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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
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363
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Huronei, Hurter

! I!!id von Voß, 2 Bde., Lpz. 1775). Im I. 1775 erhielt er das Bisthnm Lichsield undCoventry; bald nachher wurde er Lehrer Gcorg'sIV. und des Herzogs von Jork und >781j Bischof von Worcester. Zwei Jahre darauf wollte ihn der König, mm Erzbischof voni Cantcrbury erheben, was aber H. ablehnte. Noch gab er die Werke des Bischofs Warbur-

! ton und später dessen Briefwechsel heraus. Er starb am 6. Juni 1608. Eine Sannn-

' lung seiner Werke (8 Bde., Lond. 18 lI) erschien nach seinem Tode.

! Huröncn, ein Jndiancrsiamm in Untercanada im Südwcsicn des Ericsees von jetzt

vielleicht kaum noch 7oo Köpfen. Die Huronen waren früher sehr zahlreich und mächtig»nd wohnten auf der Ostscite des Hurvnsces, bis sie 1650 von den Irokesen (s. d.), diebisweilen mit zu ihnen gerechnet werden, vertrieben wurden. Sie gehören zu den gcbildct-> stcn der freien Nordindiancr, wohnen in gezimmerten Häusern, treiben Viehzucht, Ackcr-, bau und Handel mit Getreide. Die im Dorfe Loretto bei Ouebcck wohnenden bekennensich zur christlichen Religion. Ihre Sprache, eine der merkwürdigste», hat sehr wenig Laute,namentlich keine Lippenlaute, aber desto mehr Gutturale; sic ist sehr unregelmäßig undkennt fast gar keine grammatische Beugung, ist aber dafür überschwenglich reich an Wörtern.

! Hurter (Friedr.), früher Vorsteher der reformirten Kirche des Cantons Schaffhau-

^ scn, dann zum Katholicismuö übergetreten, gcb. l 786, besuchte das Collegium in Schaff-hausen und bezog 1804 die Universität zu Göttingen, wo er Theologie studirte. In denGrundsätzen eines starren Stabilismus erzogen, hat er sich noch in seinen neuesten Tchrif-ten mit gleicher Befangenheit über die Verfassungen der rcgenerirtcn Schweiz ausgelassen,wie über die von ihm sogenannte Hundstagsrevolution und das neuere Frankreich, in wel-ches nach seinem Wunsche der junge Herzog von Bordeaux als Eroberer entziehen würde.Bon demselben Standpunkte aus wirkte er für möglichste Hemmung der so dringend noth-wcndigen Reformen im Canton Schaffhausen, wo endlich eine Verfassung und Ver-waltung zu Stande kam, unter deren Herrschaft einige Anhänger der conservativen Parteisich in neuester Zeit die gröbsten Unbilden konnten zu Schulden kommen lassen. H. warseit >825 Antistcs und Dekan, als er.sein HauptwerkGeschichte Papst Jnnoccnz' UI. undseiner Zeitgenossen" (1 Bde., Hamb. 185-112) hcrausgab, dessen gelehrter Apparat diehervortrelcndc katholisircnde Tendenz nicht völlig verschleiern konnte, und das ihm von pro-testantischer Seite den bald auch öffentlich ausgesprochenen Verdacht des Kryptckatholicis-mus und Jesnitismus zuzog. Aber er tröstete sich mit den schlau berechneten Lobsprücheneiniger Häupter der ultramontancn Partei, die seine Schwächen möglichst ausznbeutensuchten und ihn auf der einmal betretenen Bahn des Rückschritts weiter trieben. SeinVerkehr mit Görrcs (s. d.), Jarcke ss. d.) und andern deutschen und franz. Jcsuitcn-freunden, erhöhte den gegen ihn laut gcwordenenVerdacht und rief eine fortdaucrndePolc-mik gegen ihn hervor. Im I. 1859 machte er einen von ihm beschriebenenAusflug nachWien und Presburg" (2 Bde-, Schafft). 18-10), auf dem er in der Atmosphäre aller ihmerreichbare» Klöster, Prälaten und hochgestellten Personen schwelgte. Gleichzeitig erschie-nen seineDenkwürdigkeiten ausdem letzten Decennium des > 8. Jahrh." (Schaffst. 1840).Veranlaßt durch einen an sich unbedeutenden Vorfall, hielt es endlich ein Thcil der Geist-lichkeit in Schaffhaufcn für Pflicht, ihren Vorsteher wegen seiner Richtung zum Katholi-cismus zur bestimmten Erklärung aufzufodern. Seine von Leidenschaftlichkeit und Sclbst-^ Überschätzung übcrsprudelnde VerthcidigungDer Antistes H. von Schaffhauscn und so-genannte Amtsbrüdcr" (Schaffst. 18-10) konnte ihn nicht rechtfertigen, und er war alsoveranlaßt, seine Stelle niederzulcgen. Die Zeit seiner Muße benutzte er für die SchriftDie Befeindung der katholischen Kirche in der Schweiz" (Schaffst. >8-10). Dann reisteer nach Nom, wo er endlich I 84-1 förmlich durch die von ihm selbst sogenannte Ceremonie, der Abschwörung zur katholischen Kirche übertrat, nachdem er noch 1840 in seiner Ver-thcidigung öffentlich erklärt hatte, daß er die Harmonie des im Heidelberger Katechismuswiderlegten reformirten Glaubensbekenntnisses mit der göttlichen Offenbarung von Jahrj" Jahr immer-tiefer erkannt habe. H.'s Rückkehr von Rom nach Schaffhausen rief- bei seinen lange getäuschten Mitbürgern einige laute Äußerungen des Unwillens hervor.In Folge der Herausgabe seinerGeschichte Papst Jnnoccnz' III." war er von der prote-stantisch-rheologischen Facultät in Basel zum Doctor der Theologie ernannt worden. Nich-