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lizcr aber hatte eine Recension des Professors Lange den eigentliche» Kern seiner SchriftM würdigen gewußt. Gegen den auch in dieser Kritik erhobenen Vorwurf der HinneigungHu den mittelalterlichen Instituten und zum KatholiciSmus hatte sich.H. zwar verlhcidigt,aber in seiner Antwort zugleich ein prophetisches Urthcil über sich selbst ausgesprochen, mitden Worten: „Können Sie im Ernst glauben, ich wolle durch die Jeschichte Jnnoccn;' III.«in Scherflcin zu dessen (des Mittelalters) Rückkehr beitragen, so müssen Sie mich für«inen einfältigen Pinsel halten, was Ihnen frei steht". In neuester Zeit begann er eine aufLrci Bände berechnete Sammlung seiner „Kleinern Schriften" (Bd. >, Schaffh. > 84t).
Husaren, von dem Ungar. Worte husz, d. h. 2», und ar, d. h. Löhnung, benannt,weil von 20 Häusern ein Mann gegen Löhnung gestellt wurde, kommen in Ungarn zuerstim I. >458 unter Matthias l. vor. Die Husaren gehörten von je zur leichten Cavalcrie,zeichneten sich mitunter durch abenteuerliche, zum Theil prächtige Kleidung aus, und wur-den in Ostreich >688, in Frankreich > 692, in Rußland und Preußen zu Anfänge des >8.Jahrh. ebenfalls cingeführt. Sic sind fast überall, außer dem Säbel, mit Pistolen und Ca-rabiner bewaffnet, versehen in der Regel den Vorposten- und Patrouillendienst der leichtenCavalerie und dienen beim Angriff mehr zur Umschwärmung des Feindes als zum geschlos-senen Stoß, weshalb sie auch überall mit leichten Pferden versehen werden.
Huschke (Georg Phil. Eduard), ordentlicher Professor der Rechte an der Universitätzu Breslau, geb. zu Münden am 26. Juni >861, besuchte die Gymnasien zu Gotha undZlefeld und studirte von >817 an in Göttingen, wo er >820 den Preis in Beantwortungder von der dasigen Juristenfacultät gestellten Aufgabe „De pignore nominis etc." unddie juristische Doctorwürde erhielt. Er schloß sich hier an Hugo und während eines srätern«injährigen Aufenthalts in Berlin an Savigny an, trat dann >82l in Göttingen als Pri-vatdocent im Fache des röm. Rechts und derröm.Nechtsgcschichte aufund folgte 1824 demRufe als außerordentlicher Professor der Rechte nach Rostock. Nachdem er eincReise nachParis gemacht hatte, wurde er >827 an die Universität zu Breslau berufen, der er unge-achtet mehrer ehrenvoller Rufe als Obcrappellationsgerichtsrath nach Parchim und alsProfessor nach Marburg treu blieb. H.'s Richtung ist vorzugsweise die historisch-philolo-gische, in der sich auch die meisten seiner Schriften bewegen. Dahin gehören außer mehrenkleinern Abhandlungen seine mit Ercursen versehene Ausgabe von Cicero's neu entdeckter„Oratio pro Tuilio" in Jmm. G. Huschke's „-Inslect. Iitter."(Lpz. 1826); „Ilicerti aucto-ris magistrstuum et sacerckotioriiin populi roni. sxpositiones iueciitse cum commenta-ria" (Bresl. >829); „Studien des röm. Rechts" (Bd. I, Bresl. 1830); „Über die Stelledes Varro von den Licinicrn" (Heidelb. >835), und sein größeres Werk „Die Verfassungdes Königs Scrvius TulliuS, als Grundlage einer Geschichte der röm. Staatsvcrfassmig"(Heidelb. 1838); „ä.klav>>8zntrnplliii>str„inentiim clonatianis inetlitiim"(Bresl. > 838),und „Über den zur Zeit der Geburt Jesu gehaltenen Census" (Bresl. > 84V). Auch gab erUnterholzner's „Quellenmäßige Zusammenstellung der Lehre des röm. Rechts von denSchuldvcrhältnissen" nach des Verfassers Tode heraus (2 Bde., Lpz. 184V). Als Wort-führer der schles. Altlutheraner hat er sich in seinen Beiträgen zu der „Evangelischen Kir-chenzeitung" und in dem von Scheibe! hcrauSgcgebcncn „Theologischen Votum eines Ju-risten über die preuß. Agende" (Nürnb. >834) bezeigt. Eine im I. >835 in Folge der Vor-fälle in Hönigern (s. d.) gegen ihn eingeleitete Criminaluntersuchung endete mit völligerFreisprechung von der in erster Instanz über ihn verhängten halbjährigen Festungsstrafe.
Hnskiffon (Will.), ein bekannter engl. Staatsmann, geb. zu Birch Moreton inder Grafschaft Wertester, am ll.März >770, kam >783 zu seinem Oheim, dem gelehrtenArzte vr. Eem, nach Paris, wo er an der Erstürmung der Bastille Theil nahm und alsMitglied des Clubs von 1789 sich durch mehre vortreffliche Reden über staatsökonomischeGegenstände bemerklich machte. Im I. >792 ging er als Privatsccretair des engl- Ge-sandten, Lord Gower, mit diesem nach London und wurde daselbst >793 im Emigranten-bureau angestellt. Hier knüpfte sich seine Bekanntschaft mit Canning und Pitt. Im>795 wählte ihn der Kriegsminister Dundas zu seinem ersten Secretair, und auf Pitt SVerwendung der Rotten-Borough Morpeth zum Parlamcntsmitgliedc. Hierauf machteihn Pitt zum Unterstaatssecrctair, Generalsteuereinnehmer des Herzogthums Lancaster