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7 (1846) Heim bis Juwelen
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354 Hundert Tage Hund-grotte !

mästet und gegessen; dem Feuerländcr stehi er bei im Fischfänge und im Ausstichen vo»Muscheln, und unter andern Völkern wird er zu den verschiedensten Arten von Jagd, ein: ^auch zu ungewöhnlichem häuslichen Diensten, auf dein Großen Bcrnhardsberge sogar;»!Aufspürung der vom Schnee verschütteten Reisenden abgerichtet. In vielen Landern so go ,schätzt alsHausthicr, daß man durch Gesetze gegen seine Vermehrung einschreitcn mußte, gilt !er anderwärts für ein unreines Geschöpf, dessen Nähe man sorgfältig meidet. Kein andms 'Hausthier entwickelt eine gleich große Abrichtungsfähigkeit, und keins überrascht in denn- selben Verhältnisse wie der Hund durch Spuren von Intelligenz und durch große Simmi-schärfc; wenige sind aber auch so zahlreichen Krankheiten wie der Hund unterworfen,unt« denen die Hundswuth (s. d.) eine der furchtbarsten ist. Die Naturgcschicbte des .Hundes ist so vielfach bearbeitet worden, daß sie ein eigenes Fach der zoologischen Literaturbildet. Vgl., neben Busfoiüs bekannten Schriften, Walther,Der Hund, seine verschick- 'neu Zuchten, Varietäten und Geschichte" (Gieß. >817) und L. Ncichenbacb,Der Hund"(Lpz, 1835). Die deutschen Nacen wurden am besten von Niedinger (s. d.), die stau;,von Buffon, die engl, von Landseer abgebildet; vgl. außerdem W. H. Scott in denllö-tisil üelllspart.-" (Lond. 1818) und Aikin in denNational -iports" (Lond. I 821).

Hundert Tage (Ontsniirr) nennt man in der Geschichte Fran kreichs (s.d.)ditkurze Regierungsepoche Napoleon's von seiner Rückkehr von Elba und dem Einzug! i»Paris, am 2». März, bis zu seiner zweiten Abdankung nach der Schlacht von Waterlo«am 22. Juni 1815.

Hundeshagen (Joh. Christian), ein berühmter deutscher Forstmann, gcb. am IN.Aug. 1783 zu Hanau, wurde, nachdem er die Forstwirthschaft längere Zeit praktisch be-trieben hatte, 1818 Professorder Forstwissenschaft zu Tübingen, 1821 Forstmeister undDirector der Forstlehranftalt zu Hersfeld, 1822 Professor und Director der ForstlehrauMzu Gießen, wo er am I 0. Febr. 1832 starb. Sein Bestreben, den Waldbau mit verständi-ger Berücksichtigung der staats-und landwirthschastlichen Interessen zu einer Queller«- ,chcr und nachhaltiger Einnahmen zu gestalten, war ein sehr erfolgreiches. Von seinen;ahl-reichen gediegenen Schriften erwähnen wir:Methodologie und Grundriß der Forstwissen-schaft" (Tüb. 1819);EncyklopädiederForstwissenschaften"(2BdeTüb. >821; 3.Aust3 Bde., von Klauprecht, 183520; Bd. I und 2, l.Ausl. >822 23);Lehrbuch d«forst-und landwirthschaftlichen Naturkunde" (> Abtbeil., Tüb. 1827 20);DieAt»-romie, der Chemismus und die Physiologie der Pflanzen" (Tüb. 1829);Die Forstab-schätzung auf neuen wissenschaftlichen Grundlagen" (2 Bde., Tüb. 1820) undDieWald-weide und Waldsireu in ihrer ganzen Bedeutung" (Tüb. >830); auch gab erForstlistBerichte und Miscellen" (2 Hefte, Tüb. 183032), undBeiträge zur gesammtenForn-wisscnschaft" (2 Bde., Tüb. 182229) heraus.

Hunhetragen war eine ursprünglich bei den Franken und Schwaben und daun i« lganzen deutschen Reiche übliche Strafe adeliger Landfriedensbrecher. Dieselben muflc«nämlich, bevor das Todesurtheil an ihnen vollstreckt wurde, einen Hund, gleichwie in dein-selben Falle der Diensimann einen Sattel, der Bauer ein Pflugrad und der Pfaffe eint»Codcr, aus einem Gau in den andern tragen, wodurch symbolisch angcdeutet werden sollt!-daß sie besser gethan hätten, bei ihrem Geschäft zu bleiben als unberufen Kriegswirrcn o»-zusiiften. Auf diese Weise ließ 938 Kaiser Qtto >. die Anhänger des aufrührerflcben Her-zogs Eberhard, und Kaiser Friedrich I. 1155 den ryeinischen Pfalzgrafen Hermann unddessen Genossen Hunde tragen.

-Hundsgrotte (xrxtta <>el ca,»:), eine berübmte Höhle bei Neapel und in derNätkdes Sees Agnano, unfern Puzzuvli. Sie ist etwa zebn F. tief, vier F. breit und neu» 5boch und hat das Eigeuthümli'chc, daß kleinere Thiere, wclcbe hineiugebracht werden, ügleich ersticken und brennende Lichter am Boden sogleich erlöschen; eine Erscheinung, weltbesich dadurch erklärt, daß die Kohlensäure, die darin aufsteigt, am Boden in einer gewöhn-lich einen halben F. hohen Schicht sich ansammelt, indem sie wegen ihrer größer^ speem-/scheu Schwere mit der darüberstchendcn atmosphärischen Lust sich nicht vermischt.Grotte war schon den Alten bekannt und wurde von Plinius beschrieben. Ihren Namen