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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
Seite
368
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K68 Hutcheson Hutten

hohe, spitzzulaufendeHütemit breiter Krempe, wie man sie in derSchweiz und in Tirol nochgegenwärtig findet; in Frankreich, wo fie unter den vornehmen Ständen um diese Zeitebenfalls schon etwas Gewöhnliches waren, wurde bereits seit Heinrich's IV. Zeit die eineKrempe aufgeschlagcn. Als man unter Ludwig XIV. auch die andere Krempe aufzu-schlagen anfing, entstanden nun die sogenannten dreieckigen Hüte, die fast ein ganzes Jahr-hundert in der Mode blieben und allgemeine Verbreitung fanden. In England kamen inden achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts zuerst die runden Hüte in der noch gegen-wärtigen Form auf, die, nachdem man die seit 1796 in Frankreich eingcführten dreieckigenHüte mit ungeheuer« Krempen, die sogenannten Bonapartcs oder Jncroyables, wiederbei Seite gelegt, auch hier und gleichzeitig in Deutschland Eingang fanden. G cweihteHüte, vom Papst in der Christnacht geweiht, wurden ehedem von demselben an Fürstenund Feldherren, die sich Verdienste um die röm. Kirche erworben hatten oder die man fürdieselbe zu gewinnen suchte, gleich den.weißen Rosen, verschenkt; den lehten erhielt nack der >Schlacht bei Hochkirch im I. 1758 der General Daun. Bankrottirer wurden sonst inFrankreich mit grünen, in Deutschland mit gelben Hüten ausgestellt; auch die Juden muß-ten sonst in Spanien und anderwärts gelbe Hüte tragen. In der Heraldik nennt manHut diejenige Wappenverzierung, welche bei bestimmten geistlichen sowol als weltlichenStänden die Stelle des Helms oder der Krone vertritt. Was die Geistlichkeit anlangt, soführen die Protonotarien der päpstlichen Curie schwarze Hüte mit drei Quasten; die Bi-schöfe und Erzbischöfe grüne Hüte, erstere mit sechs, lehtere mit zehn Quasten; die Cardi- ^näle rothe Hüte mit 15 Quasten, und es werden diese Hüte über dem Wappen so aufgc- ^stellt, daß die Quasten auf beiden Seiten herabhängen, und zwar e» cpiiiicnuc«. Bei welt-lichen Herren ist allein der Fürstenhut, der zwischen der Grafen- und der Köuigskromnütteninnen steht, gebräuchlich. Er besteht aus dem metallenen Ring der Königskroue, aufdem sich aber nur einfache Spangen erheben, in denen eine Mütze von rothcm Sammet, ^auch mit Hermelin besetzt, sich befindet. Das Wappen der ehemaligen deutschen Kurfür-sten, der Kurhut, wich von dem Fürstenhut insofern ab, als an demselben keine Metall- ^spangcn befindlich waren. Außerdem führen nur noch die Schweizercantone als Gesamnit- >heit den Hut über den Wappen. !

Hutchkson (Francis), der angebliche Stifter der Schule der sogenannten schot. Me- !ralphilosophcn, die ihr System auf das Princip des Wohlwollens, d. h. auf das, ein unei-gennütziges Wohlwollen fodernde, moralische Gefühl basirte, war im nördlichen Irland am8. Aug. 169-1 geboren, studirte in Glasgow, ging dann nach Irland zurück, wo er einigeZeit Prediger einer Dissentergcmcinde war, und wendete sich hierauf nach Dublin, um eineLehranstalt zu gründen. Im I. 1720 wurde er Professor zu Glasgow, wo er 1717 srarb-Seine Ansichten legte er in demklssa)- on tbe »sture sack concknct ok pssswrm sinl sklec-tions" (Lond. 1728) nieder; weiter aus geführt finden sich dieselben in seinem vonLcech-man herausgegebencn8^stem okmoral plülosopbx" (2 Bde., Lond. 1755,1-; deutschSittenlehre der Vernunft", 2 Bde., Lpz. 1756). Auch seinVn<,u>r>- !»to «Ke origimlvkour >«Ies5 otbesut)- snck virtue" (Lond. 1720; deutsch, Franks. 1762) enthält trefflichtUntersuchungen. In elegantem Latein schrieb er ferner Compendien der Metaphysik undMoral. Eine Sammlung seiner Werke erschien zu Glasgow (5 Bde., 1772).

Hütte nennt man das oberste Stockwerk des Hinterschiffs, noch über der Schanzgelegen, welches gewöhnlich als Sommerwohnung der Offiziere dient.

Hutten (Ulrich von) stammte aus einem alten Geschlechts, das in den Dienstendeutschen Kaiserhauses manchen wackern Ritter und Staatsmann aufzuweisen hat. Aufder jetzt in Ruinen liegenden Stammburg seiner Familie, Steckelberg in Kurhessen, dreiMeilen südlich von Fulda, am 22., nach Andern am 20. Apr. >188 geboren, kam H-,zehn Jahre alt, iuS Stift nach Fulda, wo er wissenschaftlich sich auszubilden vielfache Ge-legenheit fand; allein Mönch zu werden sagte ihm so wenig zu, daß er > 501 nach Erfurtentfloh, wo er mit mehren Gelehrten und Dichtern in genaue Bekanntschaft trat. Eine an-steckende Seuche trieb ihn im nächsten Jahre nach Köln, von wo aus er > 506, als RhuP^einer der aufgeklärtesten Lehrer dieser Hochschule, verwiesen wurde, demselben nach Fran'furt an der Oder folgte, wo in selbigem Jahre die neue Universität eingeweiht wuroe.