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eigene Staaten, worunter auch Golkonda sich befand. Dieser Staat, der 15 > 2 von eine»,mohammed. Abenteurer, Kuli-Kuttub-Schah, begründet wurde, dessen Sohn oder Enkö1 585 die Stadt H. erbaute, bestand mit einer eigenen Dynastie bis 1704, wo er von dm >Großmogul Aurcng-Z eyb (s. d.) seinem Reiche einverleibt und dem Vicekönigrciche derfünf südlichen Staaten, dem ein Subahdar oder Statthalter Vorstand, zugctheilt wurdeUm > , 17 machte sich dieser Statthalter, der den Titel Nizam-el-Mulk führte, unabhängig,behielt aber diesen Titel bei und wählte Aurungabad zu seiner Residenz. Sein NachkommeNasir-Ati, der von >761—1803 regierte und seine Residenz nach H. verlegte, verlor in ver-schiedenen Kriegen mit Hyder-Ali (s. d.), den Mahratten (s.d.) und den Engländernviel Land. Ihm folgte bei seinem Tode sein Sohn Mirza-Skander-Schah, der 182g starbund seinen jüngsten Sohn, Nasir-ed-Daulah, zum Nachfolger hatte, der, um sich gegen seinenaltern Bruder auf dem Throne zu erhalten, der Oberhoheit der Engl.-ostind. Compagnie 'sich unterwarf, sodaß er nur noch die innere Verwaltung in seinen Händen hat. — Daiandere Hyderabad ist die Hauptstadt des neuerdings von den Engländern erobertenKürüenthums Sind (s.d.). Sie liegt am Indus, am Anfänge von dessen Delta aufeiner der Inseln desselben, ist befestigt, zählt etwa > 5000 E., treibt vielen Handel, hat be-deutende Waffenfabriken und war zcither die Residenz der Emirs von Sind.
Hyder Ali, Beherrscher von Mysore in Ostindien und einer der bedeutendsten Für-sten Asiens, geb. 1728, war der Sohn eines mohammed. Gouverneurs der mysorischmBergveste Bangalur. Durch die Franzosen in die Kriegskunst eingeweiht, schwang er sichzum Befehlshaber des mysorischen Heers empor, bei welchem er europ. Kriegs - und Mams-zucht einführrc, und verdrängte 1759 den bisherigen Radscha von Mysore, dem er seinenTitel ließ und in Gefangenschaft hielt. Darauf eroberte er Calicut, Bednor, Onor, Ca-nanor und andere benachbarte Staaten, sodaß sich >766 seine Besitzungen über 338«OM. erstreckten. Als in demselben Jahre der Radscha starb, bemächtigte er sich der Herr-schaft ganz. Gegen die Engl.-ostind. Compagnie führte er mit abwechselndem Glücke zwei ^Kriege, in dem zweiten sehr thätig von den Franzosen unterstützt. Er zeichnete sich unter >den asiat. Fürsten durch ungewöhnliche Milde aus, die ihm allgemeine Liebe erwarb. Znseiner Regierung herrschte die größte Ordnung; er beförderte Cultur, Künste und Handelund schützte alle Religionsparteien, wenn sie nur seine Gesetze befolgten. Sein Sohn undNachfolger war Tippo Sarb (s. d.).
Hydra, bei den Alten Hydrea, eine kleine Insel des griech. Archipelagus von 2),OM. mit etwa 25000 E., südöstlich vom Peloponnes, drei Stunden von der Küste, bildet >jetzt eine der sechs zum Nomos von Argolis und Korinth gehörigen Eparchien des König-reichs Griechenland und ist durch steile Felswände und Batterien gegen feindliche Landungengeschützt. Die Bewohner der Insel, die Hydrioten, welche albanesischen Ursprungs sindund durch ihre arnautische Mundart sowie durch Charakter, Kleidung und Gebräuche vonden übrigen Neugriechen sich unterscheiden, waren wegen der fast gänzlichen Unfruchtbarkeitdes Bodens ausschließend auf Schiffahrt und Handel angewiesen und galten, da sie venJugend auf an Abhärtung und an die Gefahren des Seelcbens gewöhnt waren, von jeherfür die geschicktesten und kühnsten Matrosen des Mittelländischen Meers. Mit dem Han-del, der hier besonders seit 1792 einen erfreulichen Aufschwung nahm, hatten sich außerdem Wohlstände auch Bildung und Aufklärung verbreitet und Volksschulen und Akade- imien für alte und neuere Sprachen wurden errichtet; doch der Freiheitskampf seit >82han welchem die Insel den wärmsten Antheil nahm, vernichtete größtentheils wieder denmühsam errungenen Wohlstand. (S. Griechenland.) Die gleichnamige Stadl derInsel, mit 15000 E., erhebt sich amphitheatrisch über dem Hasen und zeichnet sich durch vieleschöne, zum Theil mit Marmorarbeiten geschmückte Häuser sowie durch mehre Bildungs-anstaltcn aus, darunter namentlich ein Gymnasium, eine Handels- und Schiffahrtsschule- !Vgl.A.Miaulis' in neugriech.Sprache verfaßte Schrift „Über dieJnselH." (Münch. > 832>
Hydraulik ist strenggenommen derjenige Theil der Hydrodynamik, welcher sich 'mit den Gesetzen der Bewegung des Wassers und mit den Maschinen beschäftigt, derenman sich bedient, um das Wasser zu schöpfen, zu heben und überhaupt zu bewegen. Früherbezog man die Benennung Hydraulik auf die Lehre der Bewegung der Flüssigkeiten über-