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7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
Seite
362
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Äi2 Hupfeld Hurd

Waffenstillstand zu schließen, erfocht, er über sic, als sic denselben brachen, 1112 wiedereinen der glänzendsten Siege. Als er nach dem Tode der Königin Elisabeth I 1 >3 sich fürden König Wladislaw I. von Polen erklärte, wirkte sein Beispiel auf die Großen des Ncicbsso mächtig, daß cS diesem gelang, sich bald des größten Tbeils von Ungarn zu bemach,tigen. Als Feldherr Wladislaw's zwang er die Türken von neuem am l 3. Juni litt un-ter sehr vvrtheilhasten Bedingungen für Ungarn einen zehnjährigen Waffenstillstand ein-zugchcn. Wladislaw brach den Vertrag und fiel am in. Nov. l itt in der Schlacht beiVarna, worauf H. als Ncichsstatthalter für den nachgeborcncn Sohn Elisabeths, Wla-dislaw II., die Verwaltung Ungarns führte, das er mit großem Geschick gegen die wieder-holten Einfälle der Türken vcrthcidigtc. Zwar wurde er im Oct. >118 in Serbien gänzlichgeschlagen und gefangen; nachdem er aber auf Fürsprache der ungar. Stände seine Freiheitwicdcrerlangt hatte, ließ er zunächst dem scrb. Despoten seine ganze Rache empfinden, bisdie Stände I 151 einen Frieden vermittelten. Nachdem Wladislaw II. 1-153 die Negie-rung selbst übernommen, sah sich H. sehr bald in arsse Händel mit dem ihm feindlichen Gra-fen Cillcy verwickelt. Nachdem er noch einmal seinen alten Ruhm gegen die Türken durchdie heldcnmüthige Vcrthcidigung Belgrads und einen kühnen Überfall des türk. Lagers,der den Sultan Mohammsd II. zum Rückzuge zwang, bewährt hatte, starb er zu Scmlinam l I. Aug. 1156. H. hatte den Plan, die Türken ganz aus Europa zu vertreiben; dcchdie Lauheit der curop. Höfe und die Ränke seiner Neider ließen ihn denselben nicht uirAusführung bringen. Sein ältester Sohn, Lad islaw H., wurde in Folge dessen, daß jbei einem Streite mit dem Erzfeinde seines Vaters, dem Grafen Cilley, seine Diener den-selben erschlugen, zu Ofen am 16. März >157 hingcrichtct. Der zweite Sohn, Mat-thias H., gelangte >158 als Matthias k. <s. d.) auf den ungar. Thron.

Hupftld (Hcrm.), ordentlicher Professor der oriental. Sprachen in der theologischenFacultät zu Halle, geb. zu Marburg 1766, erhielt den ersten Unterricht durch seinen Vater,welcher Pfarrer war, dann auf dem Gymnasium zu Hersfeld und studirte seit 1813 inMarburg anfangs Theologie, später hauvtsächlich Philologie. Im I. 1817 wurde erAssistent des ersten reformirten Predigers daselbst und >816 Lehrer am Gymnasium uiHanau. Als sein Gesundheitszustand 1822 ihn zur Niederlegung dieser Stelle nöthigtc,wendete er sich wieder ganz den theologischen, und zwar besonders den alttcstamentlichcnStudien zu. Er ging nach Halle, um Gescnius zu hören, habilitirte sich auch daselbst 1821und fing Vorlesungen an, kehrte aber sehr bald nach Marburg zurück, wo er 1825 als au-ßerordentlicher, >827 als ordentlicher Professor der Theologie angestellt wurde und bis1813 blieb, wo er dem Rufe an Gescnius' Stelle nach Halle folgte. Au seinem Hauptstu-dium hat er sich die Grammatik der semitischen Sprachen erwählt und hier sich die Auf-gabe gestellt, dieselben in der Weise, wie Jak. Grimm die gcrman. Sprachen bc-ha»delt,zu bearbeiten, namentlich auch durch das Achten auf den Laut eine genetische Entwickelungder Sprache, welche über die Schriftsprache hinausrcicht, auf historischem Wege zu versu-chen, ohne sich in dem Grad-c, wie Ewald, auf Divinationen und Constructionen aus demJnncrn'der Sprache zu verlassen. Bei der Gewissenhaftigkeit, mit der er arbeitet, undin Folge seiner Kränklichkeit können seine literarischen Arbeiten immer nur sehr langsamvorwärts schreiten. Zu erwähnensind seinebixercitatione« aetluopicae" (Lpz. > 825, ->.),die(loininentstio »io eineurlaixla ratinne lexieo^rapb. .--emiticae" (Marb. >82,), dieAusführliche hebr. Grammatik" (Thl. I, Abschn. >, Lieferung >, enthaltend die Schriftleh«in historischer Entwickelung, Kaff. 1811) undÜber den Begriff und Methode der soge-nannten biblischen Einleitung" (Mark. 1811). Übrigens haben ihn seine Studien demLeben nicht entfremdet; so sprach er namentlich in Hessen für Herstellung der presbyteria-nischcn Kirchenvcrfaffung, sowie für die Berechtigung zu religiösen Privatvercincn.

Hurd (Rich.), ein bekannter philosophischer Schriftsteller, geb. am 13. Jan. >72"zu Congreve in der Grafschaft Stafford, trat nach Vollendung seiner Studien in Cam-bridge in den geistlichen Stand. Seinen literarischen Ruf begründete er durch seinen Com-mentar zu des HoratiusDe arte poetica" (Lond. >716); noch bekannter wurde er durchdie Streitschrift gegen Hume sldßatural lüstor^- ok religion" und namentlich durch dievialogues, moral anck ;>olitical" (Lond. 175861, und3Bde., 1765; deutsch von HöltY