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Hutungsrecht Hnijdccoper 371
lichen Akademie zu Woolwich, welche Stelle er bis 1897 begleitete, wo er pcnsionirt wurde.Er starb zu London am 27. Jan. > 823. Fast an allen Verbesserungen, die z» seiner Zeitin der Artillerie und dem Gcnicwescn der Engländer cingeführt wurden, nahm erTheil.Unter seinen zahlreichen Schriften verdienen besondere Erwälmung die ,,'IHos ok >I,eProducts uiiil povvers oknimibcrs, uitii unintrorluction" (Lond. >781); „Alstlicinuticultables, contuining; tke common li^pcrbolic null Io>-istic lo^aritlnns" (Lond. 1783; neueAust., 181 l); „LUements okcouic scctions" (Lond. >787); „klatkematicul uru! pliilosu-pliical dictionsr^" (2 Bde., Lond. > 795—9>i; Verb. Aust., 1815,3., mit Kpfrn.); ,,t,'o»rs«ot inatbematies" (3 Bde., Lond. 1798—I8V I), und die mit Shaw nndPcarson gefertig-ten Auszüge aus den „kliilosopliical trunsaciinns" (18 Bde-, Lond. >893—9, 3.).
Hutungsrecht. Ein großes Übel für den Landbau und eine sehr fruchtbare Quellesm Belästigungen und Streitigkeiten bilden die HutungSrcchte, wornach dem Besitzer deseinen Grundstücks frcisteht, auf die Felder des andern, vor der Aussaat und nach der Erntesowie während der Brachzcit seine Hccrden zu treiben und ihr Futter suchen zu lasten. An-fangs mochte dies eine unbedeutende Coneession scheinen, die der sich allmälig ausbreitendeLandbau willig machte. Sie wurde aber höchst nachtheilig, als aus dem Zugeständniß einRecht wurde, besten Inhaber nun verlangten, daß cs ihnen fortwährend in gleichem Maßemuffe erhalten werden, weshalb das gleiche Maß vom Felde brach liegen müsse, die Aussaaträcht früher, die Ernte nicht später vorgenommen werden dürfe als zu bestimmten, herge-brachten Zeiten. Bei keiner Dienstbarkeit liegt es so klar vor als bei dieser, daß sie deinLeistenden weit mehr kostet als sie dem Berechtigten einbringt. Vgl. Bülau, „DerStaat und der Landbau" (Lpz. >833). Ebendeshalb ist aber auch die Beseitigungdieses Verhältnisses durch Ablösung um so leichter und von unverzüglicher Wohlthä-ügkeit. Der Einwand, daß durch Aufhebung dieser Hutungsrechte die Schafzucht leidenkönnte, ist theils nicht begründet, theils würde er nicht durchschlagen, da die Schafzucht,wenn sie nur auf diesem Wege blühen könnte, mehr schaden als nützen würde. Besondersnachtheilig sind die Koppelhutungen und Koppelweiden, wo mehre Grundcigcnthümer ihrBieh gemeinschaftlich auf ihre Grundstücke treiben, was zu vielen Streitigkeiten, Verbrei-tung von Viehseuchen u. s. w. Anlaß gibt und den Einzelnen an der Annahme rationellerWirthschaftssysteme behindert, so lange nicht Alle vernünftig geworden sind.
Hllrham (John), ein berühmter engl. Arzt, geb. gegen das Ende des >7. Jahrh.,hielt sich eine Zeit lang seiner Studien wegen in Paris auf und ließ sich dann in Plymouthnieder. Neben seiner ärztlichen Thätigkeit beschäftigte er sich insbesondere mit Beobachtun-gen epidemischer und endemischer Krankheiten. Er starb am t 9. Aug. >768. Am berühmte-stin sind unter seinen Schriften die „Observutiones «le uerc et inorlüs ep'uleinicis sd anno>728—52" (3Bde.,Lond. 1733—69); ,,^n esssxnnkevers and diseases" (Lond. I 759)und „llledical and ck^m'ical observations upon Antimon)'" (Lond. l 7 5 5), die nebst mehrenkleinern Abhandlungen von Reichel als „Opera pli^sico-medica" (3 Bde., Lpz. 17 63)hnausgegebcn wurden; eine neue Ausgabe seiner „Opera" besorgte Häncl (Lpz. >829).
Huy, kleine Stadt in der belg. Provinz Lüttich, am rechten Ufer der Maas, hat etwa7l!v» E., eine lat. Schule, mehre bedeutende Fabriken und in seiner Nähe, außer einerstarken Mineralquelle, Eisenwerke und Steinkohlcngrubcn, mit deren Erzeugnissen die Be-wohner einen lebhaften Handel treiben. Sie war sonst Festung und wurde >673 vondm kaiserlichen General Charagnac, im Juni >67 5 von dem franz. Marschall Crequi,dann wieder am 23. Juli 1693 von den Franzosen unter Villeroi und endlich am 22.»ug. 1703 durch den Herzog von Marlborough und Coehoorn erobert.
Hlttjdecoper (Balthasar), ein ausgezeichneter holländ. Sprachforscher und Alter-tumskenner, geb. zu Amsterdam 1695 aus einer angesehenen Familie, bekleidete in seinerVaterstadt mehre öffentliche Ämter, namentlich das eines Schöffen, sowie später auch einesolang das eines Amtmanns auf der Insel Texel und starb zu Amsterdam am 23.Sept.^>8. Große Verdienste um die holländ. Sprache und Alterthumskunde erwarb er sichs ourch seine „kroevs van taal- en dicbtlliinde, en vrijuinedige asrunerieingen op Von-! uel s verstchll« llerscüeppinAeu van Ovidius" (Amst. 1739, 3.), ein Werk voll vieler Ee»
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