Druckschrift 
7 (1846) Heim bis Juwelen
Entstehung
Seite
361
Einzelbild herunterladen
 

Hunyad 36l

am 23. Mai >7 >8 zu Lang Caldcrwood in der schot. Grafschaft Lanark, besuchte die Schulezu Glasgow und begann daselbst Theologie zu studiren. Seine Bekanntschaft mit Cullen<s. d.) führte ihn zum Studium der Heilkunde, dem er sich von >737 an in Cullen's Hausezu Hamilton widmete, worauf er zu weiterer Ausbildung >740 nach Edinburg und >741nach London ging, wo er zunächst Unterarzt am St.-Georgshospital wurde und 1746 me-dicinische Vorlesungen begann. Im I. >747 machte er eine wissenschaftliche Neise nachHolland und Frankreich und ließ sich dann in London als praktischer Arzt nieder, wo er,die chirurgische Praxis sehr bald aufgebend, sich ausschließend mit Geburtshülfe und Ana-tomie beschäftigte. Nack der glücklichen Entbindung der Königin wurde er >764 zum au-ßerordentlichen Leibarzt und bei der Errichtung der Akademie der schönen Künste >768zum Professor der Anatomie ernannt. Sein bedeutendes Vermögen wendete er dazu an,ein schönes Gebäude aufzuführen, in welchem er ein anatomisches Theater für seine Vor-lesungen einrichtete und seine bedeutende» Sammlungen an anatomischen Präparaten,Büchern, Mineralien und Münzen aufstellte, die nach seinem Tode, am 3V. März 1783,erst an seinen Neffen und dann in Besitz der Universität zu Glasgow gelangten. Eine Be-schreibung seinerk<»mmori,iii veterum popuiorum et urkium" gab Combe (Lond. 1783,4.) heraus. Das Hauptwerk H.'s ist die^.natom^ os tke Kumsn graviclterus" (Lond-1775, Fol.; deutsch von Froricp, Weim. > 802). Außerdem schrieb er viele Abhandlungenin denktiilosaplneal transactiuns", in den Schriften der Mcdicinischen Gesellschaft in Lon-don und in seinen5letliek>I commentaries" (Lond. >762, 4., nebst Supplement >764),welche von Kühn gesammelt und überseht unter dem TitelMedicinische und chirurgischeBeobachtungen und Heilmethoden von Will. H." (2. Bde., Lpz. >78485) erschienen. Sein jüngerer Bruder, JohnH., als Anatom und Chirurg gleich ihm berühmt, geb.am 14. Juli I 728 ebenfalls zu Long Caldcrwood, wurde in seiner Erziehung sehr ver-nachlässigt, sodaß er in seinem 20. Jahre kaum lesen und schreiben konnte. Er hatte alsZimmcrmann gelernt, als das Glück, welches sein Bruder in London gemacht, ihn vcr-anlaßtc, > ^48 denselben aufzusuckcn und sich ihm als Eehülfe anzubieken. Von diesemausgenommen, zeigte er besonders bei den anatomischen Arbeiten viele Geschicklichkeit. Da-bei trieb er sehr eifrig die Chirurgie, studirte dann in Oxford und wurde >756 Wundarztam St.-Georgshospital. Um seine in Folge der übermäßigen Anstrengungen wankendeGesundheit wieder zu befestigen, nahm er >760 Dienste in der Armee und wohnte der Ex-pedition nach Bclle-Jsle und dem Feldzuge der Engländer in Portugal bei. Nach Londonzurückgekehrt, widmete er sich der chirurgischen Praxis und dem Studium der vergleichen-de» Anatomie und Physiologie, wozu er sich ein eigenes Haus in der Nähe von Londonbaute, in welchem er eine kleine Menagerie unterhielt, um die Thiere zu beobachten. Erwurde I 68 dirigirendcr Wundarzt am St.-EeorgShospitale, >776 außerordentlicherWundarzt deS Königs, >786 zweiter und 1 790 erster Ecneralchirurg der Armee und Ge-neralinsvector der Militairhospitäler und >792 Vicepräsident des neuerrichteten Thierarz-neicvllegiums in London. Seine große Sammlung anatomischer Präparate, die er >783i» einem besonders dazu eingerichteten Hause aufstellte, wurde nach seinem Tode, am >6.Lct. 179., von der Negierung angekauft, in das O-IIege ns 8»rgenns gebracht und zuVorlesungen benutzt. Seine Hauptwerke sind :Kuturul kistor^ ns tüe immun teetk"('-Bde., Lond. >77l78; deutsch, 2 Bde., Lpz. >780);Oll tke venereni liisease"(Lond. 1786; deutsch, Lpz. >787);OkservstiouL ou tke ckiseui-es ns tke arm)' incka-muicu uiul nii tke best uieuos ob preservinF tke kealtk okLurnpesns" (Lond. >788;deutsch, Lpz. >792) undOn tke nuture ns tkeblaock, inüummutinn sntl giinskot erauniis"iherausgegeben mit einer Lebensbeschreibung des Verfassers von Home, 2 Bde., Lond.deutsch von Hebenstrcit, 2 Bde., Lpz. >797 1800 ).

Hunyad (Joh.7, ein berühmter ungar. Held, soll der uneheliche Sohn des deutschenKallers und Königs von Ungarn Sigismund mit der walach. Bojarin Elisabeth Morssi-nay und um > 93 geboren sein. Durch Sigismund wurde er zum Ban der westlichenWalachei erhoben, wo er nun Gelegenheit fand, sich Ruhm gegen die Türken zu erwerben,und Kaiser Albrecht II. übertrug ihm die Woiwodschaft von Siebenbürgen. Nachdem erdurch wiederholte Siege die Türken gezwungen hatte, >440 mit Ungarn einen zehnjährigen