische Anschwellung eine solche, die durch Wassersucht bcwirktwird, hydropi-sches An sehen ein solches, welches Wassersüchtige zu haben pflegen u. s. w.

Hydrostatik, s. Hydraulik.

Hydrostatische Wage, s. Aräometer.

Hydrothionsäure oderSchwefelwasscrstoffsä ure ist eine Verbindung vonSchwefel und Wasserstoff, welche sich besonders entwickelt, wenn man Schwcfclmetallc mitverdünnten Säuren übergicßt. Sie stellt in reinem Zustande ein farbloses Gas dar, wel-ches die Eigenschaften einer Säure besitzt, und hat vollkommen den Geruch fauler Eier,wie denn wirklich aus faulenden Eiern sich Schweselwasserstoffgas entwickelt. Schon ingeringer Menge ist sie tödtlich, sodaß man in neuerer Zeit das Einleikcn dieses Gases indie Schlupfwinkel von Ratten und Mäusen mit Vorthcil zur Vertilgung dieser Thiere be-nutzt hat. Silber wird in Berührung mit schwcfelwasscrstoffsaurem Gas sogleich geschwant,und die Schwärzung, die man an altem Silber oft bemerkt, scheint von nichts Andcrni ber-zurührcn^ als daß an bewohnten Orten die Atmosphäre öfters ein klein wenig Schwefel-wasserstoff enthält. Wegen seiner großen Verwandtschaft mit Metallen und der charakteri-stischen Färbung der entstehenden Verbindungen ist dieser Körper sehr wichtig als Reagensin der analytischen Chemie.

Hyeres, s. Hi eres.

Hygiastik oder Gesundhcitslchre (kz-^ieine) ist derjenige Thcil der Medici»,welcher die Gesundheit zu erhalten und somit die Lebensdauer zu verlängern lehrt. Die all-gemeine Hygiastik, die Sorge für die Gesundheit eines Verbandes von Menschen, ist Sacheder Staatsarzneikunde (s-d.); die besondere Hygiastik, welche den einzelnen Men-schen betrifft und jedem selbst überlassen wird, verfolgt als Wissenschaft ihren Zweck ganzauf demselben Wege wie die Pathologie, nur mit dem Unterschiede, daß bei dieser die Wie-derherstellung, bei jener die Erhaltung der Gesundheit Object ist. Sie hat daher vorerst zuuntersuchen, was Gesundheit sei, welche Potenzen der Gesundheit nützlich und welche ihrschädlich, welches die Zeichen der Gesundheit seien, welche Dauer die Gesundheit haben u,:Swelche Störungen sic am wahrscheinlichsten erleiden werde. Daß alle diese Fragen nickileicht zu beantworten sind, fällt sogleich in die Augen, wenn man bedenkt, daß absolute Ge-sundheit nicht existirt, daß die Gesundheit nach Alter, Geschlecht u. s. w. verschieden sei unddaß deshalb jedem Individuum eine eigene Art Gesundheit zukommc. Erst die mit Berück-sichtigung aller dieser Punkte angcstcllte Untersuchung der Gesundheit läßt die Aufwerfungder Frage zu, welche Methode anzuwenden sei, um die Gesundheit zu erhalten; eine Frage,deren Beantwortung aus denselben Gründen an Schwierigkeit den srühern nichts naebgiblund die daher auch sehr verschieden beantwortet worden ist. (S. Gesundheit und Diät.)

Hygi?a oder Hy g Lei a, die Göttin der Gcsundbcit, die Tochter des Äskulap, wurdeerst nach Pindar's Zeit mit diesem göttlich verehrt. Gewöhnlich waren ihre Tempel undBilder mit denen des Äskulap vereinigt. Mit ihrer Darstellung beschäftigten sich mebreausgezeichnete Künstler. Sie erscheint als eine Jungfrau von besonders blühenden For-men, welche gewöhnlich eine Schlange, das Symbol der Gesundheit, aus einer Schale inihrer Linken trinken laßt.

Hyginus (Cajus Julius), ein gelehrter röm. Grammatiker im Zeitalter des Augu-stus, der ihn hoch schätzte und zum Vorsteher der P.ilakinischen Bibliothek ernannte, wurdefrüher gewöhnlich für den Verfasser des^»lmlnrinn li!>,-r", einer Sammlung vonFabeln, welche aus dem gricch. und röm. Sagenkreise entnommen sind, und der vier Buckerkoeticüll nstronomicün", gehalten, worin mit Hinzuziehung der Mythologie und Philo-sophie über die Welt, HimmelSkugcl und Himmelszcichen gehandelt wird. Doch hat dieKritik wegen der verderbten Schreibart und geschmacklosen Darstellung, die in beiden Wer-ken herrscht, längst entschieden, daß dieselben emweder später interpolirt wurden und ihre