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Hüttenkotze
Hutton
^?t<>!) ließ ihn daran so wenig wie den vom Glück mehr begünstigten Luther denken. U>>,recht, Betrug, Heuchelei und Tyrannei empörten ihn, und so entlarvte er sie mit aller Kraslder Feder, die ihm wie Wenigen, besonders in der lat. Sprache, unter allen Gestalten mGebote stand. Sein gerader, muthigcr Sinn ließ ihn, wenn auch alle seine Freunde zitier,tcn, nichts fürchten. Wir besitzen von ihm 45 Schriften, mehre ungerechnet, bei welchen 6nicht mit Gewißheit ausgemittclt ist, ob sie von ihm herrührcn. Eine Sammlung derselbenbesorgte Münch (6 Bde., Berl. 1821—27), der auch dessen „Jugcnddichtungcn" in!Deutsche übersetzte (Stuttg. 1838). Vgl. Panzer, „Ulr. von H. in literarischer Hinsicht"(Nürnb. l7«»8); Mohnik», „H.'s Jugendlcbcn" (Grcifsw. 1816), und Wagcnseil, „Uli.von H. geschildert" (Nürnb. 1823).
Hüttenkotze, auch Hüttenkatze oder Bcrgsucht (lakes seu stropbm Metallica),nennt man die von chronischer Vergiftung durck Blei, Kupfer u. s. w. entstehende Ab-eh-rung, von welcher die Berg- und Hüttcnleute befallen werden und die in ihrem Verlauf dagewöhnlichen Erscheinungen von Atrophie (s. d.) darbictct.
Hüttenkunde heißt derjenige Theil der angewandten Chemie, welcher die in den Er-zeugnissen des Mineralreichs befindlichen Körper durch zweckmäßige Behandlung im Gro-ßen darstellen lehrt und die Regeln angibt, nach denen diese Darstellung mit den gröftkvökonomischen Vorthcilen bewirkt werden kann. Obgleich Chemie und Mineralogie dieei-gcntliche Grundlage der Hüttenkunde ausmachen, so sind doch Mathematik, Physik, Bau-kunst, Forstwissenschaft und Bergbaukunde wesentlich dazu nöthig, um das Hütkenwescamit Erfolg zu betreiben. Man theilt dieselbe in die allgemeine und die besondere, je nachdemsie sich über alle oder nur über ein einzelnes hüttenmännisches Erzcugniß ausdehnt. Vgl.Lampadius, „Handbuch der Hüttenkunde" (4 Bde.; 2. Ausl., Gott. 1817 —18, ncdslSupplementen, 1818—26) und Wehrle, „Handbuch der Hüttenkunde" (Wien > 83t).
Hüttenrauch nennt man den aus Hüttenwerken sich erhebenden Rauch, insofern lkverflüchtigte metallische Besiandthcile enthält. Er kommt besonders bei Hüttenwerken »er,in denen arsenikhaltigc Erze verschmolzen werden; daher man wol auch den durch Ver-dichtung solches arsenikhaltigcn Hültlcnrauchs gewonnenen grauen Arsenik selbst H ul-ken rauch nennt.
Hüttenwerke heißen die zur Verarbeitung der durch den Bergbau gewonnenen Fos-silien bestimmten Gebäude und Anstalten, und es gibt sonach Eisen-, Messing-, Blei-, A-ber-, Arscnikhüttenwerke. Dieselben werden möglichst nahe an Bergwerken angelegt, >r«man zugleich fließendes Wasser und in der Nähe das nöthige Brennmaterial hat.
Hlllter (Leonhard), protestantischer Thcolog, geb. in dem Dorfe Nellingen bei Ulm,im Jan. 1563, machte seine Studien in Strasburg, Leipzig, Heidelberg und Jena, an wel-chem letzteren Orte er 1564 die theologische Doctorwürde sich erwarb. Zwei Jahre fta'Mals Professor nach Wittenberg berufen, wendete er sein gelehrtes Wissen vornehmlich dazuan, den durch die Concordicnformel ftstgcstellten Lehrbegriff gegen die Calvinisten zu vcttliu-digen. So schrieb er gegen Hospinian's „Ooncorllia «liscor.«" seine „Omcorllin concors"(Witt. >614), und als der Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg I6N4 ziirrefor-mitten Kirche übertrat, ließ er seinen „tmlvinistkr nulico-i„>>ilicus «Iter" (Witt. 1614)cr-scheinen. Den meisten Beifall jedoch erhielten seine auf Befehl des Kurfürsten von Sach-sen, Chrrstian's II., verfaßten, an die Concordicnformel sich eng anschließenden ,D<w! tke»-><>L>ei"(Witk.l 61 »),dienachhcrun;ähligc Auslagen erlebten. H., der > 6 1 6 starb, kann allRepräsentant der strengen Symbolglänbigkcit angesehen werden; dahergabK. Hasc(s-d-)seiner Darstellung der altlutherischen Dogmatik mit Recht den Titel „Huttern-- reäivn us".
Hutton (Charles), ein berühmter engl. Mathematiker, geb. am 14. Aug. > 737 ;uNewcastle am Tyne, der Sohn eines Erubenaufsehers, erhielt einen sehr mangelhaftengendunterricht und verdankte fast Alles sich selbst. Als eine Armvcrlehung ihn untüchtiggemacht hatte, dem Berufe des VaterS zu folgen, wendete er sich dem Studium der Mathe-matik zu. Die Abtragung einer alten Brücke zu Newcastle wurde für ihn Veranlassungzu einer kleinen Schrift über den Brückenbau, die ihn zuerst bekannt machte. Bald nachher ewurde er Mitglied der königlichen Societäl zu London, die ihn dann zu ihrem Sccrctair fttdie auswärtige Correspondcnz erwählte, und dann Professor der Mathematik an der köiuz-
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